Dienstflagge der Schiffe und Boote der Grenzbrigade Küste (DDR)Nationalflagge (Staatsflagge) der Deutschen Demokratischen Republik - 01.10.1959 - 03.08.1990Dienstflagge der Kampfschiffe der Volksmarine (DDR)Dienstflagge der Boote der Grenztruppen auf der Elbe und Oder (DDR)

FK-Fregatten

KONI - Klasse

(Tabelle KONI-Klasse 648 x 148 Pixel )

ROSTOCK: Juni 1978 via Mittelmeer/Atlantik/Kattegat im Schlepp des sowjetischen Eisbrechers VLADIMIR RUSANOV in DDR eingetroffen. Oktober 1990 zur kurzfristigen Dienstleistung von BM übernommen (Heimathafen: Warnemünde).18. April 1991 außer Dienst gestellt; seit Oktober 1991 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben. 1992 an Wehrtechnische Erprobungsstelle 71 der Bundeswehr in Eckernförde für Ansprengversuche und Feuerlöschübungen. 13. Juli 1992 nach Marinearsenal Kiel; Mai 1995 an Großbritannien verkauft zur Endverwertung als Zielschiff. Am 18. Mai 1995 im Schlepp nach Portsmouth.

(Fregatte ROSTOCK im Februar 1993 zwecks eingehender Prüfung im Marinearsenal Wilhelmshaven 1000 x 429 Pixel )

HALLE: Anfang Dezember 1985 via innerrussische Wasserwege in der Ostsee eingetroffen. Oktober 1990 von BM zur kurzfristigen Dienstleistung übernommen (Heimathafen: Warnemünde). 20. Februar 1991 außer Dienst gestellt; seit Oktober 1991 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben (Juli 1993 Verkaufsverhandlungen mit Litauen ohne Abschluß). Zuletzt Auflieger in Peenemünde. 1995 verkauft zum Abbruch an MAB, Rostock, dort 14. März 1995 eingetroffen.

( Technische Tabelle 643 x 107 Pixel )

Typ/Schiffbau: FK-Fregatten (VM-amtlich Küstenschutzschiffe KSS), Baunummern 02 und 011 der sowjetischen Koni-Klasse (NATO-Codename), in der sowjetischen/russischen Marine als Storozhevoy Korabi SKR = Wachschiffe Projekt 1159 (Projektname Yaguar) bezeichnet. Bau in der Sowjetunion ausschließlich für Export, deshalb bewußt einfach und unkompliziert gehaltene Konstruktion. Beschaffungskosten pro Schiff ca. 120 Mio DM (Deutsche Mark Ost). Vorvertrag für ein viertes Schiff aus Kostengründen frühzeitig annulliert. Stahlbau, 9 Abteilungen, Flushdeck-Bauweise mit hohem Deckssprung im Vorschiff und leicht angespotztem Spiegelheck; Aufbauten vorwiegend aus Leichtmetall. Flossenstabilisierung. Seitenhöhe 6,53 m; L/B-Verhältnis ca. 8,1. Freibord vorn/mittschiffs/achtern ca. 6,50/3,20/4,00 m. Konstruktionsverdrängung 1577 t.
Anmerkung: Die im Kapitel Volksmarine verwendeten Kürzel BM und VM stehen für BUNDESMARINE und VOLKSMARINE.
Maschinenanlage: CODAG-Anlage mit einer Gasturbine zu 14705 kW (20000 PS) auf der Mittelwelle, zuschaltbar zu den zwei auf die Außenwellen wirkenden 18-Zylinder-Zweitakt-Gegenkolben-DM Type 68 B zu je 5882 kW (8000 PS) zur Erreichung der Höchstfahrt mit 25 750 kW (35 000 PS); Antrieb separat mit den DM für Marschfahrt 18 kn. Auf den Außenwellen Verstellpropeller, auf der Mittelwelle Festpropeller - Automatisierung in bescheidenem Umfang - Zwei Ruder - E-Anlage. 50 kW
Waffen: Schiff/Luft-FK-Waffensystem »SA-N-4« (NATO-Codebezeichnung; sowjetische Bezeichnung: Osa-2M): Ein Zwillingsstartgerät, 18 Gecko-FK (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: 4K 33) - Vier 76,2-mm-K. L/60 (sowjetische Bezeichnung: AKL 726) in Doppeltürmen - Vier 30-mm-Flak L/65 (sowjetische Bezeichnung: AK-230) in Doppeltürmen - Zwei U-Wasserbombenwerfer für reaktive Wasserbomben vom Typ RGB - 60 ; 212 mm in 12fach-Lafetten RBU-6000 (sowjetische Bezeichnung) - Minenzuladung möglich (ca. 64 m Gleise, 12-30 Minen, zwei Heckwurfstellen) - zusätzlich Aufbau von zwei Wasserbombenracks möglich - Nachrüstung auf Schiff/Schiff-FK und UJagd-TR mehrfach untersucht, aber aus Kostengründen immer zurückgestellt.
Führungsmittel: Radar: Luftraumüberwachung (ein Strut Curve [sowjetische Bezeichnung MR-302]); Navigation: ein Don-2 - Waffenleitelektronik: ein Pop Group (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: MPZ-301); ein Hawk Screech (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: Fut-B); ein Drum Tilt (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: Rys-MR 104) - IFF: ein High Pole-B (NATO-Codename; sowjetisch: Nikhrom) und zwei Square Head (NATO-Codename; sowjetisch: Nikhel-K) - ECM: zwei Watch Dog (NATO-Codename); zwei Düppelwerfer 81 mm (sowjetische Bezeichnung PK-16 [nur auf HALLE]) - Sonar: Rumpfsonar Hercules (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: MG-322 T) in strömungsgünstigem Hüllkörper auf ca. 70,00 m ab Heckspitze.
Ausrüstung: Je ein Motorbeiboot und ein Kutter - Zwölf Rettungsinseln für je zwölf Mann - zwei Buganker in Seitenklüsen.
Allgemeines: Modernster und kampfstärkster, für seine Größe etwas unterbewaffneter Kriegsschifftyp der ehemaligen VM, jedoch unzureichende Fahrstrecke. Noch 1990 SA-N-4-Waffensystem einschl. FK ausgebaut und an Sowjetunion zurückgegeben. Algerien zeigte 1991/92 Interesse zu Übernahme aller drei Einheiten; wegen der hohen Asbestbelastung wurde Vorhaben verworfen; andere Käufer konnten im Hinblick auf die aufzubringenden hohen Entsorgungskosten nicht gefunden werden. 1994 war ein Verkauf an Indonesien als Ersatzteilspender im Gespräch; eine Entscheidung ist dabei nicht gefallen.Schwesterschiff BERLIN wurde von der BM nicht in Dienst gestellt.

(KONI - Klasse 978 x 436 Pixel )


FK - Korvetten

TARANTUL - I - Klasse

(Technische Daten 650 x 119 Pixel )

April 1985 via Innerrussische Wasserwege in Ostsee eingetroffen und von VM übernommen als RUDOLF EGLHOFER (Bordnummer 772, ab Frühjahr 1986: 572). Oktober 1990 von BM zur kurzfristigen Dienstleistung übernommen als HIDDENSEE. November 1991 für technische Auswertung und Versuchen an Bord des Heavy Lift Ships AMERICAN CORMORANT in die USA überführt, dort 14. Februar 1992 in Liste der Kriegsschiffe unter Nr. 185 NS 9201 eingetragen, jedoch nicht offiziell in Dienst und auch keine PT-Nummer zugeteilt (unterstand Juni 1995 dem Naval Air Warfare Center, Pataxent River, MD).

(648 x 107 Pixel )

Typ/Schiffbau: FK-Korvette, in BM als Schnellboot klassifiziert (VM-amtlich: Kleine(s) Raketenschiffe) [KRS] der sowjetischen Tarantul-I-Klasse [NATO-Codename], in der sowjetischen Marine als Malyy Raketnyy Korabi [MRK] = Kleine(s) Raketenschiffe), Projekt 1241.1 RE, Projektname Molnya, bezeichnet). Bau in der Sowjetunion ausschließlich für Export. Beschaffungskosten je 77,1 Mio DM (Ost) - Stahlbau, Knickspanten, sieben Abteilungen. Aufbauten teils aus Leichtmetall, Oberdeck im Mittelschiff beiderseits um ca. 0,60 m rampenähnlich verbreitert. Seitenhöhe ca. 5,80 m. Verhältnis L/B = ca. 5,5. Freibordhöhen vorn/mittschiffs/achtern ca. 4,00/3,20/3,70 m. ABC-Schutzsystem. Seeausdauer 10 Tage.
Maschinenanlage: COGOG-Antrieb auf zwei Wellen mit Superkavitationspropellern, bestehend aus zwei (Gefechts)Gasturbinen DR-77 zu je 8825 kW (12000 PS) und zwei zuschaltbaren (Marsch-)Gasturbinen DM-76 zu je 2940 kW (3944 PS) zur Erreichung der Höchstgeschwindigkeit; Antrieb durch Marsch-Gasturbinen separat für Marschfahrt bis ca. 20 kn (alle Gasturbinen wahlweise über Kreuz zu fahren) - Zwei Ruder - E-Anlage 50 kW.
Waffen: Schiff/Schiff-FK-Waffensystem SS-N-2C (NATO-Codebezeichnung, sowjetisch P-20): vier Startbehälter in Zweiergruppen, vier FK P-21 und/oder P-22 - Schiff/Luft-FK-Waffensystem SA-N-5 (NATO-Codebezeichnung, sowjetisch Strela-2 M): ein Vierfach-Startgerät (FASTA-4), 16 FK - ein 76,2 mm-K L/59 (sowjetische Bezeichnung AK-176) - Zwei 30-mm-Gatling-Flak sechsläufig (sowjetische Bezeichnung AK-630) - Zwölf Wasserbomben.
Führungsmittel: Radar: Überwasserrundsuche: ein Plank Shave (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: Garpun); Navigation: ein TSR-333 -Waffenleitelektronik: ein Bass Tilt (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: Vympel-MR-123) - IFF: ein High Pole-B (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: Nikhrom); ein Square Head (NATO-Codename; sowjetische Bezeichnung: Nikhel-K) - ECM: zwei Düppelwerfer 81 mm (sowjetische Bezeichnung: PK-16) - OPTRONIC: ein Hood Wink (NATO-Codename).
Ausrüstung: Vier Rettungsinseln für je zwölf Mann.
Allgemeines: Die vier Schwesterschiffe wurden von der BM nicht in Dienst gestellt.


Hallo Herr Stokowski,


ich habe als Schiffspostsammler mit Interesse Ihre DDR Marineseite gelesen. Als Ergänzung zur Hiddensee möchte ich Ihnen mitteilen, das die Hiddensee jetzt zusammen mit der USS Massachusetts und diversen anderen Schiffen als Museum in Battleship Cove, Fall River Massachusetts liegt.
mit freundlichen Grüßen,

Dirk Kleber


(DDR-TARANTUL- I - Klasse 588 x 341 Pixel )

Ein herausragender Kenner des Schiffsprojektes TARANTUL -1- Klasse und ehemals Kommandant von 571 und jetzt Vorsitzender der Marinekameradschaft BUG / DRANSKE Herr Holger Neidel sendete mir folgende Anmerkungen zur TARANTUL -1- Klasse:


Habe heute Ihre Seite besucht. Sie ist sehr informativ und interessant.
Zwei Anmerkungen habe ich zu den TTD des KRS Tarantul. Es gab an Bord keine Einrichtung zur Aufnahme von Wasserbomben, dieser Einsatz war nicht vorgesehen und ist auch nie geübt worden.
An Bord der Schiffe 571, 572 und 573 gab es als Navigationsradar die bulgarische Anlage Kiwatsch (Anmerkung OLAF PESTOW ( Verfasser des KURSK-Berichtes): "Kiwatsch-II" (Quelle: GVS-Dienstvorschrift der VM K 200/3/004), auf der 574 und 575 die Anlage Petschora und nicht die bei Ihnen genannte TSR 333. Die Umschlüsselung auf die 500er Bordnummern war im Frühjahr 1987. Zum damaligen Zeitpunkt war ich mit der 773 in der Peenewerft in Wolgast und habe dort die Umkennzeichnung vorgenommen, die 774 wurde damals plötzlich zur Aufklärung in See befohlen. Sie konnten die Arbeiten nicht rechtzeitig beenden und fuhren mit beiden Nummern raus, Backbord 774, Steuerbord 574.
Die Turbinenanlage wurde in 4 Regimen gefahren:
Regime 1 Alle 4 Turbinen auf 2 Wellen
Regime 2 2 Gefechtsturbinen auf 2 Wellen
Regime 3 2 Marschturbinen auf 2 Wellen
Regime 4 1 Marschturbine über Querwelle auf 2 Wellen.
Welche Turbine dabei genommen wurde entschied der LI, anhand seiner Daten.
Mit Regime 4 konnte sehr langsam gefahren werden, 2-4 Kn waren möglich, allerdings auch schwer manövriert werden, da nur voraus und zurück gefahren werden konnte, backsen war nicht möglich. Um die vollständige Manövrierfähigkeit zu haben wurde meistens im Regime 3 gefahren, zum Beispiel bei Revierfahrten in den Hafengewässern von Rostock und Sassnitz. Das waren auch die einzigen VM Stützpunkte, in denen von uns selbstständig angelaufen und angelegt werden konnte. In Peenemünde und Dranske/Bug durften wir nur im Schleppverband mit einem Kopf- und einem Seitenschlepper anlegen, Revierfahrt inclusive.Das war der minimalen Geschwindigkeiten im Regime 3 mit ca. 8 Kn, der relativ hohen Windanfälligkeit des Schiffskörpers und des geringen Tiefgang und der schmalen Fahrwasser geschuldet. Außerdem gab es Beschränkungen beim Befahren des Fahrwassers Bug. Es war nur gestattet bis zu Windgeschwindigkeiten von max. 8 m/s auszulaufen.( Spielte allerdings meistens eine Rolle wenn wir wieder hineinwollten, also nach Erfüllung der Aufgaben in See, auslaufen war fast immer möglich zur Erfüllung der Aufgabe).Habe da sehr interessante Episoden erlebt.

Korvetten

PARCHIM - I - Klasse

(UAW - Schiffe der PARCHIM - I - Klasse 1993 in Peenemünde 480 x 230 )

(Die Patrouillenboote LÜBZ und WISMAR am 6. Juli 1991 in Wilhelmshaven 981 x 435 Pixel )

(Technische Daten 647 x 273 Pixel )

WISMAR (Nullserienschiff der Klasse): 3. Oktober 1990 von BM übernommen und zur kurzzeitigen Dienstleistung im Dienst belassen. 27. September 1991 außer Dienst gestellt; Oktober 1991 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: Juli 1992 an Indonesien verkauft, dort 10. März 1995 als SUTANTO (Kennung: 377) in Dienst.
LÜBZ: 3. Oktober 1990 von BM übernommen und zur kurzzeitigen Dienstleistung im Dienst belassen. September 1991 außer Dienst gestellt; Oktober 1991 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: Juli 1992 an Indonesien verkauft, dort 25. Februar 1994 als CUT NYAK DIEN (Kennung: 375) in Dienst.
TETEROW: 3. Oktober 1990 von BM übernommen und zur kurzzeitigen Dienstleistung im Dienst belassen. September 1991 außer Dienst gestellt; Oktober 1991 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: Juli 1992 an Indonesien verkauft, dort 26. April 1994 als IMAN BONJOL (Kennung: 383) in Dienst.
GADEBUSCH: 3. Oktober 1990 von BM übernommen und zur kurzzeitigen Dienstleistung im Dienst belassen. 31. Dezember 1991 außer Dienst gestellt; Oktober 1991 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: Juli 1992 an Indonesien verkauft, dort 31. August 1984 als SILUS PAPARE (Kennung: 386) in Dienst.
GREVESMUHLEN: 3. Oktober 1990 von BM übernommen; beabsichtigte Indienststellung unter Kennung P 6164 nicht vollzogen (weil Werftlieger in Wolgast und Abbruch der Überholung). Von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben- Juli 1992 an Indonesien verkauft, dort 28. September 1984 als TEUKU UMAR (Kennung: 385) in Dienst

(Technische Daten 647 x 131 Pixel )

Typ/Schiffbau: Kleine UAW-Schiffe, seit 1984 als Küstenschutzschiffe 3. Ranges (KSS) bezeichnet, in der NATO zunächst mit Interimsbezeichnung BALCOM-4 erfaßt. Eigenentwicklung der DDR mit sowjetischer Importtechnik Projekt 133.1. Entwurf durch Peenewerft Wolgast ab Februar 1972, Baubeginn ab Herbst 1978. Konzipiert als Ersatz für Hai-Klasse; insgesamt 16 Einheiten gebaut. Beschaffungskosten: Nullserienschiff einschl. Entwicklung 101,1 Mio DM (Ost), Serienbauten je bis 56,36 Mio DM (Ost), gesamtes Programm 1972-85: 935,2 Mio DM (Ost). - Stahlbau aus sowjetischem Schiffbaustahl 09 G 24 in Längsspant-Flushdeckbauweise, nur Vorschiff genietet, sonst geschweißt; zehn Abteilungen. Aufbauten überwiegend aus Leichtmetall. Seitenhöhe ca. 7,00 m. L/B-Verhältnis ca. 7,7. Freibordhöhen vorn/achtem ca. 5,60/2,80 m.
Maschinenanlage: Motorenantrieb auf drei Wellen: drei - im zentralen Maschinenleitstand gesteuerte - (Brückensteuerung möglich) 56-Zylinder-Stern-Reihenmotoren-DM M 504 A-3 mit je 3493 kW (4744 PS). Außenwellen Fest-, Mittelwelle Verstellpropeller - Zwei Ruder - E-Anlage . kW.

Beispiel eines STERNMOTORS


(Wassergekühlter Viertakt- Dieselmotor in 6 x 7 = 42 Zylinder-Sternreihen-Bauart, Baujahr 1976) (Russischer Schnellboot Motor; 42-Zylinder Stern-Reihen-Motor des Basistyps M503) (42-Zylinder Stern-Reihen-Motor des Basistyps M503 + Modell schnelles Landungsboot) (42-Zylinder Stern-Reihen-Motor des Basistyps M503) (42-Zylinder Stern-Reihen-Motor des Basistyps M503)

Es handelt sich hierbei um einen 42-Zylinder Stern-Reihen-Motor des Basistyps M503. Weitere, noch heute gebräuchliche Modelle sind die 56-Zylinder Stern-Reihen-Motore der Basistypen M504 und M520.

Das Bild (1a) stellte mir freundlicherweise Herr Stefan Koschminder zur Verfügung, herzlichen Dank!
Linkseite über Sternmotor
Linkseite von Prof.Dr.-Jng.Stefan Zima in dem auch über diesen Sternmotor berichtet wird.

In den sechziger und siebziger Jahren wurden in der Sowjetunion Schnellboot-Viertakt-Dieselmotoren in Stern-Reihen-Bauweise mit sechs und acht 7-Zylinder-Sternen in größeren Stückzahlen gebaut. Diese 42- und 56-zylindrigen Motoren, Typ Tsch. NSP 16/17, weisen eine Reihe von konstruktiven Besonderheiten auf, wie die rollengelagerte Scheibenkurbelwelle oder die Abgasturbolaufladung im Verbund-Betrieb. Diese Motoren wurden im St.Petersburger Werk ZWEZDA gebaut.

Techn. Daten:

• 42 Zyl. 7-Stern / 6 reihig

• Bohrung: 160mm, Hub 170mm, Hubraum: 143.500 cm3

• 7 oben liegende Nockenwellen über Königswellen angetrieben, zentrale Steuerzeitverstellung

• 4 Ventile/Zyl., 168 Ventile betätigt durch Rollerkipphebeln, eine Nocke betätigt je ein Abgas- und Saugventil!

• Drehzahl max.: 2.500 min-1

• Drehmoment: ca. 15.000 Nm

• Leistung: ~4.500 kW

• Treibstoffverbrauch: 205 g/kWh, bzw. ca. 800 Ltr./h Diesel

• Direkteinspritzung 9-Loch Düsen, dezentrale Einspritzpumpen je Zyl. eine eigene, p ~ 1000 bar

• Turbocompound: l Stufe Axialturbine mit l Stufe Radialgebläse (p ~ 2,1 bar) gekoppelt mit Kurbelwelle über 3 parallele hydrodyn. Kupplungen.

• Druckluftstartsystem wirkt mit 150 bar Pressluft auf 2 Zyl. Banken (12 Zyl.)

• Abmessungen: 0 1.600 mm, l ~ 2.000 mm


Waffen: Schiff/Luft-FK SA-N-5 (NATO-Bezeichnung, sowjetisch Strela-2 M): zwei Vierfachstarter FASTA-4, 32 FK 0 Zwei 57-mm-K. L/80 in Doppelturm (sowjetische Bezeichnung AK-725); zwei 30-mm-Flak L/65 in Doppellafetten/ -türmen (sowjetisch AK-230) - vier elektrisch angetriebene 406-mm-Einzel-UTR (sowjetische Bezeichnung SÄT 40 UE) - zwei U- Wasserbombenwerfer 212 mm in 12fach-Lafetten (sowjetisch RBU-6000) - Wasserbomben.
Führungsmittel: Radar: Luftraumüberwachung (ein Strut Curve [sowjetisch MR-302]); Navigation (ein TSR-333) - Waffenleitelektronik: ein Muff Cob (NATO-Codename, sowjetisch Bars MR-103) - IFF: ein »High Pole-B« (NATO- Codename, sowjetisch Nikhrom) - ECM: zwei Watch Dog (NATO-Codename); zwei Düppelwerfer 81 mm (sowjetisch PK-16) - Sonar: ein MF-Rumpfsonar Bull Nose (NATO-Codename, sowjetisch MG-3221); ein Tauchsonar Foal Tail (NATO-Codename).
Ausrüstung: Ferngesteuerte Wasserbomben-Wurfanlage (Wasserbomben achtern unter Deck mit Wurfluken im Heckspiegel). Tauchsonargerät seitlich auszubringen und wegzufieren aus Kammer an der Steuerbordseite des Mittelschiffes.
Allgemeines: Während der gesamten Dienstzeit erhebliche Probleme mit den Antriebsmotoren (zeitweise wurde Einbau eines elektrischen Zusatzantriebes erwogen, aber nicht mehr realisiert).

(PARCHIM - I - Klasse- I - Klasse 824 x 333 Pixel )

(DDR-Buchhinweis  500 x 439 Pixel )

(Quellenverweis )

(Vorwort Teil 1 - 1039 x 1174 Pixel ) (Vorwort Teil 2- 1033 x 1161 Pixel ) (Vorwort Teil 3- 1035 x 1164 Pixel ) (Vorwort Teil 4 - 1039 x 1170 Pixel ) (Vorwort Teil 5 - 1041 x 1175 Pixel )

Bilder von DDR Schiffen

(Räumboot Typ SCHWALBE -  604 x 445 Pixel ) (MLR - Schiffe Typ KRAKE- 606 x 611 Pixel ) (Das Arbeitsdeck einer KRAKE- 416 x 349 Pixel ) (Küstenschutzschiff Projekt 50 - 569 x 292 Pixel ) (Klarmachen eines RBU zur Salve - 202 x 195 Pixel ) (U - Bootjäger Typ HAI vor Anker - 301 x 245 Pixel ) (U - Bootjäger Projekt 201 M läuft an zur Flottenparade - 603 x 257 Pixel ) (TS Boot Projekt 183 beim Auslaufen aus dem Stützpunkt - 623 x 285 Pixel ) (TS Boote greifen an - 407 x 416 Pixel ) (Reederschlepper legt an - 409 x 399 Pixel ) (Hochseetanker USEDOM im Stützpunkt- 628 x 276 Pixel ) (Aussetzen der Tauchglocke vom Bergungsschiff - 199 x 200 Pixel ) (Bergungsschiff OTTO VON GUERICKE im Atlantik - 623 x 510 Pixel ) (Flugsicherungsboot HUGO ECKENER zum Schluss Bergungsschiff - 516 x 381 Pixel ) (SPW rollt von Bord eines Landungsschiffes Typ ROBBE- 412 x 396 Pixel ) (Landungsboot nimmt Panzer an Bord - 621 x 283 Pixel ) (Chef der Volksmarine Admiral Wilhelm Ehm besucht ein Raketenschnellboot - 418 x 410 Pixel ) (LTS - Boot Projekt 63.300 dreht auf - 630 x 351 Pixel ) (Leichtes Torpedoschnellboot - 632 x 349 Pixel ) (Torpedoschnellboot BTK - 631 x 511 Pixel ) (MSR - Schiff zur Zwischendockung auf Slip - 473 x 724 Pixel ) (MSR - Schiffe auf Reede - 638 x 344 Pixel ) (KTS - Boot - 634 x 343 Pixel ) (Ein KTS - Boot wird vom Schwimmkran an Land gesetzt - 636 x 521 Pixel ) (Feierlicher Appell im Hafen der Flottenschule WALTER STEFFENS - 638 x 515 Pixel ) (Landungsschiffe beim Verbandsfahren - 623 x 348 Pixel ) (Das Schulschiff Wilhelm Pieck der Volksmarine im Hafen von Piräus, Juni 1984 - 638 x 351 Pixel ) (Küstenschutzschiff BERLIN kommt auf - 638 x 405 Pixel ) (Start einer Fla - Rakete vom Küstenschutzschiff ROSTOCK - 627 x 291 Pixel ) (Abend auf der Reede - 420 x 416 Pixel ) (Motorjacht OSTSEELAND auf Werftprobefahrt - 637 x 515 Pixel ) (Wasserung einer Mi - 14 PL - 415 x 348 Pixel ) (Turbinenhubschrauber Mi - 8 der Marineflieger im Anflug - 415 x 348 Pixel ) (Achtere 57 - mm - Doppellafette eines UAW - Schiffes - 632 x 717 Pixel ) (UAW - Schiff Typ PARCHIM einlaufend in einem Stützpunkt - 630 x 346 Pixel ) (Training am Luftlageplanschett auf einem UAW - Schiff - 353 x 351 Pixel ) (Hochseeversorger KÜHLUNG im Mittelmeer - 634 x 410 Pixel ) (Autodrehkran übergibt Torpedos - 630 x 351 Pixel ) (Auto mit Seezielraketen der Volksmarine - Feldparade - Abschluß Manöver Waffenbrüderschaft 80 - 632 x 351 Pixel ) (Der Tonnenleger BUK des SHD läuft aus - 636 x 348 Pixel ) (Das Seezeichenkontrollboot BREITLING - 634 x 341 Pixel ) (Das ehemalige Vermessungsschiff JORDAN - 415 x 337 Pixel ) (Der frühere Tonnen-und Kabelleger DORNBUSCH des Seehydrographischen Dienstes der DDR - 636 x 349 Pixel ) (Schulschiff WILHELM PIECK in der Biskaya - 350 x 415 Pixel ) (Das kleine Raketenschiff RUDOLF EGELHOFER der Volksmarine auslaufend zur Seeausbildung - 628 x 282 Pixel )

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Volksmarine der DDR Teil3

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