Verschiedene Schiffstypen der Deutschen Marine


Teil 1


Hier finden Sie Bilder und Textbeiträge von folgenden Schiffen der Deutschen Marine:

Zerstörer LÜTJENS Fregatte KÖLN THETIS WILHELM BAUER U-9 + U-10 OZELOT / ZOBEL-Klasse LINDAU FRAUENLOB LABOE / Hameln-Klasse BAUMHOLDER
D 185
F 211
Flottendienstboot
U-Boot
U-Boote
Schnellboot
Minenjagdboot
Binnenminensuchboot
Minensuchboot
Sicherungsboot


ZERSTÖRER " LÜTJENS " ( D 185 )
Ablieferung durch Bauwerft ( Bath Iron Works Baunummer DDG 28 ) 12. März 1969. Indienststellung in Boston. Einlaufen Kiel 9. Dezember 1969. Mit Indienststellung: 1. Zerstörergeschwader. Am 21. Januar 1970 in der Kieler Förde Kollision mit Fahrwassertonne, mittlere Schäden.
Genaue Beschreibung siehe Zerstörerseite Bild 25-29 und Bild 32.



FREGATTE " KÖLN " ( F211 der Bremen Klasse 122 )
Überführung zu Bremer Vulkan 19. Dezember 1982. Werftprobefahrt 28. und 29. Februar 1984. Abschluß Funktionsnachweis See 17. Juli 1984. Übernahme durch BWB am 26. September 1984. Mit Indienststellung: 4. Fregattengeschwader, ab 1. Oktober 1988: 2. Fregattengeschwader.
Genaue Beschreibung siehe Fregattenseite Bild 36 + 37 und Bild 51 - 61.



Hier sehen Sie das Flottendienstgeschwader mit den Booten THETIS, HERMES, NAJADE, TRITON, und THESEUS während eines Manövers im Juni 1966 an der Pier in Kristiansand / Norwegen.
Die Boote wurden nach Gestalten der griechischen Mythologie benannt. Alle Namen wurden auch schon von früheren deutschen Kriegs - und Hilfskriegsschiffen geführt. NAJADE wurde als Arztboot konzipiert und erhielt vor der Vorkante Brücke einen als Lazarett dienenden Vorbau. Die dabei den anderen Booten unverkennbar hohe Brücke wurde im Marinejargon auch als "Eigernordwand" bezeichnet. Ursprünglich waren diese Fahrzeuge als Torpedofangboote vorgesehen, die in Zusammenarbeit mit den Zerstörern der HAMBURG - Klasse und anderen Einheiten deren geschossene Übungstorpedos einfangen, an Bord nehmen, lagern und warten sollten. Zum aufnehmen diente der Mittschiffs befindliche Kran, zur Lagerung der Torpedos das freie Mitteldeck, auf dem ein Rack für zwölf Torpedos aufgestellt werden konnte. Es gab zwei Torpedoklarmachräume. Da die Boote sich wegen ihrer relativ hohen Bordwand, insbesondere bei bewegter See, als untauglich zum Torpedofangen erwiesen, ging man schließlich dazu über, sie zu U-Jagdbooten umzufunktionieren. Dazu erhielten sie aktive und passive Sonaranlagen, die Elektronik wurde verbessert, die Zahl der UTR verdoppelt, eine Operationszentrale ( OPZ ) eingebaut, und schließlich kamen der Kran und die Beiboote von Bord. Ein in den 70er Jahren geplanter Austausch der 40 - mm - Flak gegen eine 76 - mm - OTO - Melara wurde nicht realisiert. Als Kuriosum ist zu verzeichnen, daß man bei der Ausrüstung der THESEUS mit den vorgefertigten Teilen feststellte, daß der Bootskörper um eine Spantbreite zu kurz war. Das wurde später angeglichen. TRITON und THESEUS wurden in Kiel an der Pier liegend zu verschiedenen Zeiten je einmal von einem anlaufenden Zerstörer der FLETSCHER - Klasse (ZERSTÖRER 1 - ZERSTÖRER 6 ) im Achterschiff gerammt ( Konsequenz: z.B. hängte man auf der TRITON bei Annäherung einer dieser Zerstörer ein Schild ans Heck, Aufschrift " hier ist hinten ". Zwei weitere geplante Boote dieses Typs, in den 60er Jahren als Flugsicherungsschiffe vorgesehen, wurden nicht gebaut.Nach Verlegung in den Ostseebereich wurden die Boote vorwiegend für die dort befindlichen Marineschulen abgestellt.
Typ / Schiffbau: U-Jagdboote, bis 15.April 1974 Flottendienstboote, Klasse 420 ( ex Torpedofangboote, Groß, Typ A, TF 1 - TF 5 ) erbaut nach Entwürfen von 1958 / 59. Baukosten je 16 Mio DM. Stahlbau ( XII Abteilungen ), Knickspanten im Vorschiff, Spiegelheck, Leichtmetallaufbauten, ABC - Schutz, Seitenhöhe 4,9 m. Vermessungen: THETIS 668,81 BRT; 163,44 NRT, NAJADE 686,92 BRT; 176,38 NRT, die übrigen 668,77 BRT; 163,58 NRT.
Maschinenanlage: Zwei MAN - Viertakt - 16 - Zylinder - Dieselmotoren je 3000 PS / 2200 kw mit Untersetzungsgetriebe. E - Anlage: Vier Dieselgeneratoren je 172 PS / 127 kw / 108 kw / 135 kVA. Zwei dreiflügelige KAMEWA - Verstellpropeller je 2,4 m Durchmesser. Zwei Ruder.
Waffenanlage : Eine 40 - mm - Flak L / 70 in Doppellafette. Vier 375 - mm - U - Jagd - Raketenwerfer Bofors in Vierergruppe. Ab 70er Jahre vier 533 - mm - UTR - Einzelrohre. Düppelwerfer WOLKE, HOT DOG gegen Infrarot - FK. Minenzuladung möglich. Wasserbombenablaufbühnen.
Führungsmittel: Navigation mit Funkpeiler, Radar KH 14 / 9, ab Ende 60er Jahre zusätzlich TRS - N ; ECM: ARBR / ARBA 10; Sonar: 1 B V 2, ab Ende der 60er Jahre modifiziert; Waffenleit: SE 40, OGR 7 ; 9 AU für U - Jagdraketen, M 9 / 3 für Torpedos.
Ausrüstung: Anfangs THETIS eine Motorjolle, ein Motorkutter, alle anderen eine Motorjolle. Fünf Rettungsinseln, Schlauchboote. Zwei Buganker in Decksklüsen. Der ursprünglich auf dem Mitteldeck stehende 2 - t - Kran wurde in den 70er Jahren abgebaut. MES.



WILHELM BAUER am 28.November 1980 einlaufend Marinearsenal Wilhelmshaven zur Außerdienststellung.
Kriegsmarine: 24. Februar 1945 i.D. als U 2540 für 31. U-Flottille. 3. / 4. Mai 1945 Nähe FLENSBURG - FEUERSCHIFF durch alliierte Jagdbomber versenkt. Nach Hebung im Jahre 1957 ab 3. November 1958 bei Howaldtswerke Kiel überholt. Während dieser Zeit Bezeichnung WAL, allgemein auch als " Fischers Baby " bezeichnet ( nach dem ersten Leiter der Unterabteilung Schiffstechnik im BMVg, der sich große Verdienste um den neuen deutschen U - Bootbau erworben hat ). Nach ersten Überlegungen hinsichtlich des Umfangs der Wiederherstellung, ob Urzustand oder Umbau / Umrüstung, kam von seiten des ehemaligen Chefs K II U im OKM, Dipl. - Ing. Oelfken ( zuletzt Direktor bei AEG ), der Vorschlag, das Boot in wesentlichen Teilen zu verändern. Das kam der WEU sehr entgegen, überwachte diese doch die Einhaltung der von seiten der Bundesrepublik eingegangenen Verpflichtungen einer Tonnagebegrenzung. Grundsätzlich erteilte die WEU jedoch - mit Auflagen - die Genehmigung, das Boot für Marinezwecke wieder herzurichten. Auftrag an die Howaldtswerke Kiel am 10. Oktober 1958, die Arbeiten begannen am 3. November 1958. Das Boot wurde zum Versuchs - und Erprobungsträger umgebaut. Die Ausarbeitungen dafür lagen in den Händen des IKL (Ingenieur Kontor Lübeck mit seinem damaligen Chef Professor Gabler) , das Projekt führte die Bezeichnung IK 12.
Mit Indienststellung: Schiffserprobungskommando ( SEK ) und im Verband des Kommandos der Amphibischen Streitkräfte, jedoch Abstellung zur Marineunterwasserwaffenschule und zur Marinewaffenversuchsstelle. Ab 1. Dezember 1962: Unterseeboot - Lehrgruppe. 26. April 1970 a.D. ( 84 ) : Großer Umbau bei Blohm & Voss, Hamburg. 20. Mai 1970 i.D. ( 344 ) für Erprobungsstelle 71 der Bundeswehr, jetzt nur noch für Versuche und Erprobungen. 27. April 1976 Kollision mit LÜTJENS. Beschädigungen im Bereich des Kraftstoffbunkers II und der Tauchzelle I an Stb. Nicht mehr voll fahr - und tauchfähig. 18. November 1982 Überführung ins MArs Wilhelmshaven, ab 28. November aufgelegt. 15. März 1983 a.D., später Abgabe an Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven. Dort nach Herrichtung bei der Halo - Werft Bremerhaven als Technikmuseum liegend.
Völlig im Gegensatz zu dem Deutschen Reich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg auferlegten Bedingungen: absolutes Verbot für Besitz und Bau von Unterseebooten, wurde der Bundesrepublik Deutschland mit ihrem Beitritt zur NATO der Bau von Unterseebooten zugestanden. Ihre Größe war allerdings vorgeschrieben. Bis ein völlig neuer U - Boottyp entworfen und gebaut war, gingen noch viele Monate ins Land. Die Lücke bis zum Zulauf dieser neuen Boote schlossen bei Kriegsende versenkte, gehobene und wieder hergestellte Boote von zuletzt bei der Kriegsmarine eingesetzten Typen: XXI und XXIII. Sie erhielten Namen WILHELM - BAUER, HAI und HECHT. Und ein weiteres Boot, eines noch älteren Typs, wurde an die Bundesrepublik zurückgegeben. Es kam von Norwegen, lag lange Zeit im Marinearsenal Kiel und wurde - da die Norweger eine Verschrottung untersagt hatten - schließlich wieder hergestellt, dem Deutschen Marinebund übergeben und dann als Denkmal vor dem Marineehrenmal Laboe aufgestellt. Es war U 995 und gehört zum Typ VII C.
Allgemeines zum U-Boot WILHELM BAUER: das Boot wurde nach dem Ingenieur Wilhelm Bauer benannt, der sich seit etwa 1849 intensiv mit der Konstruktion von Unterseebooten befaßte. Das Boot stellte nach Wiederherstellung nicht als Kampfboot i.D., sondern wurde zur Schulung und für Versuche benutzt. Für diese Zwecke erhielt es nicht nur eine neue Antriebsanlage, im Verlauf kleinerer und größerer Umbauten wurde der Turm mehrfach geändert, insbesondere durch den Einbau immer neuer Sonaranlagen. Der Antrieb entsprach zuletzt dem der neuen Klasse 201. Für Erprobungszwecke gab es unter der Klasse 242 ein Objekt mit der Bezeichnung U 3. Hierbei handelte es sich vermutlich um das ehemalige U - Boot U 3 der Klasse 201, das nach seiner Außerdienststellung für Erprobungen und Versuche verwendet wurde, z.B. Ansprengversuche, Druckerprobungen im Druckdock u.a.m.
Nachdem WILHELM BAUER als Erprobungsboot für die Unterwasserkampfführung a.D. gestellt hatte, kam es 1984 - gewissermaßen als Ersatz - zum Ankauf eines ausgemusterten schwedischen U-Bootes, der VALEN, einem Boot der in den 50er Jahren erbauten HAJEN-Klasse: Kiellegung 1953, Stapellauf 24. April 1955, i.D. 4. März 1957, a.D. 1978. Bei einer Überwasserverdrängung von 785 ts und Unterwasserverdrängung von 1000 ts ist es 66 m lang, 5 m breit und lag 4,5 m tief im Wasser. Die Armierung bestand aus vier 533 - mm - Bug - TR, die Maschinenanlage aus zwei SEMT - Pielstick - Dieselmotoren je 1600 PS / 1180 kW für 16 kn Überwasserfahrt und zwei E - Maschinen für 17 kn unter Wasser. Die Besatzung zählte 36 Mann. Nach Erwerb durch die Bundesrepublik stellte das Boot nicht wieder i.D., sondern diente - der Klasse 740 zugeteilt - der WTD 71 nach entsprechender Herrichtung als versenkbares, unbemanntes Unterwasserobjekt für Ansprengungen und anderer Versuche.
Typ / Schiffbau: Unterseeboot, Klasse 241, vormals Elektroboot Typ XXI der Kriegsmarine, erster für überwiegend Unterwasserfahrt entworfener U - Boottyp. Erbaut nach Entwürfen des Ingenieurbüros " Glückauf " und in Sektionen gefertigt. Entwürfe von 1942 / 43. Zweihüllentyp mit 60,5 m langem, achtförmigen Druckkörper aus Material " Wotan - weich von 5,3 / 3,5 m maximalem Durchmesser. ( VII Abteilungen ). Vermessung: 601,32 BRT ; 194,37 NRT. Seitenhöhe 7,7 m.
Maschinenanlage: Indienststellung mit der Antriebsanlage aus Zeiten der Kriegsmarine, dann aber Umrüstung auf den Antrieb, der für die neuen U - Boote vorgesehen war. Elektroantrieb: Zwei Merzedes - Benz - Viertakt - 12 - Zylinder - Dieselmotoren je 600 PS / 440 kW, mit je einem Ladegenerator zu 405 kW gekuppelt, und je einem E - Fahrmotor zu 920kW ( gedrosselt auf 440 kW ). Speisung aus Batterien, Pufferbetrieb bei Überwasserfahrt möglich: Während mit den E - Fahrmotoren das Boot gefahren wird, befinden sich auch die Dieselmotoren in Betrieb und laden über die Generatoren die Batterien zugleich auf. Für Schleichfahrt zwei E - Motoren je 113 PS / 83 kW. E - Anlage: Speisung aus der Batterie. Zwei dreiflügelige Schrauben je 2,15 m Durchmesser. Seiten und Tiefenruder ( vorn und achtern ).
Waffenanlage: Zunächst keine TR ( Auflage der WEU ), später Einbau von vier TR mit zusätzlicher Kampfschwimmerschleuse.
Führungsmittel: Navigation mit Funkpeiler und Radar C 61; Sonar: Atlas M 1 H ( als Erprobungsboot vielfach Wechsel der Sonarmodelle und sonstigen Führungsmittel.
Ausrüstung: Zwei Rettungsinseln,Sehrohre, Schnorchel, ein Anker, MES
.

Herr Bastian Detert aus VERSMOLD/BOCKHORST, sendete mir folgende E-Mail und Bilder des U-Bootes WILHELM BAUER , welche ich an dieser Stelle wiedergeben möchte. Herzlichen Dank:
Guten Tag,
bezüglich ihres Beitrags über das erste wirkliche U-Boot (U-2540) des Typs XXI (Wilhelm Bauer), -- alle vorherigen U-Boottypen waren TAUCHBOTE--, möchte ich anmerken, das aufgrund von Informationen des Kommandierenden sachlich richtig zu stellen ist, das das Boot auf Befehl der Kriegsmarine vor Kiel in 60 Meter Tiefe durch den Diensthabenden Kommandanten eigenhändig versenkt wurde. Eine Versenkung durch aliierte Bomber wäre mir ganz neu! Was auch widersprüchlich zu der Tatsache wäre das das Boot wieder instand gesetzt werden konnte. Denn angeblich war es bei der Bergung zu ca. 80% noch intakt. Wäre es das nicht gewesen, hätte man wohl kaum zu viel Geld investiert um es komplett wieder herzurichten. Oder? Bitte berichtigen Sie mich, wenn meine Ausführungen nicht stimmen! Diese Information bekam ich über Bildmaterial und Kriegsgeschichtsschilderungen der Original Besatzung (letzte Interviews 1996) vor Ort auf der Wilhelm Bauer! Sollten Sie an Bildmaterial direkt aus dem Boot in jeglicher Einzelheit interessiert sein (ich war kürzlich dort und schoss 130 Fotos) dann mailen Sie mir doch einfach zurück! Ebenso wäre ich über eine Antwort erfreut, wenn Sie ernstzunehmende Informationen über eine Tatsächliche Versenkung durch Bomben Angriffe auf das Boot haben! Aber wie gesagt. Der zuletzt dienst habende Kommandant dieses Bootes gab nach eigenen Angaben an, das Boot bei Kriegsende auf Befehl der Kriegsmarine versenkt zu haben!
Mit freundlich Grüssen: Bastian Detert (ein interessierter Leser)

(U-Boot Wilhelm Bauer -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm BAUER -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Mannschaftsraum Erklärung) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Offiziers Kabine mit Bett) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Offiziers Kabine -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer Kombinierte Ess - und Schlafeinheit -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Kommandanten Kammer -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Kommandanten Kammer -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Mannschafts Kammer - Gang geht nach links und Rechts) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Mannschafts Kammer links) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Mannschafts Kammer rechts) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Kammer) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Waschraum und WC) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Kombüse) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Gang Vorne) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (ca.Mitte des Bootes; Gang) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Heckschott zum Not Heckruder) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Ein von zwei Schotts im Turm) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Echolot) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Funkraum) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Funkraum) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Kartentisch mit Herrn Bastian Detert)  -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Navigation für Links und Rechts) (Backbord und Steuerbord) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Drager Atemkalk Filtervorrichtung) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Atemkakfiltervorrichtung -  Nahaufname) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (E-Motor und Kontrolleinheit) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Elektromotor) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Hauptschalter) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Sehrohr) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer - Batterien (2Etagen nach unten alles voll mit Energiezellen) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (4 Torpedorohre (2 sind noch unter dem Boden der nachträglich eingebaut wurde zu Museumszwecken) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Torpedorohr geladen, offen) 7,21 lang!!!!) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (O2 Flaschen -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Steuervalenz für Bb u Stb Motorschaltung E- und Diesel Betrieb -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Not Heckruder) -  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Ventilgruppen für Trimmzellen)-  1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Druckeinheit) -1270 x 825 Pixel ) (U-Boot Wilhelm Bauer (Dieselmotoren) -1270 x 825 Pixel )


Die beiden Unterseeboote U 9 ( Pier ) und U 10 ( außen ) nach ihrer Außerdienststellung als Auflieger in Wilhelmshaven. Aufnahme: 3. Juni 1993
Durch die Verwendung ( ausgenommen U 1 und U 2 ) neuer amagnetischer Baustähle voll brauchbarer Bootstyp. Der Zentraleaufbau ( Turm ) wurde gegenüber U 4 bis U 8 aus Gründen der bei diesen Booten gemachten Erfahrungen im oberen Teil schlanker gehalten. Für die Boote dieser Klasse war das äußere Kennzeichen der Sonardom auf dem Vorschiff. Seit ihrem Umbau ( Neubau ) glichen U 1 und U 2 dieser Klasse, desgleichen auch U 4 bis U 8. Bei den Booten dieser Klasse wurde beim Bau das Totholz verlängert, um den Drehkreis und die Wendigkeit zu verbessern. Wie alle Vorgänger trug U 9 das im Ersten Weltkrieg dem damaligen U 9 verliehene Eiserne Kreuz am Turm. Alle Boote dieser Klasse sind identifizierbar an einer schmalen Leiste, die vom Turm her auf dem Bootskörper nach vorne verläuft. Die Bug - TR von U 1 und U 2 waren dichtgesetzt. U 1 erhielt zu Versuchszwecken ( geplante Verwendung bei neuen U - Boottypen ) eine ca. 3,80 m lange Sektion in den Bootskörper eingebaut. Diese nahm eine Brennstoffzelle auf. Brennstoffzelle: Inhalt H2 / O2 ( wobei H2 ( Wasserstoff ) der Brennstoff ist und O2 ( Sauerstoff ) das Oxydationsmittel ). Die Brennstoffzelle garantiert einen völlig außenluftunabhängigen Antrieb und arbeitet nach dem Prinzip der umgekehrten Wasserelektrolyse. U 11 mit zweiter Außenhaut Verwendung für Zielzwecke. U 12 (S191) mehrfache Änderungen des Turms und am Bootskörper zur Verwendung für Versuche und Erprobungen von Ortungsanlagen.

U 12 ( S 191 ) : Tauch- und Trimmversuch l. Oktober 1968. Probefahrten 16. und 18. Oktober 1968. Vorläufige Abnahme durch BWB 11. Dezember 1968. Mit Indienststellung: l. Unterseebootgeschwader.
Am 2. April 1971 etwa 6 sm östlich Fehmarn im dichten Nebel Kollision mit DDR-Frachter FRITZ REUTER: ein Verletzter, ca. 5 m3 Wasser im Boot. Mit Hilfe FEHMARN nach Kiel geschleppt.
30. April 1971 a. D., im Januar 1972 im Schlepp von HEPPENS und NEUENDE nach Emden verbracht. Dabei am 27. Januar im Sturm in der Nordsee losgerissen. Wieder eingefangen durch EISBÄR mit Unterstützung der HELGOLAND und NORDERNEY.
28. Januar 1972 bis 27. Februar 1974 Wiederherstellung bei Nordsee-Rheinstahlwerke (heute Thyssen-Nordseewerke), Emden.
15. Februar 1972 dort an Land gesetzt, am 21. März geschnitten und Erneuerung von zwei Sektionen. Ausgebaute Teile verschrottet bei Fa. Heeren, Leer.
10. November 1973 wieder zu Wasser. 8. Januar 1974 i. D. (33l): l. Unterseebootgeschwader.

(U-Boot U-12 - S 191 -  640 x 480 Pixel ) (U-Boot U 12 -S 191-1600 x 1200 Pixel )

Die Bilder von U 12 (S 191) stellte mir freundlicherweise Herr Armin Orav aus Griechenland zur Verfügung.

(U-Boot U-12 - S 191 -  993 x 705 Pixel )

Dieses über diesen Text stehende Foto von U-12 sendete mir freundlicherweise Herr Lothar Schwuchow mit folgenden Worten zu: Da wir fast zur gleichen Zeit bei der Marine waren, möchte ich ein Bild senden, von U12 (die erste Besatzung 1969) Meine Dinstzeit 04.01.66-31.12.69 Gruß Lothar Schwuchow (41/42er)

E-Mail von Lothar Schwuchow: lothar.schwuchow@cityweb.de

U 9 ( S 188 ) Tauch - und Trimmversuch 21. Dezember 1966. Probefahrten 18. und 20. Januar 1967. Vorläufige Abnahme durch BWB 15. Februar 1967. Mit Indienststellung: 1. Unterseebootgeschwader. In Werftliegezeit am 26. Juni 1978 Knallgasexplosion. Außerdienststellung am 3. Juni 1993, über die VEBEG Abgabe an Technik - Museum Speyer. Am 9. / 10. August im Schleppzug nach dort.
U 10 ( S 189 ) Tauch - und Trimmversuch 21. Juni 1967. Probefahrten 16. und 18. August 1967. Vorläufige Abnahme durch BWB 30. August 1967. Mit Indienststellung: 1. Unterseebootgeschwader. 16. Februar 1993 a.D., Auflieger Wilhelmshaven. Am 2. Dezember 1994 an die Stadt Wilhelmshaven zur Verwendung als stationäres Museum abgegeben.
Typ / Schiffbau: ( Küsten - ) Unterseeboote, Klasse 205 (mod ), vormals Klasse 201. Erbaut im Sektionsbau nach Entwürfen von 1958 / 59. Bauaufträge erteilt im März 1959. Einhüllentyp mit ca. 30 m langem Druckkörper von 4,55 m Durchmesser mit angesetztem konusförmigem Achterteil und völligem Bug. Kein Turm - nur Zentraleaufbau über Einstiegschacht. Verwendung von amagnetischem Baustahl. Unterschiedliche Baustahlsorten: U 9, U 10 = AM 53, U 11 = Pn 18 - 32, U 12 = Amanox 182 M 9, U 1, U 2 = ST 52. Bis auf ST 52 alle Baustähle amagnetisch.Vermessung : 134,43 BRT; 46,60 NRT.
Maschinenanlage : Elektroantrieb mit zwei Merzedes - Benz - Viertakt - 12 - Zylinder - Dieselmotoren je 600 PS / 440 kW mit Ladegenerator zu 405 kW und Doppel - Fahr - E - Motor 1500 PS / 1100 kW, gekuppelt auf eine Welle., gespeist aus drei Röhrenbatterien mit je 92 Zellen. E - Anlage : Speisung aus der Batterie. Eine fünfflügelige Schraube mit 2,3 m Durchmesser. Tiefen - und Seitenruder. Über Schnorchel und bei Überwasserfahrt Pufferbetrieb möglich.
Waffenanlage : Acht 533 - mm - Bug - TR.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar CALYPSO ( auch " See - Elefant " genannt ), Thomson CSF - C61; Waffenleit : M 8 / 1 - 87 - Du; Sonar : SRS - M - 1 H, GHG AN 5039 A - 1; ESM : DR 874
Ausrüstung : Eine Rettungsinsel, ein Anker, Sehrohr, Schnorchel, MES.


Das Schnellboot OZELOT der ZOBEL - Klasse in seiner letzten Konfiguration.
Vorläufige Abnahme 18. Oktober 1963. Geplante Kennung P 7002. Mit Indienststellung : 7. Schnellbootgeschwader. 3. August 1970 a.D. ( 116 ) : Umbau. 16. August 1971 i.D. ( 358 ). 10 Januar 1984 a.D., Auflieger MArs Wilhelmshaven. 8. Oktober 1984 Abgabe an die Türkei, nach dort mit Dockschiff CONDOCK III.
Für diese Boote wurden die Namen von Pelztieren gewählt : ZOBEL, DACHS, HERMELIN, NERZ, GEPARD und OZELOT waren für die deutsche Marine neu. Sie hatten keine Namensvorgänger. Von den Booten der Klasse 140 / 141, unterschied sich diese Klasse durch einen windschnittigeren Brückenaufbau, eine etwas andere Mastform und einen ABC - Anbau. Für zehn weitere, ursprünglich geplante Boote ( S 41 - S 50 ) wurden keine Aufträge mehr erteilt.NERZ wurde aufgrund eines geplanten Modernisierungsprogramms von 1963 bis 1969 für eine Serie waffentechnischer Erprobungen bestimmt. Unter anderem erhielt das Boot unter Verzicht auf die achteren beiden TR zwei nach voraus schießende Startbehälter für das FK - System TARTAR - Bullpub mit je einem Reservebehälter. Hinzu kam ein Vierbeinmast mit einem Kugel - Radom, in dem sich das Waffenleitsystem M - 22 befand. Bei den Versuchen erkannte man offenbar, daß Boote dieser Größenordnung für Waffensysteme dieser Art zu klein waren. Hinzu kam, daß das FK - System noch nicht ausgereift war. Schließlich wurde im Hinblick auf das Alter der Boote von weiteren Versuchen Abstand genommen. Sicherlich haben bei dieser Entscheidung auch erkannte Materialermüdungserscheinungen und eine damit verbundene notwendig werdende Nachstabilisierung der Boote eine Rolle gespielt. Als Alternative wurde eine mögliche Verwendung des Schiff - Luft - FK - Systems SEACAT untersucht ( man baute an die 40 - mm - Flak je zwei Startrahmen an ). Endgültig entschied man sich dann für eine andere Zwischenlösung : Verwendung von drahtgesteuerten Torpedos, Installation neuer Waffenleitanlagen und moderner Führungsmittel. Das äußere Erscheinungsbild hat sich dabei geändert : Alle TR kamen von Bord, dafür wurden zwei Heck - TR aufgestellt. Der Brückenaufbau erhielt einen Vierbeinmast mit einem Kugel - Radom für die Waffenleitanlage M 20 / 2 und dahinter befindlichem Zweibeinstengenmast.
Als Ersatz für diese Boote sollten Tragflügel - FK - Boote der Klasse 162 konzipiert werden. Nachdem dieses Projekt ebenfalls annulliert worden war, entschied man sich für die Klasse 143 A.
Während die Mehrzahl der Boote nach Aussonderung an die Türkei abgegeben wurde, verlegten HERMELIN und NERZ in die Werft und wurden für die weitere Verwendung als Versuchs - und Erprobungsboote hergerichtet. Unter anderem wurde ihnen im MArs Wilhelmshaven eine Querschubanlage im Vorschiff eingebaut. Ex HERMELIN wurde danach der Klasse 740 zugeteilt, erhielt die Bezeichnung KOR 2 und die Kennung Y 831. Die Bezeichnung KOR 2 bezog sich auf die Verwendung - nämlich als schnelles Zielboot für die Versuche mit dem FK - System KOMORAN der neuen Kampfflugzeuge des Typs TORNADO. NERZ wurde schon bald nach dem Umbau wieder aufgelegt, bei diesem Boot hatten sich beim Einbau eines Schottelantriebs Schwierigkeiten ergeben.
ZOBEL : 1991 Weiterverkauf an privaten Eigner, Umbau zur Yacht bei Eberhardtwerft, Arnis.
WIESEL : 8. Oktober 1984 Abgabe an die Türkei, nach dort mit Dockschiff CONDOCK III.
DACHS : 14. Mai 1984 Abgabe an die Türkei, nach dort mit Dockschiff CONDOCK III. Lag zuletzt in Istanbul bei Taskizah.
HERMELIN : Über die VEBEG verkauft am 25. MAI 1988 an Eberhardtwerft, Arnis. Für privat Eigner in Fahrt als HALAY II.
NERZ : Über die VEBEG verkauft am 14. April 1986 an Eberhardtwerft, Arnis. Fährt unter der Flagge von Honduras als BUSEFALO.
PUMA : Im Sommer 1993 im Schlepp nach Olpenitz und über die VEBEG verkauft an Eberhardtwerft, Arnis.
GEPARD : Am 14. Mai 1984 Abgabe an die Türkei, nach dort mit Dockschiff CONDOCK III. Lag zuletzt in Istanbul bei Taskizah.
Hyäne : Am 8. Oktober 1984 Abgabe an die Türkei, nach dort mit Dockschiff CONDOCK III.
FRETTCHEN : Am 14. Mai 1984 Abgabe an die Türkei, nach dort mit Dockschiff CONDOCK III. Lag zuletzt in Istanbul bei Taskizah.
OZELOT : 8. Oktober 1984 Abgabe an die Türkei, nach dort mit Dockschiff CONDOCK III.
Außer den drei angeführten Booten lag noch ein viertes Boot in Istanbul bei Taskizah. Offenbar sind die Boote in der Türkei nie in Dienst gestellt worden.
Typ / Schiffbau : ( Torpedo - ) Schnellboote S 31 - S 40, Klasse 142, vormals Schnellboot 60. Weiterentwicklung der JAGUAR - Klasse, nach Umbau : Umrüstung Klasse 142 A. Entwurf und Konstruktion Lürssen, Vegesack. Baukosten je 6 Mio DM. Allgemein eine Weiterentwicklung des deutschen Schnellboot - Typs, Entwicklungsstand 1944 / 45. Kielboot - Kompositbau, Rundspanttyp mit Spiegelheck, drei Lagen Mahagoni - Diagonal - Kraweel ( Verleimt ) auf Leichtmetallspanten ( XI Abteilungen ). Leichtmetallaufbauten. Vermessung : 180,56 BRT ; 56,91 NRT. Seitenhöhe 3,40 m.
Maschinenanlage : Vier Merzedes - Benz - Viertakt - 20 - Zylinder - Dieselmotoren je 3000 PS / 2200 kW, 1720 u / min, Planetenuntersetzungsgetriebe. Die Motoren umsteuerbar. ( modifizierte Motoren ). E - Anlage : Zwei Dieselgeneratoren je 96 PS / 70 kW / 65 kVA. Nach Umbau zwei Dieselgeneratoren je 123 PS / 91 kW / 100 kVA und ein Gasturbinengenerator mit 65 kVA. Vier dreiflügelige Schrauben je 1,07 m Durchmesser bzw. 1,15 m Durchmesser ( teilweise zwei unterschiedliche Durchmesser pro Boot ). Zwei Ruder.
Waffenanlage : Vier 533 - mm - Einzel - TR ( 15 grad von der Bootslängsachse divergierend ). Zwei 40 - mm - Flak L / 70 in Einzellafetten. Nach Umbau : zwei 533 - mm - TR auf dem Heck, achteraus schießend. Zwei 40 - mm - Flak L / 70 Bofors MEL DSTY 58, radargesteuert. Minenzuladung möglich.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar KH 14 / 9 ; Waffenleit : M 8 / 1, M 20 / 2 - 81 Du, TC 1 - 106, NO ; ECM : DR 875 und 2 - 11 GHZ ; IFF : 1990 - D 4 ; Torpedoleit : AN 7020 - A 3.
Ausrüstung : Drei Rettungsinseln, ein Schlauchboot, Wurfanker, MES.


Einsatz in der Straße von Gibraltar hat begonnen

Leinen Los! 6/2003

Am 19. September 2003 verließen die Schnellboote „S 67 Kondor" und „S 70 Kormoran" vom 7. Schnellbootgeschwader sowie „S 63 Geier" und Tender „Main" vom 2. Schnellbootgeschwader ihren Heimathafen Wamemünde mit dem Ziel „Straße von Gibraltar".
Verbandsführer der Operation STROG (Strait of Gibraltar) ist der Kommandeur des 2. Schnellbootgeschwaders, Fregattenkapitän Dr. Thomas Daum. Der Auftrag des Verbandes lautet: Überwachung des Seeweges „Straße von Gibraltar" und das Eskortieren von Schiffen. Die drei S-Boote der „Albatros"-Klasse und Tender „Main" liefen zunächst den südspanischen Hafen Cadiz an. Dort erfolgt auch die logistische Abstützung. Am l. Oktober liefen die Boote zu ihrem ersten Einsatz aus.
Damit erfolgte auch die Ablösung der dänischen und norwegischen Marine. Die Operation STROG ist Teil der Operation AKTIVE ENDEAVOUR und steht in Verbindung mit dem im Oktober 2001 ausgerufenen Bündnisfall gem. Artikel 5 des NATO-Vertrages nach den Ereignissen am 11. September 2001 in den USA.
Konkret wird der Schiffsverkehr im Mittelmeer überwacht, um mögliche Verbindungen und Nachschubwege nach Europa zu unterbinden und die Sicherheit für die Handelsschifffahrt und die Anrainerstaaten zu gewährleisten. Der 14 Kilometer breite Seeweg zwischen der Südspitze Spaniens und der Nordküste Marokkos wird unter ständige Überwachung gestellt. Die gesammelten Informationen werden im NATO-Hauptquartier AFSOUTH (Allied Forces South) in Neapel zu einem Lagebild zusammengefügt und ausgewertet.



Minenjagdboot LINDAU, aufgenommen am 31. Januar 1994.
Vorläufige Abnahme 22. April 1958. Mit Indienststellung : 6. Minensuchgeschwader. 1. Februar 1975 außer Fahrbereitschaft, 28. April 1975 a.D. : Umbau bei Burmester, Bremen - Burg. 30. April 1975 im Schlepp nach dort, Umbauzeit vom 1. Mai 1975 bis 7. Februar 1978. Probe - und Abnahmefahrt mit Funktionsnachweis vom 18. bis 20. Juli, 4. August, 19. Dezember 1977 und 7. Februar 1978. 10. Februar 1978 i.D. ( 446 ) : Minenabwehrgeschwader Nordsee, ab 29. Juni 1984 : 4. Minensuchgeschwader
Die Namensgebung erfolgte nach Mittelstädten der Bundesrepublik. Bei den ersten sechs fertiggestellten Booten (GÖTTINGEN, KOBLENZ, LINDAU, SCHLESWIG, TÜBINGEN und WETZLAR ) zeigten sich bei den Probefahrten Stabilitätsprobleme und schlechte Manövriereigenschaften, die auf die hohen Brückenaufbauten zurückzuführen waren. Daher wurde als erste Maßnahme das oberste Brückendeck abgebaut, die nachfolgenden Boote stellten bereits mit dem flacheren Brückendeck in Dienst. Die ersten sechs Boote hatten ein fast senkrecht abfallendes Heck und damit eine Länge über alles von 45, 00 m. Ab dem siebten Boot schrägte man das Heck an, die Länge über alles wuchs auf 45, 57 m. Dann erwies sich das Arbeitsdeck achtern als zu klein. Daher wurde der Bootskörper um die Abteilung (0) um etwa 2, 1 m verlängert. Prototyp für diese Maßnahme war die SCHLESWIG, die 1825 hierzu in die Werft ging. Die übrigen Boote folgten im Verlauf der 60er Jahre. Später wurde auch das feste Schanzkleid bis zur Achterkante verlängert. Weitere Modifizierungen umfaßten den Austausch der ursprünglich vorhandenen Ladebäume für die Räumjolle gegen Drehkräne, den Anbau von Fenderkissen, Wegfall der Räumjolle, Einbau eines 18 - t - Bleikiels und von Schlingerkielen, Anbau eines Lüfterhauses für ABC - Maßnahmen, die elektronische Ausrüstung, die Verstärkung der Außenhaut an beiden Seiten mittschiffs u.a.m. Nach diesen verschiedenen Umbauten und damit verbundenen Veränderungen sahen die Boote zeitweilig unterschiedlich aus. Nachfolgende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die ersten zehn Jahre ihrer Indienststellung :
1. FORM : M 1070 - M 1075 = Hohe Brücke, gerades Heck, zwei seitliche Fenderkissen, Peitschenantenne am Mast.
2. FORM : M 1070 - M 1075 = Neue Brücke, drei seitliche Fenderkissen, Rettungsinseln, Maständerungen, Radar, Heck noch gerade.
3. FORM : M 1070 - M 1075 = Fenderkissen nicht mehr vorhanden, dafür breite Scheuerleiste.
4. FORM : M 1073 = Erprobung mit verlängertem Bootskörper, alte Ladebäume noch an Bord, kein ABC - Schutz, keine vordere Kabeltrommel.
5. FORM : M 1070 - M 1075 = Verlängerter Bootskörper, neue Drehkräne, ABC - Anbau, seitlich oben je drei Fenderkissen.
6. FORM : M 1075 = Neues Radar, Einbau ECM, neues Räumgerät.
Die Scheuerleisten und Fenderkissen saßen zu allen Zeiten bei den einzelnen Booten an unterschiedlicher Stelle bzw. sahen verschieden aus. FULDA und FLENSBURG wurden als erste Boote zu Minenjagdbooten umgebaut, gehörten anfangs zur Klasse 733, endgültig zur Klasse 331 A. Ihr Umbau umfaßte die Verlängerung des Backdecks nach achtern, die Installation einer neuen, modernen Elektronik, eine neue Sonaranlage, die Verbesserung der Besatzungsräume, die Veränderung der E - Anlage, die Minenräumausrüstung, den Einbau einer Schottelanlage und nach dem Umbau weiterer zehn Boote zur Klasse 331 B nochmals Anpassung an deren Anlagen und Einrichtungen.
Der Umbauplan für die Klasse 331 B basierte auf einer Militärischen Forderung vom 3. Januar 1972. Der entsprechende Vertrag wurde am 22. August 1975 zwischen dem BWB und dem GU / VFW Fokker, Bremen, unterzeichnet, die Unteraufträge gingen am 1. September 1975 an die vorgesehenen Werften. Der Gesamtumbau kostete etwa 170 Mio DM. Im Gegensatz zu Fulda und Flensburg erhielten die Boote keinen Schottelantrieb. Die Verdrängung der Boote nahm infolge des Umbaues um etwa 65 t (Klasse 331 A) und etwa 40 t (Klasse 331 B) zu. Dieses hatte u.a. eine Geschwindigkeitsminderung um 0,5 kn zur Folge. Der Umbau der verbliebenen sechs Boote der Klasse 320 zu Hohlstablenkbooten Klasse 351 erfolgte aufgrund einer weiteren Militärischen Forderung und nach Abschluß der dafür durchgeführten Versuche und Erprobungen mit dem TROIKA - System, die nach langjährigem Bemühen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Der Umbauvertrag zwischen dem BWB und dem GU (MaK, Kiel) wurde am 15. Februar 1976 paraphiert und am 27.September 1977 unterzeichnet.
Ab Mitte der 80er Jahre wurde bei den Booten der Klasse 351 der Bb - Buganker ausgebaut, das hölzerne Schanzkleid wurde durch eine normale Reling mit Drahtverspannung ersetzt. Die Zusammenfassung des 4. und 6. Minensuchgeschwaders zum Minenabwehrgeschwader Nordsee war ein Modell - und Truppenversuch. Sie währte vom 1. Oktober 1977 bis 1. Juli 1984. Dann trennte sich der Verband wieder zur Ursprünglichen Organisationsform : zwei Geschwader.
Von den Booten der Klasse 331 wurden teil - und zeitweise bis zur Außerdienststellung gekadert : KOBLENZ, GÖTTINGEN und MARBURG.
Von den Booten der Klasse 351 sind die beiden ersten zum 31. Dezember 1999 zur Außerdienststellung vorgesehen.
Typ / Schiffbau : Küstenminensuchboote KM 1 - KM 12 und KM 19 - KM 24, Klasse 320, vormals KM - Boot 55. Nach Umbau zu Minenjagdbooten Klasse 331 A : FULDA, FLENSBURG (anfangs Klasse 733) sowie zehn weitere Einheiten Klasse 331 B (LINDAU - Klasse) und sechs Boote zu Hohlstablenkbooten Klasse 351 (SCHLESWIG - Klasse). Seit Herbst 1988 werden alle offiziell wieder als Minensuchboote geführt. Deutsche Version der zum NATO - Einheitstyp weiterentwickelten amerikanischen BLUEBIRD - Klasse. Entwurf und Konstruktion : Burmester, Bremen - Burg. Erteilung Bauauftrag aufgrund des ersten Bauprogramms der Bundesmarine. Baukosten je 10 Mio DM.
Typ/Schiffbau: Holzbau : Zwei Längsspanten, 118 Querspanten und 20 Konstruktionsspanten. Abstand der Querspanten zueinander je 380 mm. Außenhaut in drei Lagen mit Zwischenisolierung, Innen - und Außenschicht parallel zum Kiel (Mahagoni), Zwischenschicht diagonal (Teak), unterhalb der Wasserlinie zum Schutz des Bootskörpers eine vierte Lage (Eiche). Ausschließlich verleimt. Ursprünglich IX Abteilungen, endgültig X, nach Umbau in Klassen 331 B und 351 wieder IX. Weitgehende Verwendung amagnetischen Materials. Spiegelheck, Seitenhöhe 4,25 m. ABC - Schutz. Vermessungen : Klasse 320 = 389,75 BRT ; 101,15 NRT, Klasse 331 A = 393,57 BRT ; 119,86 NRT (FULDA), 393,98 BRT ; 119,73 NRT (FLENSBURG), Klasse 331 B unterschiedlich = 395,96 bis 398,26 BRT ; 117,42 bis 124,43 NRT, Klasse 351 unterschiedlich = 402,57 bis 402,99 BRT ; 104,19 bis 105,11 NRT.
Maschinenanlage : Zwei Maybach - Viertakt - 16 - Zylinder - Dieselmotoren je 2000 PS / 1470 kW. E - Anlage : Drei Dieselgeneratoren je 96 PS / 71 kW. Für Räumanlage : Zwei Dieselgeneratoren je 900 PS / 662 kW. Zwei dreiflügelige Escher - Wyss - Verstellpropeller je 1,82 m Durchmesser (ULM und WOLFSBURG Bauart KAMEWA). Zwei Ruder.
FULDA und FLENSBURG als Klasse 331 A : zusätzlicher Schottelantrieb mit einem Dieselgenerator 430 PS / 316 kW mit E - Motor für Schottelpropeller 120 kVA und zwei klappbaren vierflügeligen Schottelpropellern je 1,05 m Durchmesser. Die Escher - Wyss - Verstellpropeller dann je 1,66 m Durchmesser. E - Anlage : Ein Räumdieselgenerator wurde ausgebaut, der andere umgerüstet für den Schottelantrieb mit gedrosselter Leistung. E - Anlage, Klasse 331 B : Ausbau der beiden Räumdieselgeneratoren, dafür Einbau von zwei weiteren Dieselgeneratoren je 96 PS / 71 kW. Anstelle Schottelanlage Einbau eines Vorgeleges für Schleichfahrt an den Wellen. Für die alten Ruder Einbau von sogenannten " Becker - Rudern " (Versuche damit fanden 1970 / 72 mit der WETZLAR statt). Den dafür erforderlichen Strom von 45 kW liefert ein zusätzlicher Generator. E - Anlage, Klasse 351 : wie Klasse 331 B.
Waffenanlage : Eine 40 - mm - Flak L / 70 in Einzellafette. Nach Umbau in Klasse 331 ab Mitte 80er Jahre zusätzlich Düppelausstoßanlage und HOT DOG gegen infrarotgesteuerte Fk.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar DECCA 978, später umgerüstet auf TRS - N ; Waffenleit : OGR 7 ; ECM : DR 855, Klasse 351 mit DA 2000 ; Sonar : 1 - SO oder Lodar s / o oder Atlas M 3 (ab Anfang 70er Jahre teilweise ausgebaut), Klasse 331 mit Plessey 193 - M - Mk 20 G, Klasse 351 mit DSQS 11 A ; Klasse 351 ab Mitte der 80er Jahre Einbau einer SIKU - Anlage.
Ausrüstung : Die ursprünglich vorgesehene Ausrüstung mit einer Räumjolle (Erprobungen auf der GÖTTINGEN verliefen unbefriedigend) wurde aufgegeben. Fünf Rettungsinseln, ein Schlauchboot, zwei Buganker in Seitenklüsen, MES. Minenräumausrüstung Klasse 320 : Kabeltrommel, Leinenwinde, Räumgerät, zwei Drehkräne je 2,2 t Stb - Mitte, ein Drehkran 0,5 t Bb - Mitte, zwei Drehkräne je 0,6 t Heck. Klasse 331 : ein Hydraulik - Teleskopkran auf dem Achterdeck, zwei Schlauchboote, Druckkammer für Minentaucher, zwei PAP 104 = Poisson autopropulse je 0,7 t, Länge 1,7 m und 5,5 kn Geschwindigkeit, Antrieb aus zwei Batterien mit zwei seitlichen Verstellpropellern. FULDA und FLENSBURG anfänglich noch mit den alten Drehkränen, ab Anfang der 80er Jahre umgerüstet auf Hydraulik - Teleskopkräne. Klasse 331 zusätzlich Leinenwinde und reduziertes Räumgerät. Klasse 351 : Ein Schlauchboot, ein Drehkran an Stb - Achterkante Aufbauten und je ein Drehkran an den Heckkanten, Leinenwinde und reduziertes Räumgerät. Im Zuge des Umbaues Wegfall des Bb - Bugankers.



Das Binnenminensuchboot FRAUENLOB der gleichnamigen Klasse am 23. April 1994 einlaufend Kiel.
Vorgesehen für neues 1. Küstenwachgeschwader. Ablieferung 6. Juni 1966. Mit Indienststellung : 5. Minensuchgeschwader, Kennung W 31. Ab 1. Januar 1967 : 7. Minensuchgeschwader, mit 1. Januar 1968 zum Binnenminensuchboot umklassifiziert, Klasse 394, Kennung M 2671. Ab 1969 Kennung Y 1652, ab 1973 M 2658.
Alle Boote erhielten Traditionsnamen früherer deutscher Kriegs - und Hilfskriegsschiffe. Die Namen ACHERON, ARIADNE, AMAZONE, MEDUSA, NYMPHE stammen aus der grichischen Mythologie, FREYA, GEFION, HERTHA sind germanisch - nordischen Ursprungs, MINERVA, DIANA waren römische Gottheiten, LORELEY, NIXE und UNDINE sind Gestalten der Überlieferung und Dichtung. ATLANTIS geht auf einen sagenhaften, versunkenen Kontinent zurück, NAUTILUS auf ein Meerestier, GAZELLE nach einem afrikanischen Tier, FRAUENLOB auf einen 1849 ausschließlich aus Spenden deutscher Frauen finanzierten Kriegsschoner (der eigentlich FRAUENGABE heißen sollte).
Schon als Küstenwachboote waren alle Boote mit Minenräumgerät ausgerüstet, daher erübrigte sich ein Umbau mit Umrüstung bei der Umklassifizierung zu Binnenminensuchern. Die Schwinge zum Aussetzen von Minenräumgeräten führten die Boote an der Stb - Seite der Brücke. Bei der ersten Gruppe der Klasse 393 lag der Knick des Hauptspantes über der Konstruktionswasserlinie, bei den übrigen darunter. Dadurch ergab sich eine größere Breite, folglich wurde auch die Arbeitsfläche des Decks größer. Die Boote der Klasse 394 waren der Klasse 393 nahezu identisch, die auffälligsten Unterschiede lagen in der zu verschiedenen Zeiten unterschiedlichen Anordnung der Fenderkissen und in den Scheuerleisten. Letztere gab es anfangs nur bei ARIADNE, FREYA, VINETA, HERTHA in Einzelausführung, bei NYMPHE, NIXE, AMAZONE und GAZELLE zusätzlich in Höhe der Oberdeckslinie. Später erhielten alle einheitlich eine dritte, die der Verstärkung des mittleren Bootskörpers diente. ARIADNE hatte 1961 / 62 eine andere Radarplattform und NIXE anfangs eine größere Radarantenne. Ab Mitte der 70er Jahre wurde die bis dahin offene Brücke überdacht. Auch bei der Klasse 394 wurden alle Boote mit der Bootskörperverstärkung im Mittelschiffsbereich versehen. Ab 1969 erhielten alle Einheiten eine Fockmaststange. Im Marinejargon wurden die Boote auch als " Micky - Maus - Geschwader " bezeichnet.
Die für 1996 ursprünglich geplante Außerdienststellung der restlichen fünf Boote des 7. Minensuchgeschwaders wurde aufgegeben. Die Boote bleiben im Dienst und verlegen nach Olpenitz, um dort mit den bisher gekaderten fünf restlichen Landungsbooten der Klasse 520 mit dem 31. Dezember 1995 das neue 3. Minensuchgeschwader zu bilden. Das 7. Minensuchgeschwader wurde zum gleichen Zeitpunkt aufgelöst. Später kommen fünf Boote der Klasse 343 hinzu.
Typ / Schiffbau : Binnenminensuchboote, Klasse 393 und 394, vormals Küstenwachboote KW 3 - KW 10, Klasse 362 A, und KW 11 - KW 20, Klasse 362 B, vom Typ Küstenwachboot 55 - 1 und 60, ohne Umbau umklassifiziert zu Binnenminensuchbooten. Erbaut in zwei Gruppen nach Entwürfen von 1958 / 59 (unter Berücksichtigung der mit NIOBE und HANSA gewonnenen Erfahrungen) und 1963 / 64. Baukosten je 7 Mio DM.
Typ/Schiffbau: Holzbau (VIII Abteilungen), ausschließlich verleimt, vorwiegend amagnetisches Material. Seitenhöhe 3,99 m. Vermessungen : ARIADNE, FREYA, VINETA, AMAZONE = 231,71 BRT ; 69,40 NRT, HERTHA, NYMPHE, NIXE, GAZELLE = 237,94 BRT ; 71,97 NRT, Klasse 394 = 236,28 BRT ; 61,72 NRT.
Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen der Klasse 393 liegt in der Breite des Bootskörpers : Während der Hauptspant der ersten Gruppe V - förmig ist, ist der der zweiten Gruppe flacher ausgebildet, wodurch die Form des Unterwasserbootskörpers anders verläuft.
Maschinenanlage : Zwei Merzedes - Benz - Viertakt - 12 - Zylinder - Dieselmotoren je 1000 PS / 736 kW. E- Anlage : Drei Dieselgeneratoren je 98 PS /72 kW. Räumanlage : Klasse 393 mit einem Gasturbinengenerator von 500 PS / 264 kW (bis 1976 zum Teil gesperrt wegen Ersatzteilmangel), Klasse 394 mit einem Dieselgenerator zu 700 PS / 515 kW. Klasse 393 : Zwei dreiflügelige Schrauben je 1,18 m Durchmesser (GAZELLE ab 23. März 1976 versuchsweise fünfflügelige Schrauben), Klasse 394 : Zwei fünfflügelige Schrauben je 1,18 m Durchmesser (LORELEY 1,14 m Durchmesser, ACHERON 1,13 m Durchmesser, GEFION ab 1975 versuchsweise vierflügelige Schrauben). Zwei Ruder.
Waffenanlage : Eine 40 - mm - Flak L / 70. Minenzuladung möglich.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar KH 14 bzw. TRS - N ; Waffenleit : OGR 7 ; Sonar : nur anfangs.
Ausrüstung : Drei Rettungsinseln, Wurfanker, Schlauchboot, Minenräumausrüstung mit Kabeltrommel, Leinenwinde, vier Drehkräne, eine Schwinge, MES.


Was wurde aus dem Binnenminensuchboot M 2652 VINETA?


Folgende Bilder sendete mir freundlicherweise Herr Gerhard Hubinger zu, der das Binnenminensuchboot der Ariadne-Klasse VINETA M 2652 von der VEBEK am 09.August 1995 erworben hat. Er schrieb mir dazu folgende Zeilen:
ahoi,
hier ein Bild vom Umbau im Dez.2002, ich werde noch ein paar Bilder des Umbaubeginns heraussuchen und ihnen zusenden. Vielen dank für ihre Ansichten, vielleicht können sie mir noch einen Tipp geben, wo ich mich noch um weiteres Bildmaterial von dieser Klasse hinwenden könnte.(Hinweis Stokowski:Wer noch Bilder von der VINETA besitzt, könnte diese mir zusenden und ich sende diese an Herrn Gerhard Hubinger weiter. Oder direkt zur Homepageseite von der MS TONARA hinsenden.)
Vielen Dank
und
ahoi,
noch ein paar Fotos vom Umbaubeginn im Roten Meer - Hurghada - Ägypten. Hier ein Link auf unsere Homepage:
Homepage von der MS TONARA, dem schwimmenden Wassersporthotel im Roten Meer

Der Umbau wird in einigen Monaten in Suez abgeschlossen sein. Dann wird aus dem Binnenminensuchboot M 2652 VINETA die MS TONARA, das schwimmende Wassersporthotel im Roten Meer. Als ehemaliges deutsches Minensuchboot (Kennung M 2652) steht es demnächst allen Wassersportbegeisterten im oberen und mittleren Roten Meer zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Hubinger

(KW5 / VINETA / W25 / M2665 / Y1646 / M2652 Binnenminensuchboot Pixel: 1614 X 932 ) (VINETA ;ein Foto während der Umbauphase Pixel: 562 X 241) (Vineta; Nahaufnahme mit Umbaubretter an Oberdeck- Pixel: 358 X 524) (Eine Nahaufnahme der VENETA während der Umbauphase- Pixel: 1052 X 588) (Schön geworden ist die ehemalige VINETA ; jetzt aber getauft als MS TONARA- Pixel: 480 X 640) (MS TONARA ;ehemals Binnenminensuchboot VENETA ist nun das schwimmende Wassersporthotel im Roten Meer) (Maschinenraum der MS TONARA)



Das Minensuchboot LABOE der neuen Klasse 343 (Hameln - Klasse), aufgenommen am 24. Juni 1994 in Kiel.
Mit Indienststellung : 5. Minensuchgeschwader. Ersatz GEMMA. Funktionsnachweis ab 2. Juni 1989, Ablieferung am 28. November 1989, Ende Garantiezeit am 28. Mai 1990.
Diese zehn Boote erhielten Namen der Patenstädte ihrer Vorgänger der SCHÜTZE - Klasse (340 / 341). (Anmerkung : PASSAU wurde als Ersatz für eine ehemalige Patenstadt eines anderen Bootes, die kein Interesse mehr zeigte, unter vielen anderen Bewerbern ausgewählt.) Die Erstellung der Taktischen Forderung (TaF) erfolgte bereits 1978. Die Vorlage des zugehörigen Konzeptes durch die MTG folgte 1980 / 1981. Am 1. März 1981 erging an die AEG und an MBB (Messerschmitt - Bölkow - Blohm) der Auftrag, eine Definitionsstudie zu fertigen. Abgabe bis Frühjahr 1984. Ziel war die Schaffung Eines Einheitswaffenträgers für die Klasse 343 und die nachfolgende Klasse 332. Die Definitionsunterlagen wurden termingerecht im April 1984 vorgelegt. Die Konstruktionsarbeiten fanden im Februar 1985 ihren Abschluß. Im Juni 1985 stimmte der Haushaltsausschuß des Bundestages einem Vertragsabschluß zu, dem am 3. Juli 1985 der Bauauftrag an MBB folgte. Als Sub - Unternehmer wurden die Bauaufträge an die Lürssenwerft, Krögerwerft und an Abeking & Rasmussen weitergegeben.
Die Boote sind als Minenkampfboote definiert (seit 1988 als Schnelle Minensuchboote) und können auch zum Minenlegen verwendet werden.
Die ersten Entwurfsstudien trugen die Bezeichnung LM 2 und waren ein gemeinsamer Entwurf für die Klassen 343 und 332. Bei diesem Entwurf waren als Antriebsdieselmotoren zwei MTU - Motoren des Typs 16 V 652 TB 81 DD 302 mit je 1695 kW, des weiteren zwei Verstellpropeller, ein Becker - Ruder und zwei Flossenruder vorgesehen. Zur E - Anlage sollten vier Dieselgeneratoren gehören. Ein weiterer Entwurf betraf nur die Klasse 343 und sah bei gleicher Ausstattung zwei Ruder und nur drei EDi Generatoren vor. Der Entwurf trug die Bezeichnung LM 3. Die Verdrängung beider Entwürfe lag um 400 ts (LM 2) und 380 t (LM 3). Die Entscheidung für die Auftragsvergabe an MBB als Generalunternehmer fiel am 28. Dezember 1984. Mit diesem Tage begannen auch die Arbeiten am endgültigen Entwurf.
Die Boote ersetzten die der Klasse 340 / 341 SCHÜTZE - Klasse. Die Waffenleitanlage WM 20 / 2 war zuvor auf den Schnellbooten der ZOBEL - Klasse verwendet worden und wurde bei a.D. dieser Boote abgebaut. Die Anker und zugehörigen Ketten stammen zum Teil von den Booten der Klasse 331 und Klasse 351, bei denen ab 1985 teilweise die Stb - Ankereinrichtung ausgebaut worden ist.
Die teilweise doppelten Baunummern der Boote basiert darauf, daß diese Boote bei Kröger oder Abeking & Rasmussen gefertigt worden sind, ihre Endausrüstung jedoch bei Lürssen erfolgte. Der Bau aller Boote (auch die der nachfolgenden Klasse 332) erfolgte im Sektionsbau : Die drei Sub - Unternehmer : Lürssen, Kröger und Abeking & Rasmussen hatten die Fertigung der einzelnen Sektionen unter sich aufgeteilt. So entstanden bei Abeking & Rasmussen die zehn Heckteile, bei Kröger die zehn Bugteile und bei Lürssen die zehn Mittelteile. Die einzelnen Teile wurden dann an die jeweiligen (zusammenbau -) Werft geschickt, wo der Fertigbau erfolgte. Daher kann man nicht von einer eigentlichen Kiellegung sprechen, sondern vielmehr vom Baubeginn, wobei die Daten wegen der getrennten Sektionsfertigung etwas verwischen. Kiellegung = offiziell " Brennschneidebeginn " (der Mittelschiffsektion).
Bis zur Realisierung des Konzepts " Marine 2005 " sollen fünf Boote dieser Klasse zu Lenkbooten umgebaut werden, die dann die Aufgaben der bis dahin außer Dienst gestellten Boote der Klasse 351 übernehmen. Dazu gehören dann die bis dahin dort stationierten SEEHUNDE, ebenfalls Klasse 351. Die anderen fünf Boote sollen nach Umbau zum Minenjagdboot dem 3. Minensuchgeschwader unterstellt werden.
Typ / Schiffbau : Minenkampfboot, Klasse 343 (seit Ende 1988 Schnelles Minensuchboot). Entwurf und Konstruktion MBB / VFW und ARGE 343 (ARGE 343 = Arbeitsgemeinschaft 343). Amagnetischer Baustahl (NM - Stahl). Bootskörper mit halbversenkter Back (X Abteilungen). Seitenhöhe Hauptdeck 4,85 m, Seitenhöhe B - Deck 6,44 m. Bauaufträge erteilt am 3. Juli 1985 gemäß Vertrag zwischen BWB und dem GU (Generalunternehmer) MBB / VFW vom 3. Januar 1985. Baukosten des Gesamtsystems ca. 1,2 Mrd DM. ABC - Schutz.
Maschinenanlage : Zwei MTU - 16 - Zylinder - Dieselmotoren je 2770 - 3046 PS / 2040 - 2240 kW. (Dieser Motortyp wurde zwei anderen mit etwas abweichenden Daten schließlich vorgezogen.) E - Anlage : Drei MWM - Viertakt - 6 - Zylinder - Dieselmotoren je 312 PS / 230 kW mit Generatoren je 160 kVA. Zwei fünfflügelige Escher - Wyss - Verstellpropeller je 1,9 m Durchmesser. Zwei Ruder.
Waffenanlage : Zwei 40 - mm - Flak L / 70 in Einzellafetten. Zwei Chaff Launches für SAM - FK - System STINGER (Fliegerfaust 2). Eine Düppelausstoßvorrichtung WOLKE. Zwei Täuschkörperwurfanlagen System HOT DOG. Minenzuladung möglich : vier Gleise für Grundmine SGM - 80, Gleislänge 68,2 m.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar RAYPATH, Satellitennavigationsanlage GPS - Navstar, teilweise kombiniert mit Waffenleitanlage ; Waffenleit : WM 20 / 2 (diese Anlagen wurden von den a.D. gestellten Schnellbooten der Klasse 142 übernommen), MIRCA 6 ; ECM : DR 2000 ; EloUM - Anlage PALIS.
Ausrüstung : Minenräumgerät für mechanisches, magnetisches und akustisches Gerät. Leinenwinde, Kabelwinde, Vertikalspill. Ein bis zwei Schlauchboote, vier Rettungsinseln, zwei Heckdavits, ein Kran Stb achtern. Zwei Buganker in Seitenklüsen. MES.



TODENDORF - Klasse : Aufnahme der BAUMHOLDER vom 21. Juni 1994
Mit Indienststellung Territorialkommando Schleswig - Holstein. Diese Sicherungsboote gibt es mit den Namen, TODENDORF, PUTLOS, BAUMHOLDER, BERGEN, MUNSTER. Zivilbesatzung. Bereedert durch Heeresflugabwehrschule A, Lehrgruppe B. Benannt nach Truppenübungsplätzen der Bundeswehr. Liegehäfen : Heiligenhafen und Kiel.
Typ / Schiffbau : Sicherungsboote, Klasse 905, Ersatz für KW 18 - Klasse. Unterstehen dem Deutschen Bevollmächtigten AFNORTH des Territorialkommandos Schleswig - Holstein. Hauptaufgabe Sicherung des Schießgebietes Todendorf. Stahlbau (V Abteilungen). Seitenhöhe 4,00 m, Seitenhöhe bis Hauptdeck 3,80 m. Bauauftrag vom BWB erteilt am 28. November 1991 für fünf Boote. Unterauftrag an Kröger, Rendsburg. Klasse GL + 100 A 5 K E (Coastal Service).
Maschinenanlage : Zwei KHD - Dieselmotoren je 755 kW. E - Anlage : zwei KHD - E - Dieselmotoren, Generatoren von Piller je 87 kVA. Zwei vierflügelige Schrauben, Durchmesser je 1,00 m, ein Ruder.
Führungsmittel : Navigationsradar.
Ausrüstung : zwei Rettungsinseln, Vorrichtungen für das Ausbringen und Bergen von Zieldarstellungsmitteln und Hilfeleistung für Seenot - und Umweltschutzmaßnahmen. Zwei Buganker in Seitenklüsen, ein Ladebaum, ein Schlauchboot.


Landungsboot KROKODIL der EIDECHSE - Klasse ; Versuchs - und Erprobungsboot Kronsort ; Tender MAIN ( II ) ; Der kleine Versorger SAARBURG ; Schulschiff DEUTSCHLAND ( A 59 ) ;Flugzeuge: TORNADO; EUROFIGHTER; EUROCOPTER-TIGER; FAIREY GANNET A.S. MK. 4.; STARFIGHTER F-104G; Bilder von Schiffen der DEUTSCHEN MARINE

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