U-BOOT

Folgende Beiträge brachte mir freundlicherweise die Tochter Julia Weitzel mit, deren Vater (Jörgen Weitzel) mit mir auf dem Minentransporter Sachsenwald zur See gefahren war.

Dienstag den 22.Oktober 2002

Hamburger Taucher haben in der Nordsee das im Ersten Weltkrieg versenkte Boot identifiziert.

Scheinwerfer flammten auf, 40 Meter tief auf dem Grund der Nordsee fraßen sich die Lichtkegel durch pechschwarze Dunkelheit. Dann sahen die Taucher ihn zum Greifen nah: den Propeller des englischen U-Boots E-10. Vor 87 Jahren, am 18. Januar 1915 war das Schiff mit 31 Mann Besatzung zehn Seemeilen westlich von Helgoland gesunken. Versenkt von einer deutschen Seemine. Sie hatte ein 150 mal 100 Zentimeter großes Loch in den Ballasttank auf der Backbordseite gerissen. Das Boot sank wie ein Stein, keiner hatte eine Überlebenschance. "Es war ein bewegender Moment", sagt Expeditionsleiter und Taucher Sascha Kellersohn (32).
Zusammen mit seinem Team hat er das Wrack, das vor fast genau einem Jahr bei der Suche nach dem U-Boot E-16 entdeckt worden war, nach langen Recherchen jetzt identifiziert.
Diesmal hatte die "Wega", ein Wracksuchschiff des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, das Taucher-Team auf einer Vermessungsfahrt mitgenommen und zur Unglücksstelle gebracht. "Das Wrack war bereits kartiert, aber niemand wusste etwas darüber", erklärt Kellersohn. Videoaufnahmen vom damaligen Tauchgang zeigten, dass es ebenfalls ein U-Boot der englischen E- Klasse sein musste. Nur noch eins dieser Boote wurde in der deutschen Nordsee vermisst. Die E-Klasse wurden im Ersten Weltkrieg im Seekrieg gegen Deutschland eingesetzt. Insgesamt 52 Boote dieser Klasse liefen in den Jahren 1910 bis 1918 in England vom Stapel. Ihre Reichweite: 3000 Seemeilen. Ihre Waffen: fünf Torpedorohre.
Die erfahrenen Taucher wussten, wonach sie suchen mussten. Der Beweis stand auf dem von Seepocken übersäten Steuerbord-Propeller, in einer Lücke zwischen den Blättern: 431, die Produktionsnummer.
Am 29. Dezember 1913 war E-10 bei der Vickers-Werft in Barrowin-Fumess vom Stapel gelaufen.
"20 Minuten brauchten wir, um die Nummer freizukratzen, dann hatten wir Gewissheit", erzählt Kellersohn.
Fast unversehrt, wie geparkt, liegt das 54 Meter lange und sieben Meter breite Wrack mit 15 Grad Neigung auf dem Meeresgrund. Die Taucher schwärmten aus, umrundeten das Wrack. Nur der Turm war von Fischernetzen abgerissen worden, der Propeller verbogen, die Torpedoluken sind immer noch weit geöffnet wie am Tag des Unglücks . „Wir konnten den zweiten Steuerstand für eins der hinteren Tiefenruder erkennen - die gesamte Szenerie hatte etwas Mystisches", beschreibt Kellermann die Eindrücke.
Es war der 2. November 1914, als Lieutenant Commander William St. J. Fraser von der 8. U-Boot- Flottille in Harwich auf E-10 zusammen mit den Booten D-3 und D-5 in Richtung Helgoland auslief. Nur drei Tage später spürte die deutsche Marine die Boote auf. D-5 lief bei der Flucht auf eine Mine und sank mit allen Männern an Bord, die beiden anderen Boote entkamen. Im Gebiet von Yarmouth vor Helgoland angekommen, war E-10 Teil des Zerstörungsplans mit dem Codenamen „Plan J": Britische U-Boote sollten den Raum zwischen Borkum und den Horn Reefs kontrollieren.
Dann geschah es:
Am 18. Januar 1915 änderte E-10 während einer Patrouillenfahrt die Richtung, drehte ab auf Kurs Süd. Dann brach jeder Kontakt ab. E-10 blieb verschwunden, sein Schicksal ungewiss.
Bis zur vergangenen Woche. "Der Schaden am Ballasttank lässt eindeutig auf eine Seemine schließen", sagt Kellersohn. Das Ergreifende: "Es ist das besterhaltene U-Boot-Wrack aus dem Ersten Weltkrieg in der Deutschen Bucht. Es liegt da wie unberührt." Für die englischen Behörden bedeutet die Identifizierung den Abschluss eines weiteren Kapitels Englischer Kriegsgeschichte. Die Royal Navy, bis heute juristische Eigentümerin des Wracks, hatte Kellermann und seinem Team die Erlaubnis zum Tauchgang gegeben. Unter einer Bedingung: "Wir durften nicht hinein. Das Seemannsgrab soll respektiert werden."


Bilder können bestaunt werden auf der Homepage von Sascha Kellersohn

Erlebniswelt U-Boot

H.M.S. OTUS

Das U-Boot Museum im Stadthafen Sassnitz

H.M. Submarine OTUS

Tauchen Sie in die Tiefen Ihrer Fantasie und erkunden Sie die einzigartige Welt des Unterseebootes.

Während des kurzen Aufenthalts in der Volkswerft Stralsund wurde OTUS von außen überholt und bekam einen neuen Anstrich in seiner Originalfarbe.

Her Majesty`s Submarine OTUS,

ein U-Boot der britischen Oberon-Klasse,

hat 28 Jahre lang im ersten U-Boot-Geschwader der Royal Navy seinen Dienst versehen.

Technische Daten:

Herkunft: Großbritannien

Indienststellung: 1963

Abmessung: 90,7 m X 8,1 m

Tiefgang: 4,50 m

Geschwindigkeit: getaucht: 17,5 kn

Reichweite: 6.000 sm bei 10 kn

Antrieb: 2 Diesel-Elektromotoren

Tauchtiefe: bis 300 m

Verdrängung: getaucht: 2.410 t

H.M.S. OTUS war mit 68 Mann Besatzung vor den Falkland Inseln und im Persischen Golf im Einsatz.

(U-Boot OTUS: Aussendecksebene; 895 x 570 Pixel )

Das britische U-Boot OTUS der Oberon-Klasse wurde 1963 von der Royal Navy in Dienst gestellt.


Als Nachfolger der Porpoise-Klasse wurde die Oberon-Klasse 1959-1967 gebaut. Äußerlich war sie mit ihren Vorgänger identisch, unterschied sich aber im Inneren. Dazu gehörte die Schalldichte der gesamten Ausrüstung, damit sie leise lief, und der Einsatz hochwertigen UKE-Stahls für den Druckkörper, um eine höhere max. Tauchtiefe von bis zu 300 m zu erreichen. Der Turm und die Aussendecksverkleidung wurden aus leichten Materialien hergestellt. Die OTUS erhielt einen Turm aus Aluminium und eine Aussendecksfläche aus Glasfaser-Laminat, die als Abdeckung der zwischen Druckkörper und Decksfläche liegenden Aggregate dient. Der lange, zylindrische Einhüllen-Druckkörper gestattet eine Ein-Deck-Anordnung mit der zentral gelegenen Operationszentrale.


Die Boote der Oberon-Klasse bilden in der Royal Navy weiterhin den Standart für geräuscharmes Operieren, der nur von den jüngsten Atom U-Booten übertroffen wird. Batterien vom amerikanischen "Guppy"-Typ kamen zur Anwendung. Sie befinden sich in zwei Batterieräumen mit je 224 Batteriezellen und sind in Reihe geschaltet, um für kurze Sprints mit max. 17 Knoten 880 V liefern zu können.


Insgesamt dienten 13 Einheiten dieses Typs in der Royal Navy, weitere 14 Boote wurden für die Länder Kanada, Australien, Brasilien und Chile gebaut.

(U-Boot H.M.S.OTUS-Oberon Class; 1084 x 485 Pixel ) (U-Boot OTUS: Querschnitte; 1077 x 255 Pixel )

Antriebs + Energieanlage

Hauptmaschine Dieselmotor insg.3680 PS - 2 Stck.

Hauptmaschine Elektrogenerator 6000 PS - 2 Stck.

Batteriezellen - 440 Stck liefern zusammen max. 880 Volt

Elektronik

Aktiv und Passiv-Abtastsonar

Radar

Funkpeilgerät

Kurzwellensender

Hydroakustische Anlage - Funkpeiler

Bewaffnung

Torpedo - MK-24 Tigerfish seit 1974 21 Stck.

Länge: 6,7 m

Reichweite: 11000m

Geschwindigkeit 40 kn/h

Torpedokaliber: 533 mm

1 Knoten=1,853 km/h


Durch Anklicken der beiden Bildchen können diese groß betrachtet werden und die genaue Beschreibung gelesen werden.

(U-Boot OTUS; 895 x 570 Pixel ) (Beschreibung der OTUS; 960 x 1366 Pixel )


(Stadtplan-Sassnitz; 800 x 567 Pixel )


Durch Anklicken des Bildes kommen Sie direkt auf die Homepage des U-Boots Museum im Stadthafen Sassnitz

(Homepage des U-Bootsmuseums in Sassnitz.)


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