Schnellboote

SASSNITZ - Klasse

(Tabelle Schnellboote SASSNITZ - Klasse  650 X 124 Pixel )

Erste Erprobungen in See im August 1988 (bis September 1989). 3. Oktober 1990 von BM übernommen und zur Dienstleistung im Dienst belassen. 12. Juli 1991 außer Dienst gestellt; 2. Oktober 1991 an BGS (S). Ab Mai 1992 Umbau bei Peenewerft Wolgast zum BGS(S)-Patrouillenboot, 15. Mai 1993 als NEUSTRELITZ (Kennung: BG 22) wieder in Dienst gestellt.

(Tabelle Technische Daten Sassnitz - Klasse 652 X 171 Pixel )

Typ/Schiffbau: Schnellboot (VM-amtlich: Kleines Raketenschiff (KRS) innerdienstlich als Raketen-Artillerie-Schnellboot bezeichnet), Projekt 151 R bzw. 151 A (von NATO bis 1990 als BALCOM-10-Klasse bezeichnet). Initiiert aufgrund einer bei einem DDR-Besuch von Flottenadmiral der Sowjetunion Gor®shkov (sog.Maßnahme 79) beschlossenen gemeinsamen Entwicklung eines Nachfolgetyps für die sowjetischen FK-Schnellboote der Osa-Klasse (Projekt 205) unter anfänglicher Anlehnung an die sowjetischen Tragflügel-Ujäger der Muravey«-Klasse (Projekt 206-MR). Entwurfsbearbeitung aufgrund einer 1980/81 erstellten Studie des Instituts für Schiffbautechnik Warnemünde durch Peenewerft Wolgast ab Oktober 1982. Nach Planziel von April 1980 insgesamt 20 Einheiten vorgesehen (1989 reduziert auf 18 bzw. 16 bzw. zwölf und endgültig zehn) und Bauaufträge von der Sowjetunion auf 18 bis 20 Einheiten ab 1990 (und weiterer drei aus Polen) in Aussicht gestellt. - Stahlbau, voll geschweißt, Längsspant-Flushdeck-Sektionsbauweise; MES-Anlage, vorn Deckssprung; acht Abteilungen (sog. Zwei-Abteilungsschiff), extremer Leichtbau. Aufbauten aus Leichtmetall. Seitenhöhe 4,45 m. Verhältnis L/B = 7,3. Freibordhöhe vorn/achtem 3,60/2,50 m. Verdrängung leeres Boot/normal/Überlast 310/348/389 t. Beschaffungskosten je Boot 77,1 Mio DM (Ost) geschätzt. Gesamtbaukosten 925,2 Mio DM (Ost) geplant. Seeausdauer: fünf Tage.
Maschinenanlage: Motorenantrieb auf drei Wellen mit Festpropellern von je ca. 1,15 m Durchmesser, bestehend aus je einem Dieselmotor M-520 zu 3970 kW (5395 PSe) in zwei Motorenräumen (Seitenmaschinen im vorderen. Mittelmaschine im achteren Motorenraum, dazwischen Maschinenleitstand, drei Ruder im Propellerstrom - E-Anlage: zwei E-Werke mit je 2x128 kW und 1x mit 183 kW.
Waffen: Schiff/Luft-FK-Waffensystem SA-N-5 (NATO-Bezeichnung, sowjetisch Strela-2M): ein Vierfachstartgerät (FASTA-4), 16 FK (nicht mehr eingerüstet) - ein 76,2-mm-K. L/54 (sowjetisch AKA 176); eine 30-mm-Gatling-Flak sechsläufig (sowjetische Bezeichnung AK 630) - Vorgesehen als Hauptbewaffnung war das Schiff/Schiff-FK-Waffensystem SS-N-25 (NATO-Bezeichnung, sowjetisch Kg-35) mit 2x4 Startcontainern und acht FK; dieses Waffensystem wurde von der Sowjetunion nicht mehr ausgeliefert.
Führungsmittel: Radar: Überwasserrundsuche: ein Plank Shave (NATO-Codename, russisch Garpun); Navigation: ein SRN 443 MTA - Waffenleitelektronik: ein Bass Tilt (NATO-Codename; russisch Vympel MR 123) - IFF: ein High Pole-B (NATO-Codename, sowjetisch Nikhrom) - ECM: zwei Düppelwerfer FERAS 32-rohrig (VM-amtlich: Schiffsgeschoßwerfer SGW-3); ein Düppelgebläse SDG-1 (sowjetisch Svezdochka).
Ausrüstung: 360-kg-Buganker in Stevenklüse. Drei Rettungsinseln je zwölf Mann. Liquidvorräte: 58,75 t Kraftstoff bei Überlastverdrängung, dazu 1,2/3,2 t Schmieröl bei Voll-/Überlastverdrängung. Eine Tonne Wasser (bordeigenes Trinkwassererzeugungssystem).
Allgemeines: Im April 1990 trat die Sowjetunion aus der Gemeinschaftsentwicklung zurück und erklärte, keine Einheiten dieser Klasse in der DDR in Auftrag zu geben. Daraufhin im gleichen Monat Beschluß des DDR-Verteidigungsministeriums, fünf Einheiten wie geplant als FK-Schnellboote und die nächsten fünf als Artillerie-Schnellboote unter Abänderung des Entwurfs zum Projekt 151 A fertigzustellen. Dieser Beschluß wurde mit der Liquidation der DDR gegenstandslos. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich weitere sieben Boote im Bau und zwei in der Bauvorbereitung , dazu drei Boote für Polen.

(SASSNITZ - Klasse 916 x 456 Pixel )

Folgende E-Mail erreichte mich heute:
Hallo Richard!
Heute habe ich mal auf Deine Hompeage geschaut und ich muß sagen-Einfach Genial!!!- Da ich selbst von 74-76 in der 5.TSA auf dem Bug/Dranske war,finde ich Deine Zusammenstellung über die DDR-Volksmarine einfach Klasse.
Ich selbst fuhr auf der -854-unter Korvette E.Bahr und möchte alle Ex Schnellbootfahrer aus Dranske Grüßen.Vieleicht meldet sich mal jemand vom Boot 4.
Danke Stb.Matr.(Lotte)Lothar Hoch


Bei diesem Torpedoschnellboot der VM handelt es sich um die "FIETE SCHULZE" [854] des UdSSR-Projektes 206. Die russische Typ-Bezeichnung lautet BTK: Bol'shoy Torpednyy Kater - großes Torpedoschnellboot. Die Volksmarine übernahm 18 Stück von 1968-1971. Die auf dem Bild zu sehende "FIETE SCHULZE" [854] wurde am 20.10.1986 außer Dienst gestellt und danach verschrottet. Nur 6 Boote sind nach der Wende außer Dienst gegangen (und auch verschrottet worden). Alle anderen schon davor. Es ist richtig, dass alle Boote in der 6. Flottille in Dranske/Bug auf Rügen stationiert waren.

( Information von Olaf Pestow )

Minensuchboote

KONDOR - II - Klasse

(KONDOR - 2  - Klasse , Eilenburg M2674 ex 344 - ; 792 x 396 Pixel )

Das Bild stellte mir freundlicherweise Thomas Kirchgäßner zur Verfügung.
(siehe auch LINK-Seite, Homepage von Thomas Kirchgäßner)

(Eilenburg M2674 ex 344 liegt hier im Päckchen mit angetretenen Soldaten; 1000 x 649 Pixel )

Das Bild stellte mir freundlicherweise Jens Hoppe zur Verfügung.
Beschreibung des Bildes von Jens Hoppe: Das Bild wurde ungefähr im Februar des Jahres 1984 aufgenommen und zeigt die 4. MSRSA (Minensuch- u. Räumschiffabteilung) am Liegeplatz in Warnemünde bei Rostock. Ich habe es bei meiner Entlassung, im April 1984 bekommen. Die Eilenburg ist auf dem Bild ganz rechts zu sehen. Daneben liegt die 341 (Anmerkung Stokowski: 341=ORANIENBURG - Wurde im Juli 1992 an Indonesien verkauft; August 1993 an Bord des Schwerguttransporters TRANS SHELF nach Indonesien verschifft, dort als PULAU RUSO (Kennung:726) in Dienst). Auf der andere Seite der Pier die 346 (?) (Anmerkung Stokowski: 346=STRASBURG; war seit Oktober 1990 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben und wurde aber schließlich abgebrochen). Das Schiff ganz außen links - kenn ich leider nicht mehr mit Nummer.
In Warnemünde befand sich (oder befindet sich noch immer?) ein recht grosser Militärhafen und auch der Befehlsstab für die DDR-Volksmarine war m.W. dort untergebracht. Hier lagen auch die 2 Küstenschutzschiffe (die Berlin + Rostock) - kurz KSS, die größten, die der DDR-Marine unterstanden. Außerdem gab es noch etliche Raketenschnellboote und andere MSR-Schiffe (MSR kurz u. lang).
(siehe auch: - Zur Erinnerung - ,gleich unter dieser Zeile anklicken, das Herr Jens Hoppe zum Abschied erhalten hatte)

(Erinnerungs-Urkunde ausgestellt für Herrn Jens Hoppe 1000 x 649 Pixel )

(Tabelle Minensuchboote KONDOR II Klasse 638 X 320 Pixel )

Folgende vier Bilder stellte mir freundlicherweise der ehemalige SOM (Stabsobermeister), Funktechniker der 1.MAW-SA von 1984 - 1990 Herr Gerd Lorenz zur Verfügung.

(Minensuchboote KONDOR II Klasse;VM-Kennung 311; Deutsche Marine Kennung: M 2670;Name: Sömerda; Baunummer 89.244;  866 X 693 Pixel ) (Minensuchboote KONDOR II Klasse; Erste Kennung:313; Deutsche Marine Kennung: M 2669; Name: Tangerhütte; Baunummer 89.234;  866 X 693 Pixel ) (Minensuchboote KONDOR II Klasse trifft Segelschulschiff SEDOV  866 X 693 Pixel ) (Minensuchboote KONDOR II Klasse 866 X 693 Pixel )

BITTERFELD: Oktober 1990 von Bundesmarine übernommen zur kurzzeitigen Dienstleistung. Januar 1991 außer Dienst gestellt, aufgelegt, von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben. Juli 1992 verkauft an Indonesien; Ende August 1993 an Bord des Schwergut-Transporters TRANS SHELF nach Indonesien verschifft, dort in Dienst als PULAU RIMAU (724).
TANGERHÜTTE: l. Oktober 1990 außer Dienst gestellt. Vorgesehene Indienststellung für BM unter NATO-Kennung M 2669 wurde nicht vollzogen, 1991 von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben. Über belgischen Agenten nach Surinam verkauft, jedoch nicht rechtswirksam geworden, weil vom Außenwirtschaftsamt der Bundesregierung annulliert. Noch Juli 1995 als Auflieger in Peenewerft Wolgast liegend.
SÖMMERDA: Oktober 1990 von BM übernommen zur kurzzeitigen Dienstleistung bei WTD 71, außer Dienst gestellt, von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben. Juli 1992 an Indonesien verkauft; Ende August 1993 an Bord des Schwergut-Transporters TRANS SHELF nach Indonesien verschifft, dort in Dienst als PULAU RAIBU (728).
EISLEBEN: Oktober 1990 von BM übernommen zu kurzzeitiger Dienstleistung in Peenemünde. 10. Oktober 1991 in Neustadt/Holst. außer Dienst und über VEBEG an Uruguay verkauft als AUDAZ (Kennung: 34); Flaggenwechsel 11. Oktober 1991. 8. November 1991 in Neustadt/Holst, für Uruguay offiziell in Dienst gestellt.
EILENBURG: Oktober 1990 von BM übernommen zu kurzzeitiger Dienstleistung in Warnemünde. 10. Oktober 1991 in Neustadt/Holst, außer Dienst und über VEBEG an Uruguay verkauft als VALIENTE (Kennung: 32). Flaggenwechsel 11. Oktober 1991. 8. November 1991 in Neustadt/Holst, für Uruguay offiziell in Dienst gestellt. Am 05.August 2000 gesunken bei Kollision mit einem Frachter.13 Marinesoldaten kamen ums leben.
BERNAU: Oktober 1990 von BM übernommen zur kurzzeitigen Dienstleistung in Warnemünde. 10. Oktober 1991 in Neustadt/Holst. außer Dienst und über VEBEG an Uruguay verkauft als FORTUNA (Kennung: 33). Flaggenwechsel 11. Oktober 1991. 8. November 1991 in Neustadt/Holst, für Uruguay offiziell in Dienst gestellt.

(Tabelle Technische Daten Minensuchboote KONDOR II Klasse 654 X 132 Pixel )

Typ/Schiffbau: Minensuchboote (VM-amtlich: Minensuch- und Räumschiffe [MSR], ab 1984 Hochsee-Minenabwehrschiffe, Projekt 89.2, Eigenentwicklung der DDR (als Ersatz für die abgefahrenen MLR der Habicht- und Krake-Klasse); konzeptionell um ca. 5 m verlängerte Version der Kondor-I-Klasse (Projekt 89.1 als sog. 2. Bauausführung des Projekts 89 (innerdienstlich vielfach als MSR-lang bezeichnet). Entwurfsbearbeitung ab . Dezember 1968 durch Peenewerft Wolgast unter Anlehnung an einer 1967 vom Institut für Schiffbautechnik Wolgast erarbeiteten Projektstudie. Ab November 1969 Serienbau, insgesamt 30 Einheiten bis November 1973 - genau fünf Jahre (Jahresmittel 6 Einheiten)! - abgeliefert. Forschungs- und Entwicklungskosten 3,5 Mio DM (Ost), Gesamtbaukosten für komplette Serie 252 Mio DM (Ost) (Stückpreis ca. 8,7 Mio) - Stahlbau, geschweißt, Knickspanten im Vorschiff, neun Abteilungen. Seitenhöhe ca. 4,30 m. Verhältnis L/B - ca. 7,0. Freibord vorn/mittschiffs/achtern: 3,70/2,60/2,00 m. Seeausdauer: zehn Tage.
Maschinenanlage: Motorenantrieb auf zwei Wellen mit Verstellpropellern: zwei Zweitakt-V-12-DM Type 40 DM zu je 1840 kW (2500 PS) - Zwei Ruder - E-Anlage: fünf Dieselgeneratoren je 125 kW = 625 kW.
Waffen: Sechs 25-mm-Flak L/70 2M-3 M-110 in Doppellafetten - Minenzuladung möglich (ca. 35 m Gleise, zwei Heckwurframpen) - Teils Ende der 80er Jahre Schiff/Luft-FK-Waffensystem SA-N-5 - l Vierfachstartgerät FASTA 4 und acht FK - eingerüstet.
Führungsmittel: Radar: Seeraumüberwachung und Navigation: ein TSR-333 - IFF: ein High Pole-B (NATO-Codename, sowjetisch Nikhrom) - Sonar: eine hydroakustische Station MG 69.
Ausrüstung: Minenabwehr: Scherdrachengerät SDGR/L, Hohlstäbe HFG-13 bzw. HFG-24, akustische Räumgeräte AT-2 oder FRG 3 E, Minensuchgeräte MSG l S/Sp und MSG 2/Sp; zwei Hydraulikkräne zur Handhabung der Geräte - Vier Rettungsinseln je zwölf Mann, ein Schlauchboot als Arbeitsfloß - Zwei Buganker in Seitenklüsen -
Allgemeines: Ursprünglich stärkere Bewaffnung gegenüber Kondor-I-Klasse gefordert; untersucht wurden eine oder zwei 30-mm-Flak AK-230, die Entscheidung fiel zugunsten von drei 25-mm-Zwillingsflak. Hydroakustische Anlage empfindlich gegen Propellergeräusche; zur Geräuschdämpfung wird Luft in den Propellerstrom geblasen (erstmals erprobt auf WOLGAST, danach auf allen übrigen Einheiten eingeführt).Von der BM nach Außerdienststellung am l. Oktober 1990 übernommen, aber nicht in Dienst gestellt wurden 20 Einheiten

(KONDOR - II - Klasse 866 x 374 Pixel )

Folgende E-Mail erreichte mich von dem Signalmaat Obermaat a.D. Silvio Dietzel:


Hallo Herr Stokowski,


Beim aufräumen meines Zimmers habe ich noch etwas aus meiner Marinezeit auf dem MSRB " Eilenburg " 344 / M 2674 gefunden.

Unser Element 10/11


Dieses mußten wir damals komplett auswendig lernen.
So lange man diese nicht konnte und die dementsprechende Prüfung nicht bestand, gab es keinen Landgang.
Also gabs nur eins. Lernen , lernen und nochmals lernen.
Ich war von 89 bis 91 auf diesem Schiff , habe viele Vorposteneinsätze gefahren und war mit diesem Schiff als erstes Ostdeutsche Boot zusammen mit der Bernau 343/M 2673 in einem Westdeutschen Hafen zu Besuch. Die Zeit vermisse ich leider sehr. Vielleicht können Sie mit den Unterlagen was anfangen.
Mit Grüßen
Silvio Dietzel
Signalmaat Obermaat a.D.

Element 10 / 11


1. Taktisch Technische Daten

Deplecement :

als Räumboot : 476 t

als Minenleger : 484 t

als Überlast : 494 t

Voll : 506 tdw

Länge über alles : 56,52 m
Länge KWL : 53,00 m
Breite über alles : 7,76 m
Breite KWL : 7,50 m
Tiefgang Vorn : 2,48 m
Mitte : 2,37 m
Hinten : 2,40 m
Aktionsradius : ca. 1000 sm
Geschwindigkeit : 18 – 20 kn
Besatzung : 30 Mann
Max. Windstärke : 8 – 10
Max. Seestärke : 7 – 8

Hauptbewaffnung :

Räumanlage , Minen , Hydroakustische Anlage

Nebenbewaffnung :

3 x 25 mm Doppel Lafetten , Handgranaten , Handfeuerwaffen

Antriebsanlage :

2 Hauptmaschinen 2 x DM 40 je 2500 PS / 780 u/min

2 Schiffswellen mit Verstellpropellern ( mit 3 Flunken )

5 Hilfsdiesel 6 VD 14,5 mit je 108 PS mit Generator 60 Kw gekoppelt

Bordnetz 380 V Drehstrom

BÜ-Mittel an Bord :

Kommandantenanlage

Klingelanlage

MGF

Betriebstelefon

Wechselsprechanlage

Sprachrohr

Rohrpostanlage

Läufer , Klopftabelle


2. Zweckbestimmung des Schiffes

Sowie die Bauausführung

Schnelles Minensuch- und Räumboot

Eiseinsatz bis 15 cm geschlossene Eisdecke

bis 30 cm bei Krümeleis

Hauptaufgabe :

Minensuchen und Minenräumen

Nebenaufgaben :

Minen legen , Wasserbomben werfen , Vorposten- und Begleitdienst , Aufklärung , Bekämpfung von leichten Überwasserzielen und Flugzeugen

Fahrgebiet :

Ostsee , Nordsee , Ärmelkanal bis 61° n.B. , Sund und Beltzone bis zum engl. Kanal

Bauausführung :

Geschweißter Schiffskörper mit Schlingerkiel- 9 Wasserdichte Abteilungen- 8 Wasserdichte Querschotten- durchlaufendes Oberdeck ( Glattdecker )- Deckhaus mit offener und geschlossener Brücke- Gerader ausliegender Vordersteven- Spiegelheck- Pfahlmast- Balanceruder mit 2 Blätter-


3. Rettungsmittel an Bord

4 Rettungsflöße RF 12- 1 Schlauchboot- Rettungsringe , Kampfanzug See mit Schwimmweste- Rettungskragen-


4. Leckwehrmittel an Bord

Leckwehrbalken , -bretter , -keile , -kästen , -kissen , -stützen , -segel , -beutel


5. Brandbekämpfungsmittel an Bord

Wasserfeuerlöschanlage- Gasfeuerlöschanlage- Flut- und Berieselungsanlage- K- Schutzsprühanlage- Handfeuerlöscher ( Pulver , CO2 )-


6. Lecksicherheit des Schiffes

2 zusammen liegende Abteilungen können geflutet sein - 3 auseinander liegende Abteilungen können geflutet sein - außer Maschinenraum und E-Werk !!!!!-

Aufbau der Leckrufnummer :

1 Zahl : Abteilung -

2 Zahl : Lage des Raumes im Schiffskörper -
3 Zahl : Lage des Raumes in der Abteilung -

Aufbau der Rollennummer :

1 Zahl : Gefechtsabschnitt -

2 Zahl : Gefechtsstation -
3 Zahl : 1. bzw. 2. Mann der 1. oder 2. Wache -

7. Ausrüstung der Gefechtsabschnitte

GA 1 : Kreisel- , Elektrolytkompass mit jeweils 2 Töchter, Echolot , Funkpeiler Fahrt- und Kursschreiber , Ruderanlage , Fahrtmessanlage

GA 2 : 3 x 25 mm Doppel Lafette , Handfeuerwaffen , Kampfsatz
GA 3 : MSG 1 und 2 , HFG , AT 2 , FRG 3E , Kabel Leinen , Winden , Hebezeug , Fahrwasser Bojenausrüstung , Sprengmittel
GA 4 :
Chemie :
2 Anlagen EEA-200 , Kernstrahlungsmessanlage , KC-Sprühsystem , O2 Dosieranlage , Dosimeter , persönliche Schutzausrüstung
Funk : 2 KW sowie 2 UKW Stationen , 1 FSLs , FFA , 2 FAS 10 m S/A , 15 Draht
Funkmeß : TSR 333 , FFK
Hydro- : MG 69
Signal : 3 Scheinwerfer , 2 Vartalampen , XBO Scheinwerfer mit Vorsatzgerät , Infrarotanlage , 2 Flaggenstells , Lichtsignalanlage
Med. : MSP-K 12 ( 33 mal ) , Bordapotheke , persönliche Verbandsmittel
GA 5 : 2 Hauptmaschinen , 5 Hilfsdiesel , Haupt- und Hilfslenzsystem FSL u. GFSL , PDF , MES Anlage

8. Gefechtstationen

GS-1: vorderes Geschütz ; GS-2: Funkraum ; GS-3: Schleuse ; GS-4: Steuerstand ; GS-5: Funkmessstation ; GS-6: Kartenraum ; GS-7: Hydroakustischer Betriebsraum ; GS-8: Signalstand ; GS-9: E-Werk ; GS-10: Backbord Geschütz hinten ; GS-11: Steuerbord Geschütz hinten ; GS-12 : Maschinenraum ; GS-13: Hydraulikblöcke ; GS-14: Leitstand GA-3 ; GS-15: Achterdeck ; GS-16: Notruderstand ;

9. Rollennummer

Steuermann: I-6-1 ; Steuermannsgast: I-4-2 ; Ari Maat: II-11-2 ; 1. Ari Gast: II-1-1 ; 2. Ari Gast: II-10-1 ; Sperr Maat: III-15-2 ; 1. Sperr Gast: III-15-1 ; 2. Sperr Gast: III-15-4 ; 3. Sperr Gast: III-15-3 ; 4. Sperr Gast: III-15-6 ; Funk Gast: IV-2-1 ; Hydro- Maat: IV-7-1 ; Hydro- Gast: IV-7-2 ; Signal Maat: IV-8-2 ; Signal Gast: IV-8-1 ; FuM Gast: IV-5-1 ; Mot. Maat: V-12-1 ; 1. Mot. Gast: V- 13-3 ; 2. Mot. Gast: V- 13-3 ; Pumpen Gast: V-3-2 ; E-Maat: V-9-2 ; 1. E-Gast: V-9-1 ; 2. E-Gast: V-9-4 ; Koch: M-3-1 ;

10. Leckrufnummer

I-6-9: Rudermaschinenraum ; I-6-1: Farblast ; II-6-1: Ballastwasserzelle 1 5600 l ; II-10-9: Lasten ; II-10-10: Munitionslast GA III ; III-6-9: Frischwasserzelle 10750 l ; III-6-10: Süßwasserzelle 1350 l ; III-6-11: Treibölüberlaufbunker 5900 l ; III-10-2: Chemielast ; III-10-9: Räumgeräteraum ; III-10-10: Munitionslast ; IV-1-5: Seekasten ; IV-6-9: Maschinenraum ; IV-3-1: Motorenölvorratstank 2600 l ; IV-3-2: Altöltank 1300 l ; IV-3-3: Motorenölumlauftank steuerbord 1000 l ; IV-3-4: Motorenölumlauftank backbord 1000 l ; V-1-1: Treibölbunker 18150 l ; V-1-2: Treibölbunker 18900 l ; V-1-3: Treibölbunker 6400 l ; V-1-4: Treibölbunker 6270 l ; V-1-5: Seekasten ; V-6-9: E-Werk ; V-6-10: Z-Fahrstand ; V-10-2: Treibölverbrauchstank 1000 l ; VI-6-1: Hydroakustische Betriebsräume ; VI-6-2: Hydroakustische Betriebsräume ; VII-6-9: Lasten ; VII-10-9: Wohnraum ( Offiziere ) ; VII-1-2: Schmutzwasserzelle 620 l ; VIII-6-9: Munitionslast GA II ; VIII-6-10: Ballastwasserzelle 2 6000 l ; VIII-10-9: Mannschaftswohnräume IX-6-9: Ballastwasserzelle 3 3160 l ; IX-10-9: Bootsmannslast ;

11. Steuervarianten

Hauptvariante 1: Einzelhebelbedienung - (Steigung) Brücke (Drehzahl) Brücke;
Hauptvariante 2: Zweihebelbedienung - (Steigung) Brücke (Drehzahl) Z-Fahrstand
Nebenvariante 3: Einzelhebelbedienung - (Steigung) Z-Fahrstand (Drehzahl) Z-Fahrstand
Nebenvariante 4: Zweihebelbedienung - (Steigung) Z-Fahrstand (Drehzahl) Z-Fahrstand
Notvariante 5: Zweihebelbedienung - (Steigung) Brücke (Drehzahl) Maschinenraum
Notvariante 6: Zweihebelbedienung - (Steigung) Z-Fahrstand (Drehzahl) Maschinenraum
Notvariante 7: Zweihebelbedienung - (Steigung) Hydraulikblöcke (Drehzahl) Maschinenraum

12. Inhalt der Abteilungen

Abteilung I : Sperrlast , Rudermaschinen , Farblast , Kreiskolbengebläse , Notruderstand
Abteilung II : Kartoffel und Gemüselast , Munitionslast GA III Handfeuerwaffenhellegat , Balastwasserzelle 1
Abteilung II : E-Räume ( Ersatzteile GA V ) , Hydraulikblöcke , Chemielast Munitionslast GA II , Trinkwasserzelle , Süßwasserzelle , DK-Überlaufbunker , Hydraulikölvorratstank , Öltank und Motor für Leinenwinde , Wellenanlage mit Verstellölzuführung , Steuerröhre und Wellenbremse
Abteilung IV : 2 Hauptmaschinen , Vorschmier und Rückförderungspumpen , 2 Verdichter , Luftflaschenbatterie , FLS , MES-Umformer Altölpumpe , Motorenölpumpe , Umlauftanks , Seekasten , Altöltank , Motorenölvorratstank
Abteilung V : SHD , Lenz- , Kühlwasser- , DK-Pumpen , Bilgenentöler Starterbatterie , E-Boiler , Z-Fahrstand , DK-Bunker , Süß- und Seewasser Hydrophere mit Pumpen , Werkstatt , Treibölschleuder
Abteilung VI : Hydroakustischer Geräteraum 1 und 2 , Hydroschacht , Maaten-Deck , Fahrtmessanlage , Ausfahrschacht POU-18
Abteilung VII : Offiziersmesse , Kommandantenkammer , Offiziersschlafraum Offiziersarbeitsdeck , Meisterkammer , Kreiselraum , BA-Last Proviantlast , Schmutzwasserzelle , Kantine , Koffelast
Abteilung VIII : 17-Mann Deck , Munitionslast GA II , Ballastwasserzelle 2
Abteilung XI : Bootsmannlast , Kettenkasten , Motor für Ankerspill Ballastwasserzelle 3

13. Klingelzeichen

Gefechtsalarm: 30 Sek. Dauerton ; Luftalarm: 6 x Friedrich ; U-Bootalarm: 6 x Ulrich ; Atomalarm: 6 x Xanthippe ; Gasalarm; 6 x Berta ; Atom- , Gasentwarnung: 6 x Cäsar ; Entwarnung: 3 x Siegfried ; Teilw. Spezialbehandlung: 6 x Quelle ; Vollst. Spezialbehandlung: 6 x Wilhelm ; Feuer im Schiff: 15 x Ida ; Leck im Schiff: 6 x Ludwig ; Ruderversager: 6 x Richard ; Mann über Bord: 6 x Marta ; Bergerolle: 6 x Siegfried-Otto ;
Schiff klarmachen:
Zu Marsch und Gefecht: 6 x Viktor ; Ankermännisches An- und Ablegen: 12 x Anton ; Alle Mann achtern aus: 6 x Anton ;

Herzlichen Dank an den Signalmaat Obermaat Silvio Dietzel


TANKSCHIFFE

BASKUNCHAK - Klasse

(Tankschiffe BASKUNCHAK - Klasse 653 X 112 Pixel )

(Zeichnung Tankschiff USEDOM  969 X 592 Pixel )

(Tankschiffe BASKUNCHAK - Klasse - Hier Tankschiff USEDOM 984 X 441 Pixel )

l. Oktober 1990 offiziell außer Dienst gestellt, jedoch mit Sondererlaubnis in Dienst gehalten; August 1991 offiziell Wiederindienststellung, jedoch nicht mehr in Fahrt gebracht. März 1992 über VEBEG verkauft nach Abu Dhabi an Privat, dort als ALI VII in Fahrt.

(Tabelle Technische Daten Tankschiffe Baskunchak - Klasse  654 X 114 Pixel )

Typ/Schiffbau: Kleiner Brennstofftanker (VM-amtlich: Hochseetanker). Aus in der Sowjetunion 1959-68 für den zivilen und militärischen Bedarf gebauten Serie von Tankschiffen des Projekts 1545 (BASKUNCHAK-Klasse) stammend (Auftragsbau für DDR) - Stahlbau, geschweißt, Volldecker mit Backdeck und Poop, Vorsteven ähnlich wie auf Eisbrechern aufgekimmt;
. . Abteilungen, Seitenhöhe 5,30 m, Verhältnis L/B = ca. 6,4. Freibordhöhen vorn/mittschiffs/achtern ca. 6,40/1,20/6,40 m. Vermessung: 1750 BRT, 550 NRT; Tragfähigkeit 1660 t.
Maschinenanlage: Ein-Wellen-Motorantrieb: ein Skoda-DM 8 DR 43/61-VI zu 1471 kW (2000 PS) 0 Ein Ruder 0 E-Anlage: 325 kW.
Waffen: Mob-mäßig einrüstbar: zwei 37-mm-Flak L/63 V-ll-M in Doppellafette.
Führungsmittel: Radar: Seeraumüberwachung und Navigation: ein Don-2 (NATO-Codename).
Ausrüstung: Zuladung: 1530 t Flüssigvorräte (Dieselkraftstoff, Heizöl, Schmieröl, Wasser) zur Abgabe in See nur bei Längsseitsgehen - Drei Übergabestellen mit vier Pumpen (Leistung: 120 m3/h) - Zwei Kutter - Zwei Buganker.
Allgemeines: Ausgelegt für Fahrgebiet Unbegrenzte Fahrt, einsetzbar bis See/Wind 9/12. Hinter dem Schornstein mobmäßig zu errichtender Waffenstand.

(BASKUNCHAK - Klasse 1186 x 556 Pixel )

Gustav Koenigs - Klasse

(Tabelle Gustav König - Klasse 650 x 180 Pixel )

KÖLPINSEE: Ab Oktober 1990 von BM in Peenemünde genutzt, Dezember 1992 gestrichen, von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben; 22. Mai 1993 an Privat in den Niederlanden verkauft.
FLEESENSEE: Ab Oktober 1990 von BM genutzt (NATO-Kennung nicht äußerlich gezeigt). 6. Oktober 1994 außer Dienst.

( 652 x 119 Pixel )

Typ/Schiffbau: Binnentanker, aus für den Export bestimmter Serie ziviler Binnen-Motortankschiffen (Typ Gustav Koenigs) stammend, nach Groß-Plauer Maß (= internationale Standardgröße für den mitteleuropäischen Binnenwasserstraßen-Verkehr mit maximalen Abmessungen von 67 m Länge, 8,2 m Breite und 2 m Tiefgang) ausgelegt. Nur für Fahrgebiet Boddenfahrt zugelassen (für Verwendung in Küstengewässern Ausnahmegenehmigung erforderlich) - Stahlbau, ..Abteilungen (3-4?), Seitenhöhe ca. 2,30 m. Verhältnis L/B = ca. 7,8. Freibordhöhen vorn/mittschiffs/achtern ca. 2,00/ weniger als 1,00/2,00 m. Tragfähigkeit 860 t.
Maschinenanlage: Motorantrieb auf einer Welle: ein .. Zylinder-Viertakt-DM R 8 DV 148 von VEB Schwermaschinenbau Karl Liebknecht Magdeburg - Ein Ruder - E-Anlage: ... kW.
Waffen: Keine (?).
Führungsmittel: Radar: Nicht vorhanden.
Ausrüstung: Zwei Buganker , Masten umlegbar zur Passage von Brückenbauwerken.
Allgemeines: Verwendung als stationäre und (seltener) mobile Bunkerboote, auch für Entsorgungsmaßnahmen. Außer diesen beiden Einheiten übernahm die BM im Oktober 1990 noch drei weitere

(GUSTAV KOENIGS - Klasse -  962 x 192 Pixel )

Versorgungsschiffe

DARSS - Klasse

(Der Versorger DARSS im Februar 1991 in Wilhelmshaven 1552 x 472 Pixel )

(Tabelle DARSS - Klasse 644 x 274 Pixel )

DARSS: l. Oktober 1990 außer Dienst gestellt; Januar 1991 von BM in Fahrt gebracht für Versorgungsgüter-Transporte nach Leningrad. August 1991 außer Dienst gestellt, von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: 13. September 1991 verkauft nach Norwegen (Zivilreederei), dort als EIDE RESCUE-I in Dienst gestellt, 1994 umbenannt in MARPOL BALTIC
MÖNCHGUT: l. Oktober 1990 außer Dienst gestellt; Januar 1991 von BM in Fahrt gebracht für Versorgungsgüter-Transporte nach Leningrad. August 1991 außer Dienst gestellt; von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: 13. September 1991 verkauft nach Norwegen (Zivilreederei), dort als EIDE RESCUE-VI in Dienst gestellt. 1994 umbenannt in MARPOL GYDA III.
WITTOW: l. Oktober 1990 außer Dienst gestellt; Januar 1991 von BM in Fahrt gebracht für Versorgungsgüter-Transporte nach Leningrad. August 1991 außer Dienst gestellt; von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: 13. September 1991 nach Norwegen verkauft (Zivilreederei), dort EIDE RESCUE-III. Auflieger in Brevig bei Skien, Porsgrunn.
KÜHLUNG: l. Oktober 1990 außer Dienst gestellt; Januar 1991 von BM in Fahrt genommen für Versorgungsgüter-Transporte nach Leningrad. August 1991 außer Dienst gestellt; von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: 13. September 1991 nach Norwegen verkauft (Zivilreederei), dort EIDE RESCUE-II. Auflieger in Brevig bei Skien, Porsgrunn. 1995 umbenannt in STEINVAND.
WERDAU: l. Oktober 1990 außer Dienst gestellt. Januar 1991 von BM in Fahrt gebracht für Versorgungsgüter-Transporte nach Leningrad. August 1991 außer Dienst gestellt; von VEBEG zum Verkauf ausgeschrieben: September 1991 nach Norwegen verkauft (Zivilreederei), dort EIDE RESCUE-IV. 30. September 1991 im Schlepp aus Wolgast nach Norwegen. Auflieger in Brevig bei Skien, Porsgrunn.

(Tabelle Technische Daten DARSS- Klasse 648 x 112 Pixel )

Typ/Schiffbau: Hochseeversorger Projekt 602 (Eigenentwicklung der DDR nach operativ-taktischer Forderung von 1975 auf Erarbeitung eines Basisprojekts, anfänglich in Anlehnung an den [zivil genutzten] Kümotyp 499 [RECHLIN-Klasse] mit Modernisierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu den Varianten Meß- und Erprobungsschiff Projekt 603, Aufklärungsschiff Projekt 604, Werkstattschiff Projekt 605 und später noch Entmagnetisierungs-/Werkstattschiff gefordert, aber wegen Unerfüllbarkeit nicht weiter verfolgt, deshalb Entscheidung zu Neuentwurf mit variablen Auslegungsmöglichkeiten. Erste Pläne mit Ziel der Bauauftragseinholung von VEB Elbewerften Boizenburg-Roßlau erarbeitet, Aufträge jedoch aus Geheimhaltungsgründen (fertiggestellte Schiffe hätten via Hamburg in Nordsee/Ostsee überführt werden müssen) 1979 an Neptun-Werft erteilt. Herbst 1981 Baubeginn; sechs Schiffe bis Anfang 1984 abgeliefert, und zwar in den Varianten E= Hochseetransporter- und -versorger (vier Einheiten), P = Werkstattschiff (eine Einheit) und V = Versuchsschiff (eine Einheit). Kosten: Forschung und Entwicklung 8,1 Mio DM (Ost), Baukosten für Serie 138 Mio DM (Ost). - Stahlbau, eingeschränkt für Eisfahrt befähigt, voll geschweißt. Bugwulst, sieben Abteilungen. Länge pp. = 68,38 m. Doppelboden, Aufbauten aus Leichtmetall. Seitenhöhe 4,20 m. Verhältnis L/B = ca. 6,2. Freibordhöhen vorn/mittschiffs/achtern ca. 6,70/3,10/3,10 m. Leerverdrängung 1363 t. Vermessung: 800 BRT.
Maschinenanlage: Motorantrieb auf einer Welle (mit vierflügeligem Verstellpropeller von ca. 2,20 m Durchmesser in Kortdüse laufend) mit einem 12-Zylinder-Zweitakt-V-Diesel DM-40 zu 1470 kW (2000 PS) - Zwei Ruder (Jenckel-Ruder) - E-Anlage: vier Dieselgeneratoren je 147 kW = 588 kW.
Waffen: Mob-mäßig einrüstbar sechs 25-mm-Flak L/70 2 M-3 M in Doppellafetten.
Führungsmittel: Radar: Seeraumüberwachung und Navigation: ein TSR 333.
Ausrüstung: Zwei Laderäume für Stückgut und Container (Laderaum I: Inhalt 873 m3, Laderaum II: 867 m3) mit verschiebbaren Patentluken von je 14,80x9,20 m. Zusätzlich Tanks für Flüssiggüter. Gesamtnutzladung max. 878 t (außerhalb dei Ostsee: 672 t), darunter ca. 550 t Flüssigladung maximal. In den Laderäumen unterzubringen: 28 Container 20' oder drei Kühlcontainer + 18 Container 20 ' + vier Werkstattcontainer 15 ' oder im Laderaum I vier Kühlcontainer und zwölf EKPT, und im Laderaum II 248 Kleincontainer oder andere Variante oder in beiden Laderäumen Minen (100 UIM- oder 80 KMD-2 oder 100 KMD 2-500 oder 340 JAM) oder Wasserbomben (675 WB-B l oder 720 RGB-60) oder Torpedos (72 533 oder 400 mm) - Ein Bordwippkran mit Seefolgeeinrichtung 8 t. - Einrichtungen für Versorgung in Fahrt nach querab bis See max. 2-4 und 9 kn Fahrt und/oder nach achteraus bis See max. 5-7 und 10 kn Fahrt - Als Werkstattschiff mit 15-Werkstattcontainern ausgerüstet - Zwei Buganker in Ankertaschen.
Allgemeines: Ursprünglich Antrieb durch (zu dieser Zeit in der DDR noch in der Entwicklung stehenden) Dieselmotor 6 VD 36/30 AL-1 vorgesehen, aber abgelehnt u. a. aus Gründen zu hoher Kosten und nicht ausreichenden Erprobungszeitraumes; statt dessen Verwendung von instandgesetzten (!) Motoren sowjetischer Herkunft, die sich als sehr störanfällig erwiesen und wiederholt zu ernsthaften Problemen (Einschraubenschiffe!) führten. Installation neuer Motoren oder eines Hilfsantriebs wurde mehrfach erwogen, aber nie in Angriff genommen. Ein sechstes Schiff wurde von der BM nicht in Dienst gestellt.

(DARSS - Klasse - Klasse - 1356 x 636 Pixel )

(609x811Pixel 80 DPI)Offiziersschüler in Paradeaufstellung zum Jahrestag der DDR/ Militärparade in Berlin.

(609x811Pixel 80 DPI)Torpedoschnellboot ( Projekt 206 ? ) der G.Flottille in Dranske/Bug.

(933x816 Pixel 135 DPI)Das Segelschulschiff " Wilhelm Pieck " gehörte der Gesellschaft für Sport und Technik. Es war kein Bestandteil der Volksmarine und gehörte auch nicht der Offiziershochschule der Volksmarine in Stralsund.Der Heimathafen des Segelschulschiffes ist nach wie vor Greifswald - Wieck. Es fährt privatisiert bzw. vereinseigen.

(633x809 Pixel 80 DPI)Kotzt Du in Lee/ geht's in die See.Kotzt Du in Luv/ kriegst alles ruff.

(629x811 Pixel 80 DPI)Schiffsgefechtsübungen/ hier Besetzen und Verlassen der Rettungsinsel.

(633x811 Pixel 80 DPI)Silhouette von Stralsund. Ehemaliges Fahrgastschiff " Fritz Heckert ". Es kam aber nie zum Einsatz für den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund der DDR/ da vermutlich schon bei der Jungfernfahrt das Getriebe zwischen Gasturbine und Antriebswellen beschädigt wurde und nicht reparabel war. Das Schiff lag dann über Jahre im Stadthafen von Stralsund und diente als Unterkunft für Werftarbeiter.

(633x808 Pixel 80 DPI)TS Boot auf Gefechtsfahrt

(943x828 Pixel 80 DPI)Offizeirsschüler drittes Studienjahr auf Ausbildungsfahrt. In der Mitte ein Lehroffizier zur Lehrfrage (!): astronomische Navigation ! Rührt Euch !!!!!!!

(632x809 Pixel 80 DPI)In den Lehrkabinetten der Offiziershochschule der Volksmarine.

(634x808 Pixel 80 DPI)Motorschulschiff der Volksmarine S 61. Ein echtes Prachtstück polnischer Schiffbaukunst:
- Bewaffnung aus der Sowjetunion
- Dieselgeneratoren aus der BRD
- Hauptmaschinen : Schweiz
- Navigationsanlagen: DDR, Sowjetunion und vermutlich Großbritanien
- Klimaanlage: vermutlich Skandinavien.
Dieses Schiff war prompt in der Lage/ schon bei geringem Seegang zu schlingern und zu stampfen. Es gab ein Putzmittel "SIDOL" zum Messingputz. Demzufolge war die Schiffsnummer wie folgt zu interpretieren: S SIDOL/ 6 sechs Offiziersschüler und l eine Flasche ( des genannten Putzmittels). In der Hackordnung standen die Offiziersschüler ganz weit unter dem jüngsten Matrosen der Stammbesatzung.

(1030x1285 Pixel 150 DPI)Neptuntaufe/ wurde gern als kulturpolitische Maßnahme deklariert

(937x824 Pixel 80 DPI)Einholen einer Trageboje eines Kontaktminen-Räumgerätes auf einem Projekt 89.2 UR (Umrüster).

(632x811 Pixel 80 DPI)Scherboje eines Kontaktminen-Räumgerätes. Diese Bojen hatten eine hydraulische Steuerung/ um eine vorher programmierte Räumtiefe zu finden und zu halten. Die Scherbojen spreizten das Räumgerät auf eine fest eingestellte Räumbreite/ die sich nur durch die Geschwindigkeit des Schiffes leicht änderte.

(605x809 Pixel 80 DPI)Übungsankertaumine beim Beladen auf das Achterdeck des Projekt 89.2l! Deutlich sind die Minenschienen auf dem Achterdeck zu erkennen. Minenlegen war eine Nebenaufgabe der Hochsee-Minensuch- und Räumschiffe.

(597x811 Pixel 80 DPI)89.2 aus der Vogelperspektive und beim Räumeinsatz.

(629x808 Pixel 80 DPI)UAW-Schiff Projekt 12.4 beim Schießen mit reaktiven Wasserbomben.

(629x812 Pixel 80 DPI)UAW-Schiff Projekt 12.4 beim Schießen mit reaktiven Wasserbomben.

(630x811 Pixel 80 DPI)Kampftaucher beim Abspringen vom KTS - Kleines Torpedoschnnellboot.

(630x811 Pixel 80 DPI)Raketenschnellboot Projekt 205 (?) auf Gefechtsfahrt.

(923x814 Pixel 135 DPI)Der Kommandant eines KTS mußte beim An - und Ablegen durch eine Luke sein Manöver leiten und mit den Füßen das Ruder bedienen.

(627x811 Pixel 80 DPI)Die KTS waren mit einer 23 mm - Zwillingsflak zur Hubschrauberabwehr bestückt.

(851x531 Pixel 80 DPI)Der große Schacht mittschiffs des U-Jäger Hai war kein Abgasschacht. Es war ein Luftansaugschacht für die Gasturbine/ welche der Hauptantrieb des Schiffes zum schnellen Heranführen des U-Jägers an das U-Boot war. Die Gasturbine entstammte dem DDR-Flugzeugbau. In Dresden wurde ein Passagierflugzeug mit Strahltriebwerken gebaut. Leider kam dieses Flugzeug nicht über das Entwicklungsstadium hinaus. Als ein Prototyp abstürzte/ wurde das Projekt Typ 152 (?) eingestellt. Es gibt noch heute viel Geheimnis und Zweifel an diesem Flugzeug. Der Grundtenor ist wohl, daß die Sowjetunion nicht mit der Entwicklung einer modernen und fortschrittlichen Flugzeugindustrie in der DDR einverstanden war. Somit behinderte die SU die Entwicklung wohl-wo es nur ging.

Volksmarine der DDR Teil 1

Volksmarine der DDR Teil3

Volksmarine der DDR Teil 4

zur Marinehauptseite

Homepage Richard Stokowski
Startseite

Gästebuch
E-Mail