Verschiedene Schiffstypen der Deutschen Marine


Teil 2

Hier finden Sie Bilder und Textbeiträge von folgenden FREGATTEN und FLUGZEUGEN der Deutschen Marine:

LANDUNGSBOOT KROKODIL KRONSORT MAIN (II) SAARBURG WESTERWALD DEUTSCHLAND (A59)
Eidechse-KLASSE
Versuchs und Erprobungsboot
Tender
Kleiner Versorger
Munitionstransporter
Schulschiff

TORNADO EUROFIGHTER EUROCOPTER-TIGER FAIREY GANNET A.S. MK.4 STARFIGHTER F-104 G
Flugzeug
Flugzeug
Flugzeug
Flugzeug
Flugzeug
Die neue LUFTWAFFE
Transformation am Himmel

Bilder von Schiffen der:
DEUTSCHEN MARINE


EIDECHSE - Klasse ; Bild zeigt KROKODIL, eines der vier zu dieser Klasse gehörenden Landungsboote im Jahre 1968 nach Umbau : neue Bugrampe und Hubschrauberlandedeck.
U.S. Navy : 1944 i.D. als LSM 537 (537).1958 angekauft, Grundüberholung in der Marinewerft Charleston, Übernahme 15. August 1958. 5. September 1958 i.D. als KROKODIL (L 750) : 2. Landungsgeschwader. Auslaufen Norfolk 6. November 1958, eintreffen Wilhelmshaven - Reede 6. Dezember 1958. Wegen Typhusverdacht Quarantäne, einlaufen Wilhelmshaven 19. Dezember 1958. Ab 1. April 1968 : 1. Landungsgeschwader. 15. Dezember 1972 a.D. (145), Auflieger MArs Wilhelmshaven ab 6. Juni 1975. Im Januar 1976 über die VEBEG zum Verkauf angeboten. 10. Mai 1976 verkauft an Pauna Marine Shipping Lloyd, Northampshire / Großbritannien. Dort in Fahrt als Pipeline Carrier. Verlegung nach dort am 22. Juni 1976
Die diesen Booten zugeteilten Reptiliennamen sind auch Traditionsnamen früherer deutscher Kriegsschiffe. Im Rahmen von Werftliegezeiten wurden die amerikanischen E - Aggregate gegen deutsche ausgetauscht. Auch das amerikanische Topfradar auf dem Masttopp wurde ersetzt. KROKODIL wurde als Arzt - und Führungsboot umgerüstet und erhielt dafür auf dem Achterschiff eine Hubschrauberplattform sowie im achteren Teil des Ladedecks einen Sanitätsbereich von ca. 17 m Länge mit Operationsraum und Lazarett für 28 Patienten. Alle Boote erhielten kurz nach der Übernahme ein um eine Deckshöhe heraufgesetztes Signaldeck, das in den Brückenaufbau einbezogen wurde. KROKODIL wurde (zu Versuchszwecken im Vorgriff auf die geplanten Landungsboote der Klasse 502, die dann nicht gebaut wurden) mit einer neuen Bugrampe ausgerüstet. Diese war auf die doppelte Länge ausklappbar. Die Bugflügeltore wurden dazu ausgebaut.
Bedingt durch wiederholte Änderungen der Organisation innerhalb der Marine, insbesondere in ihrer Aufbauphase, waren die Boote zu verschiedenen Zeiten den unterschiedlichsten Kommandos unterstellt bzw. zugeteilt : Als 2. Landungsgeschwader bis zum 31. Oktober 1958 dem Kommando der Zerstörer, ab 1. November 1958 dem Kommando der Amphibischen Streitkräfte, das seinerseits am 1. Dezember 1966 umbenannt wurde in Amphibische Gruppe. Ab 1. April 1968 gehörten die Boote zum 1. Landungsgeschwader, das ab 1. Oktober 1969 der Amphibischen Transportgruppe unterstand. Aus dieser wurde mit dem 1. April 1978 erneut die Amphibische Gruppe. Mit dem Verbandswechsel war stehts auch ein Wechsel des Standortes verbunden.
Als Nachfolger dieser Klasse und der Klasse 551 war ein Landungsboottyp LST als Klasse 502 geplant. Dieses Vorhaben wurde aufgegeben. Zwei dem Entwurf nach nahezu identische Einheiten wurden später für die Marine Nigerias gebaut.
Typ / Schiffbau : Landungsboote, Klasse 550, amerikanischer Typ LSM (Landing Ship Medium). Stahlbau (XI Abteilungen). Pontonförmiger Bootskörper in Kastenform, Spiegelheck, vorn zugespitzt, bewußt einfach gebaut, Bugrampe mit davorsitzenden Flügeltoren. Aufbauten an Stb. Vermessung : 500,80 BRT ; 132,12 NRT (KROKODIL 597,42 BRT ; 139,44 NRT).
Maschinenanlage : Zwei General - Motors - Zweitakt - 16 - Zylinder - Dieselmotoren je 1830 PS / 1340 kW, gedrosselt auf 1400 PS / 1030 kW. E - Anlage : Drei Dieselgeneratoren je 145 PS / 107 kW / 150 kVA (nach Umrüstung in Deutschland : zwei Dieselgeneratoren je 196 PS / 144 kW / 150 kVA, ein Dieselgenerator mit 116 PS / 85 kW für Heckwinde). Ein Hilfskessel für Eigenbedarf. Zwei dreiflügelige Schrauben. Zwei Ruder.
Waffenanlage : Zwei 40 - mm - Flak L / 56 in Doppellafette.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar ; Waffenleit : für Rohrwaffen.
Ausrüstung : Ein Dingi, acht Rettungsinseln (KROKODIL nach Umbau : neun Rettungsinseln), ein Schlauchboot. Ein Buganker in Bb - Seitenklüse, ein Heckanker am Bb - Heckspiegel. Zuladung : Sechs mittlere Panzer und 100 Mann oder zehn schwere Transportfahrzeuge oder 350 Tonnen Güter. MES.



Das Versuchs - und Erprobungsboot KRONSORT, aufgenommen am 19. Juni 1995.
Die KRONSORT gehört mit der SCHWEDENECK, KRONSORT und der HELMSAND zur SCHWEDENECK - Klasse. Benannt nach markanten Punkten der schleswig - holsteinischen Küste.Zivilbesatzung. Die Boote sind vielseitig verwendbar und werden entsprechend den Vorhaben mit entsprechenden Containern ausgerüstet.
Typ / Schiffbau : Mehrzweckerprobungsboote, Klasse 748. Auftragserteilung an GU (Generalunternehmer) Lürssenwerft, Unteraufträge an Krögerwerft, Elsflether Werft und Nobiskrug (letztere ging in Konkurs, so daß das dritte Boot ebenfalls an die Krögerwerft ging). Der Auftrag für ein viertes geplantes Boot wurde nicht mehr erteilt. Die Boote ersetzen ADOLF BESTELMEYER, FRIEDRICH VOGE, RUDOLF DIESEL und HANS CHRISTIAN OERSTED, alle Klasse 740. Stahlbau (IX Abteilungen), Verwendung amagnetischer Bauteile in bestimmten Bereichen. Seitenhöhe Hauptdeck 5,2 m. Bugwulst, Schlingerdämpfungsanlage (Kronsort). Klasse GL + 100 A 4 E.
Über die Klassifizierung von Schiffen können Sie sich informieren,indem Sie diesen Satz anklicken.Damit können Sie sich eine PDF-Datei auf Ihren Rechner holen,die mit dem Acrobat Reader zu öffnen ist.
Maschinenanlage : Dieselelektrischer Antrieb mit einem Viertakt - Dieselmotor, gekuppelt mit Fahrgenerator und E - Fahrmotor zu 1490 PS / 1095 kW. Ein Hilfsdieselgenerator für Manövriereinsatz. E - Anlage : Drei Dieselgeneratoren je 520 kW /750 kVA. Zwei Querschubanlagen je 150 kW (eine vorn, eine achtern) mit vierflügeliger Schraube. Eine vierflügelige Schraube 2,50 m Durchmesser. Ein Becker - Ruder.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar sowie Sonderausrüstung für Erprobungsprogramme einschließlich Sonar.
Ausrüstung : Zwei Rettungsinseln, eine Pinasse, zwei Buganker in Seitenklüsen. Auf dem Heck ein Hydraulik - Teleskopkran, zwei hydraulische Pfahlmasten, ein Hydraulikkran. Ein Heckgalgen. Vorrichtung zur Aufnahme von Containern für die vorgesehenen Erprobungsprogramme : Sperrwaffen, Torpedoerprobungen, Tauchereinsätze, Ozeanische Messungen, Fernmeldeversuche u.a.m. und Laboratoriumseinrichtungen. MES.



Tender MAIN (II) der ELBE - Klasse am 29. Juni 1995 einlaufend Wilhelmshaven.
Mit Indienststellung : 5. Schnellbootgeschwader. Probefahrt ab 7. Juni 1994.
Diese, im äußeren Erscheinungsbild mehr Handelsschiffen als Kriegs - bzw. Hilfskriegsschiffen ähnelnden Neubauten ersetzen die mittlerweile alt gewordenen Tender der Klasse 401 / 402 und 403 und werden, wie diese, den einzelnen Bootsgeschwadern fest zugeteilt bzw. unterstellt : Schnellboote Klasse 143, 143 A, 148 und Minensuchboote, Klasse 331, 332 und 343.
Für diese Zwecke haben die neuen Tender eine Aufnahmekapazität von bis zu 24 Containern, in denen alles enthalten ist, was bei einem 14 - tägigen Seeaufenthalt benötigt wird. Es sind gemäß Planung im einzelnen : 13 Container für die Klasse 143, 13 für die Klasse 143 A, zwölf für die Klasse 148, fünf für die Klasse 331, elf für die Klasse 343, zwölf für die Klasse 332 und vier für die Hohlstäbe, Klasse 351 (SEEHUNDE).
Außer der Mitführung von Chaff Launches für Fk STINGER (Fliegerfaust 2) ist keine Bewaffnung vorgesehen.
Typ / Schiffbau : Tender, Klasse 404, Ersatz für die Tender, Klasse 401 / 402 / 403.Erbaut nach Entwürfen der MTG, Hamburg (Marinetechnik Planungsgesellschaft). Ausschreibung für den Bau der Schiffe an zahlreiche Werften, von denen die Projektleitung den Flensburger Schiffbau - Werken zugesprochen wurde, zusätzliche Bauvergabe an den Bremer Vulkan und die zur Lürssenwerft, Vegesack, gehörende Krögerwerft, Rendsburg. Die Bewilligung durch die Gremien (Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages usw.) erfolgte mit dem 26. Oktober 1990, der Bauauftrag für sechs Einheiten wurde am 12. November 1990 erteilt. Gesamtbaukosten ca. 359 Mio DM. Seitenhöhe Hauptdeck 7,75 m, B - Deck 10,45 m. Schiffsbaustahl (XI Abteilungen), Bugwulst - ABC - Schutz, Klimaanlagen, Hubschrauberlandedeck auf dem Achterdeck. Klasse : GL + 100 A 4 E und GL + 100 MC Aut E. Antrieb und Aufbauten achtern. Spiegelheck.
Maschinenanlage : Ein KHD - MWM - Viertakt - Dieselmotor mit 3335 PS / 2452 kW. E - Anlage : Vier Dieselgeneratoren je 52 PS / 480 kW 7 600 kVA. Ein Bugstrahlruder 47 PS. Ein Notstromdieselaggregat 140 kW / 175 kVA. Maschinenanlage 24 Stunden wachfreier Betrieb. Eine fünfflügelige Schraube 3,25 m Durchmesser.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und der von den alten a.D. gestellten Tendern der Klasse 401 / 402 / 403 übernommenen Radarausrüstung.
Ausrüstung : Zwei Motorkutter, acht Rettungsinseln, ein Hydraulik - Teleskopkran, ein Drehdavit, MES. Zwei Buganker in Seitenklüsen. Sonderausrüstung für die Entsorgung in See mit 14 - Tage - Kapazität : 60 m3 Müll, 180 m3 Fäkalien, 60 m3 Bilgenwasser, 30 m3 Altöl, außerdem Schmutzwasser u.a.m. An Versorgungsgütern können mitgeführt werden : 450 m3 Dieselkraftstoff, 11 m3 Schmieröl, 150 m3 Frischwasser, 27 t Proviant, 129 t Munition, (Fk, Rohrwaffen usw.). E - Versorgung für Längslieger 1200 kW. Maximale Lagerung für Container = 24 Stück.

Erich Pront sendete mir freundlicherweise folgende zehn Bilder zu, die doch in beeindruckender Weise den kleinen Versorger SAARBURG und den Tender MAIN zeigen. Zu den Bildern 1-3 (Versorgungsmanöver) schrieb mir Herr Erich Pront folgendes: "schöne Bilder wie ich finde und die mich immer wieder daran erinnern, wie anstrengend so ein Manöver für die Jungs an den Leinen war. Später bin ich als Gefechtsrudergänger bei diesen Manövern eingesetzt worden und kann daher Deine Äußerung, daß Trossschiffe vom Typ Saarburg, schwierig zu steuern waren, besonders bei geringer Fahrt, nur bestätigen."


(Versorgungsmanöver mit dem kleinen Versorger SAARBURG und dem Tender MAIN.) (Versorgungsmanöver mit dem kleinen Versorger SAARBURG und dem Tender MAIN.) (Versorgungsmanöver mit dem kleinen Versorger SAARBURG und dem Tender MAIN.) (Eine wirklich supertolle Truppe - Meine Deckskameraden und ich (Erich Pront in der Mitte ohne Jacke).) (Innenaufnahme mit Blick auf die Kojen.) (Tag der offenen Tür in Olpenitz - In erster Geige, Mariner Erich Pront.) (Blick nach vorn vom Ausguck oberhalb der Brücke, auf der SAARBURG, bei extrem kaltem Wetter.) (Sommer 1987 - 3 Monate wegen Werftarbeiten in der Lübecker Flenderwerft - Ein Kamerad und Erich Pront bei Pönarbeiten.) (Der Smut wurde wegen verletzter Kniescheibe ausgeschifft von der SAARBURG zum Tender MAIN.) (Bild Achterdeck des kleinen Versorgers SAARBURG. Januar 1987. Extrem kalter Winter.)



Der kleine Versorger SAARBURG im Sommer 1985.
Fertigstellung / Ausrüstung beim Bremer Vulkan, Bremen. Mit Indienststellung : 2. Versorgungsgeschwader. 14.Mai 1969 a.D. (100) : Reserveflottille, einkokoniert Auflieger Wilhelmshaven. Reaktivierung : Ab 18. Dezember 1974 Umbau bei MWB, Bremerhaven, 16. September 1975 i.D. (434) : 1. Versorgungsgeschwader. Die Besatzung kam von der a.D. gestellten DITHMARSCHEN. Außerdienststellung am 14. April 1994. Am 29. September 1994 mit Überführungskommando i.D. und Abgabe an Griechenland. Dort am 19. Oktober endgültig a.D. In Dienst gestellt als ALIAKMON (A 470).
Die Schiffe erhielten einheitliche Namen deutscher Städte, die auf ....BURG enden. Nur NIENBURG wurde bei der Kriegsmarine als Name eines Hilfskriegsschiffes gewählt. Anfangs gab es nur die Unterscheidung 701 A und 701 B. Letztere galt für COBURG, die neben Dieselkraftstoff auch Heizöl mitführte (war eigentlich für alle vorgesehen). FREIBURG hatte zuerst zur Erprobung festgesetzte Verstellpropeller mit zusätzlichem Vulcan - Getriebe. Der später geplante Aufbau eines Hubschrauberlandedecks auf allen Einheiten wurde storniert, nur und erst bei der FREIBURG wurde diese Idee wieder aufgegriffen und realisiert.
Die ursprünglichen Planungen sahen zwei weitere Bordkräne beiderseits der vorderen Hütte vor.
LÜNEBURG erhielt erst nachträglich die schweren Lademasten und die verbreiterten Ladeplattformen, die bei den nachfolgenden Schiffen von Beginn an vorhanden waren. LÜNEBURG und COBURG hatten Kräne eines anderen Fabrikats als ihre Schwesterschiffe.
Die Rohrwaffen dienen der Eigenverteidigung und nur für den Mob - Fall. Daher waren sie überwiegend einkokoniert und wurden nur bei Mob - Übungen entmottet. Für diesen Zweck wurde die Besatzung durch Reservisten jeweils auf Kriegsstärke aufgefüllt.
Seit 1975 führen die Schiffe zusätzliche Peitschenantennen auf dem Signaldeck. Beginnend mit SAARBURG und MEERSBURG wurden bis 1984 vier Schiffe umgebaut. Durch Einbau einer Sektion von ca. 10,00 m (FREIBURG 14,30 m) wurden sie verlängert. Ziel war, im Schiffsinnern zusätzliche Lagerräume und Staumöglichkeiten für die Versorgung der zulaufenden neuen Kampfeinheiten zu schaffen : Schnellboote Klasse 143, 143 A und Klasse 148, Fregatten Klasse 122. Alle Einheiten wurden bei MWB, Bremerhaven, umgebaut. Die zusätzliche Sektion fertigte die Seebeckwerft, Bremerhaven. Der Umbau umfaßte u.a. : Versetzen der beiden Bordkräne nach voraus, Vergrößerung der achteren Ladeplattform, Versetzen zahlreicher Decksausrüstungen wie Winden, Trommeln usw., Einbau zusätzlicher Laderäume zur Aufnahme von Torpedos, Flugkörpern und der 76 - mm - Munition. FREIBURG wurde nicht nur länger, die eingebaute Sektion umfaßte im Gegensatz zu den anderen umgebauten Einheiten die gesamte Schiffsbreite. Außerdem wurde die achtere Geschützplattform bei allen etwas erweitert, das Brückenhaus erhielt an der Achterkante Bb und Stb einen Abschußstand für die Fliegerfaust STINGER. Alle Einheiten wurden darüber hinaus mit Düppelabschußgeräten und dem Torpedoabwehrsystem NIXIE ausgerüstet. Der Umbau FREIBURG kostete ca. 25 Mio DM.
Beurteilung des Typs : Gute Seeschiffe, ruhige Bewegungen ; niedrige Beschleunigung, wenn gegen die See zu schnell gefahren wird. Schlingungsdämpfungsanlage verbessert das Seeverhalten erheblich. Gegen die See mit Fahrstufen von mehr als 9,0 kn bei See 4 : vermehrte Spritzwasserübernahme, Sichtbehinderung auf der Brücke, Betreten der Back gefährlich, vordere Ladeplattform zunehmend naß. Schäden an der Ausrüstung auf der Back bei Seegang 5 gegen die See und Fahrstufen von mehr als 14,0 kn. Keine Kursstabilität bei allen Geschwindigkeiten, schlechte Stützwirkung des Ruders, besonders bei geringer Fahrt.
Insbesondere die beiden letzten Punkte (Ergebnisse der anfänglichen intensiven Erprobungen durch das SEK) waren ausschlaggebend dafür, daß im Zuge normaler Werftliegezeiten bzw. während des Umbaues das Totholz verlängert, ein Bugstrahlruder eingebaut, das Mittelruder ausgebaut und durch ein Doppelruder ersetzt wurde (COBURG zu Versuchszwecken ein Becker - Stauruder). Mit der Werftzeit 1985 erhielt auch die COBURG - identisch mit dem neuen Bb - Kran der FREIBURG - 3 - t - Bordkräne.
Die Brückenfront der GLÜCKSBURG wurde in der Werftzeit 1988 verändert, und im Januar 1989 kam auf dem Fahrstand der vorderen Ladeplattform ein mehrrohriger Düppelwerfer zur Aufstellung (für Erprobungszwecke).
Die beiden Bootsgeschwadern unterstellten Schiffe NIENBURG und MEERSBURG wurden zum Zwecke der Aufnahme von Containern für das SUG - Personal der Geschwader leicht umgebaut. Zu erwähnen sei noch das die Versorger der Klasse 701 noch die OFFENBURG mit einschließt. Die Bauwerft für den Versorger A 1417 Offenburg war die Hamburger Schiffsbauwerft Blohm + Voss. Der Stapellauf war am 10.09.1966. Die Indienststellung erfolgte am 27. 05. 1968.
In der weiteren Planung der deutschen Marine stehen zwei Kampfzonenversorger (KSV 90), umbenannt in Einsatzgruppenversorger (EGV). Militärische Forderung erstellt März 1991. Die vorläufigen Daten dieser Erstellung sind : Leerverdrängung 8265 t, Verdrängung in Ballast 17 480 t, Einsatzverdrängung 19 980 t, Vermessung 16 200 BRT. L (ÜA) 164,25 m, L (pp) 151,25 m, Breite 23 m, Konstruktionstiefgang 8,00 m, Seitenhöhe Hauptdeck 14,0 m, B - Deck 17,50 m. Hangar für zwei Hubschrauber.
Versorgungskapazität : 9000 m (3) Dieselkraftstoff, 540 m (3) Flugkraftstoff, 450 m (3) Frischwasser, 100 m (3) Speisewasser / Kühlwasser, 30 m (3) Schmieröl u. a. m. (m3 = Qubikmeter)
Typ / Schiffbau : Kleine Versorger, Klasse 701, im Zuge späterer Umbauten / Umrüstungen mit Kennbuchstaben versehen : COBURG = 701 B, SAARBURG, GLÜCKSBURG, MEERSBURG = 701 C, COBURG nach Umbau = 701 D, FREIBURG = 701 E, die übrigen = 701 A. Gebaut nach Entwürfen von 1959 bis 1963 gemäß Hilfsschiffbauprogramm von 1959. Auftragserteilung 1963. Baukosten je 65 Mio DM. Stahlbau (XIII Abteilungen, nach Umbau XV). Knickspanten vorn. Leichtmetallaufbauten, ABC - Schutz. Seitenhöhe (H - Deck) 7,30 m (B - Deck 9,85 m). Vermessungen : 701 A = 3146,18 BRT ; 1536,14 NRT, 701 B = 3146,18 BRT ; 1536,14 NRT, 701 C = SAARBURG 3463,95 BRT ; 1838,72 NRT, GLÜCKSBURG = 3466,56 BRT ; 1840,56 NRT, MEERSBURG = 3465,06 BRT ; 1836,29 NRT, 701 D = COBURG 3462,74 BRT ; 1826,88 NRT. Alle aktive Schlingerdämpfungsanlagen. Breite über alles 13,23 m.
Maschinenanlage : Zwei Maybach - Viertakt - 16 - Zylinder - Dieselmotoren je 2800 PS / 2060 kW (gedrosselte Schnellbootmotoren). E - Anlage : Vier Dieselgeneratoren je 550 PS /405 kW / 360 kW / 450 kVA, ein Dieselgenerator 185 PS / 135 kW / 108 kW / 135 kVA. Zwei Hilfskessel. Zwei vierflügelige Escher - Wyss - Verstellpropeller je 2,60 m Durchmesser. Ein Balance - Spatenruder, das bei allen gegen ein Doppelschweberuder ausgetauscht wurde (COBURG jedoch Becker - Steuerruder). Beginnend mit COBURG erfolgte der Einbau eines Bugstrahlruders.
Waffenanlage : Vier 40 - mm - Flak L / 70 in Doppellafetten. Waffen teilweise, zumindest zeitweise, einkokoniert. Minenzuladung möglich. Zwei Chaff Launches für STINGER (Fliegerfaust 2).
Führungsmittel: Navigation mit Funkpeiler und Radar KH 14 ; Sonar : war vorgesehen, wurde jedoch nicht eingebaut, der Ausfahrschacht ist dichtgesetzt ; ECM : DR 785 ; IFF : APX 46 ; Waffenleit : OGR 7.
Ausrüstung : Zwei Motorkutter, ein Dingi. Sieben Rettungsinseln, ein Schlauchboot. Zwei 3 - 7 - t - Bordkräne (LÜNEBURG, COBURG anfangs je 2 t), ein Schwergutbaum 3 t. FREIBURG nach Umbau : Wegfall des Bb - Kutters und des Bb - Krans. Dafür Aufstellung eines neuen hydraulischen Gelenkkrans und auf dem Achterdeck Errichtung eines Hubschrauberlandedecks. Alle zwei Buganker in Decksklüsen, ein Heckanker in Ankertasche.
Ladekapazität insgesammt rund 1100 t Versorgungsgüter aller Art in besonderen Lagerräumen, außerdem Brennstoff, Frischwasser und Munition. Die Laderäume sind durch Aufzüge miteinander verbunden. Es gibt insgesamt acht Versorgungsstationen : Bug / Bug, vordere Bb - Ladeplattform für Drahthochleine, und Manilahochleine, achtere Stb - Ladeplattform wie Bb. Achtere Bordkräne für close in, Heck / Heck und Bug / Heck. Beginnend mit der NIENBURG erhielten alle Einheiten ab 1972 eine EDV - Anlage. MES.



Munitionstransporter WESTERWALD (Das linke Foto stellte mir freundlicherweise Herr Gerd Bodner zur Verfügung,herzlichen Dank.)

Typ/Schiffbau: Munitionstransporter, Klasse 760 (anfangs der Klasse 706). Erbaut nach Entwürfen von 1963/64 gemäß Hilfsschiffprogramm von 1959. Auftragserteilung 1964.
Stahlbau (XIII Abteilungen), Knickspanten im Vorschiff, Seitenhöhe 7,20 m. Leichtmetallaulbauten, ABC-Schutz, Vermessung 3107,90 BRT; 1589,44 NRT. Klasse GL 100 A 4 E].
Maschinenanlage: Zwei Maybach-Viertakt-16-Zylinder-Dieselmotoren je 2800 PS/2060 kW. E-Anlage: Zwei Dieselgeneratoren je 550 PS/405 kW//360 kW/450 kVA, ein Dieselgenerator 305 PS/224 kW//200 kW/250 kVA, ein Dieselgenerator 195 PS/144 kW//108 kW/135 kVA. Zwei vierflügelige Escher-Wyss-Verstellpropeller je 2,60 m 0. Zwei Ruder.
Waffenanlage: Vier 40-mm-Flak L/70 in Doppellafetten (ODENWALD mit Reaktivierung keine mehr), WESTERWALD nach Besatzungswechsel keine.
Führungsmittel: Navigation mit Funkpeiler und Radar KH 14 • Waffenleit: OGR 7 (siehe -—- Waffenanlage) • Sonar: wurde nicht eingebaut.
Ausrüstung: Zwei Motorkutter, sechs Rettungsinseln, ein Schlauchboot. Zwei Buganker in Decksklüsen, ein Heckanker in Ankertasche. Zwei 3-t-Bordkräne, zwei 2,5-t-Ladebäume (insgesamt 10 Ladeluken bestreichend). Ladung maximal 1080 t.
Drei Versorgungsstationen: Bug/Bug, Bb-Draht-/Manilahochleine/Spanntrosse. Stb wie -—- Bb. MES.
Allgemeines: Benannt nach deutschen Mittelgebirgen. Für die Munitionslagerung gibt es zehn Laderäume. WESTERWALD erhielt nachträglich etwas vergrößerte Versorgungsstationen mit seitlich ausklappbaren Außenplattformen. ODENWALD mit Reaktivierung Zivilbesatzung, WESTERWALD ab 1992 ebenfalls Zivilbesatzung.



Die DEUTSCHLAND am 29. März 1990 einlaufend Marinearsenal Wilhelmshaven zur Außerdienststellung.



Schulschiff DEUTSCHLAND
Geplanter Name war BERLIN. Ersatz für HIPPER und GRAF SPEE. Vorläufige Abnahme 10. April 1963. Mit Indienststellung : Kommando der Schulschiffe, ab 1. Oktober 1966 : Marineschule Mürwik. 28. Juni 1990 a.D., Auflieger MArs Wilhelmshaven. Der Wunsch, aus dem Schulschiff ein Schwimmendes Museum, Liegeplatz Wilhelmshaven, zu machen, konnte aus finanziellen Erwägungen nicht realisiert werden. Ab März 1992 begann die Desarmierung des Schiffes. Im Oktober 1993 über die VEBEG verkauft, am 14. Dezember 1993 aus dem Marinearsenal in den Handelshaven verlegt und am 6. Januar 1994 im Schlepp des russischen Schleppers SVETLOMOR 3 nach Alang / Indien zum Abbruch.
Auf den geplanten Namen BERLIN wurde aus politischen Gründen und auf Einspruch der Alliierten verzichtet. Dafür wählte man den Namen DEUTSCHLAND, zugleich Traditionsname früherer deutscher Kriegsschiffe.
Der Grundentwurf des Schiffes basiert auf einer Studie der Stülckenwerft, Hamburg. Die gemischte Antriebsanlage wurde gewählt, um den auszubildenden Kadetten einen möglichst breiten Einblick über die zur Zeit des Baues vorhandenen schiffstechnischen Anlagen zu geben. Dem entsprach auch die übrige Ausrüstung des Schiffes : Waffen, Elektronik u.a.m.
Außer der Stammbesatzung gab es an Bord auch zivilbesetzte Stellen : Friseur, Schumacher, Schneider, Stewards. Zu den Reisen stiegen stets zwei Pfarrer der beiden großen Konfessionen ein. Auf der Schanz war anfänglich ein Hubschrauberlandeplatz vorgesehen. Wegen der etwas zu regelförmigen Aufbauten und Schiffsform erhielt das Schiff den Spitznamen " Lego - Dampfer " (von einer Rendsburger Mädchenschulklasse).
Typ / Schiffbau : Schulschiff, Klasse 440, erbaut für Mehrzweckverwendung : Truppentransporter, Lazarettschiff, Minenleger usw. Bauauftragserteilung im Herbst 1958 mit Genehmigung der WEU : Überschreitung der vorgegebenen Tonnagebegrenzung, daher Auflagen hinsichtlich der Geschwindigkeit und Bewaffnung. Baukosten 95 Mio DM.
Stahlbau (XV Abteilungen), vorn Knickspantbereich, Kreuzerheck, Leichtmetallaufbauten, voller ABC - Schutz, teilweise klimatisierte Einrichtungen. Seitenhöhe 8,40 m, Vermessung 5267,10 BRT ; 2283,75 BRT.
Maschinenanlage : Kombinierter Antrieb mit je zwei Mercedes - Benz - Viertakt - 16 - Zylinder - Dieselmotoren und zwei Maybach - Viertakt - 16 - Zylinder - Dieselmotoren zu je 2000 PS / 1470 kW über je ein Sammelgetriebe auf die Außenwellen (ab 1979 wurden die Merzedes - Benz - Dieselmotoren gegen zwei weitere Maybach - Dieselmotoren gleicher Leistung ausgetauscht). Zwei WAHODAG - Hochdruck - Heißdampf - Wasserrohrkessel mit natürlichem Umlauf und Askania - Regelung (Betriebsdruck 45 atü, Dampftemperatur 450 grad celsius, Dampfleistung je 16 t / h) für einen Satz WAHODAG - Getriebeturbinen mit 8000 PS / 5890 kW auf der Mittelwelle. E- Anlage : Vier Dieselgeneratoren je 950 PS / 700 kW / 750 kVA (bis 1970 anstelle von zwei dieser vier Dieselgeneratoren zwei Roston & Hornsby - Gasturbinengeneratoren je 875 PS / 645 kW), vier Dieselgeneratoren je 550 PS / 405 kW / 450 kVA. Drei vierflügelige Escher - Wyss - Verstellpropeller je 2,80 m Durchmesser. Zwei Ruder.
Waffenanlage : Vier 100 - mm - Geschütze L / 55 in Einzeltürmen (METL 53), sechs 40 - mm - Flak L / 70, Breda Mod 58 II in zwei Doppellafetten und Bofors MEL DS Typ 58 in zwei Einzellafetten. Bis Anfang der 70er Jahre zwei 533 - mm - Torpedorohre, fest eingebaut im Heck und achteraus schießend. Vier 533 - mm - Einzel - UTR, acht 375 - mm - U - Jagd - Raketenwerfer in zwei Vierergruppen. Zwei Wasserbombenablaufbühnen. Minenzuladung möglich.
Führungsmittel : Navigation mit Funkpeiler und Radar KH 14 / 9, HSA - A 4 / 1, HSA - A 7 / 2, HSA - A 8 / 0, LW 03, DA 02, SGR 103 / 12, SGR 105 / 04 (einschließlich See - und Luftraumüberwachung) ; Waffenleit : M 2 / 2 - 36 Du, M 4 / 2 - 37 / 1 Du, M 4 / 2 - 37 / 2 Du, M 4 / 2 - 37 / 3 Du, M 5 / 4 - 109 Du (1975 ausgebaut), V 3 / 2 - 72 Du, OGR 7 ; ECM : SR 1 A ; Sonar : BV 1 A ; IFF : vorhanden.
Ausrüstung : Drei Motorpinassen, drei Motorkutter, 30 Rettungsinseln, zwei Buganker in Decksklüsen, ein Heckanker in Ankertasche, zwei Bordkräne. MES.

Bilder von dem Schulschiff DEUTSCHLAND beim Besuch der spanischen Stadt Càdiz am 10.08.1978

Die Bilder stellten mir freundlicherweise zur Verfügung: Fregattenkapitän der spanischen Marine Antonio Erce Lizarraga, der als Verbindungsoffizier auf dem Zerstörer BAYERN vom 14. bis 16. Mai 1990 und auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK vom 24. bis 30. November 1990 tätig war. Dieser Offizier hat mir die Bilder zugesendet. Der Urheber der Bilder ist der Schiffsingenieur Juán B. Robert Roglá.

( Auslaufen des Schulschiffes Deutschland am 10.08.1978 auf der Elbe zum Besuch Spaniens  nach Càdiz )(Schulschiff Deutschland unterwegs nach Càdiz )(Schulschiff Deutschland unterwegs nach Càdiz )(Schulschiff Deutschland unterwegs nach Càdiz )(Schulschiff Deutschland beim Einlaufen in Càdiz )(Schulschiff Deutschland beim Besuch in Càdiz )(Schulschiff Deutschland beim Besuch in Càdiz )(Schulschiff Deutschland beim Besuch in Càdiz links von der Heckfahne kann man im Hintergrund die spanische Fregatte ASTURIAS sehen )(Ein Foto von achtern aufgenommen:Schulschiff Deutschland von beim Besuch in Càdiz )(Ebenfals ein Foto von hinten aufgenommen:Schulschiff Deutschland beim Besuch in Càdiz )(Die Backbordseite des Schulschiffes Deutschland von achtern aufgenommen, beim Besuch in Càdiz )(Schulschiff Deutschland, vorraus erblickt man die spanische Fregatte ASTURIAS, in Càdiz )(Schulschiff Deutschland beim Anlegemanöver mit der Steuerbordseite vor der Fregatte ASTURIAS )(Schulschiff Deutschland beim Anlaufmanöver zum Festmachen an Steuerbordseite in Càdiz )(Schulschiff Deutschland hat festgemacht,vor ihr liegt die Fregatte ASTURIAS  in Càdiz )(Schulschiff Deutschland  in Càdiz )(Beide Schiffe an der Pier von Càdiz )(Hier eine Großaufnahme desSchulschiffs Deutschlands; schön zu sehen sind die Radartürme und der Schriftzug DEUTSCHLAND)(Schön zu sehen die Flagge der spanischen Fregatte ASTURIAS und die Flagge des Schulschiffs Deutschland beim Besuch in Càdiz )(Spanische Fregatte ASTURIAS und davor das Schulschiff Deutschland  in Càdiz )


Bilder von Schiffen der Deutschen Marine

(Zerstörer Hamburg im April 1981 -  1000 x 601 Pixel ) (Zerstörer Hamburg- 1000 x 596 Pixel ) (Zerstörer Bayern -  1000 x 670 Pixel ) (Zerstörer Lütjens am 16.Juni 1975- 1000 x 419 Pixel ) (Fregatte Emden am 26. Oktober 1961- 1000 x 1284 Pixel ) (Fregatte Karlsruhe 1982- 1000 x 569 Pixel ) (Außerdienststellung Fregatte Karlsruhe- 1000 x 393 Pixel ) (Fregatte Emden am 24.Februar 1995- 1000 x 375 Pixel ) (Fregatte EMDEN am 27.Mai 1995- 802 x 424 Pixel ) (Fregatte KARLSRUHE am 25. November 1994- 1000 x 555 Pixel ) (Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN am 20. Juni 1994- 1000 x 347 Pixel ) (Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN am 24.November 1995- 1000 x 352 Pixel ) (Fregatte BAYERN am 27. Mai 1995- 1000 x 319 Pixel ) (THETIS-TRITON-HERMES-NAJADE-THESEUS- im Juni 1966- 1000 x 683 Pixel ) (Schnellboot Silbermöwe-Klasse im Jahre 1956- 725 x 451 Pixel ) (Schnellboot ILTIS der Jaguar-Klasse- 816 x 450 Pixel ) (Schnellboot REIHER wird von dem Schwergutfrachter TRAUTENFELS übernommen und dann nach der Türkei verschifft.- 1000 x 484 Pixel ) (Schnellboote des 2.Schnellbootsgeschwaders in Egersund/Norwegen- 1000 x 584 Pixel ) (Schnellboot GREIF der Jaguar-Klasse- 630 x 780 Pixel ) (Torpedoschießabschnitt des 2. Schnellbootsgeschwaders am 25. Juni 1965- 1000 x 686 Pixel ) (Schnellboot SPERBER der Jaguar-Klasse Februar 1964- 1000 x 265 Pixel ) (Schnellboot OZELOT der Zobel-Klasse- 1000 x 383 Pixel ) (Schnellboot OZELOT während eines Versorgungsmanövers- 1000 x 636 Pixel ) (Schnellboot KONDOR der Albatros-Klasse am 29. Juni 1995- 1000 x 446 Pixel ) (Schnellboot S 697 HABICHT (II) nach Havarie im Sommer 1969- 810 x 520 Pixel ) (Schnellboot HYÄNE der Gepard-Klasse am 8. März 1995 einlaufend Kiel- 1000 x 375 Pixel ) (S 41/TIGER (II) der gleichnahmigen Klasse (Fk-Schnellboot im Mai 1973 in Cherbourg- 1000 x 771 Pixel ) (S 42/ILTIS (II) der Tieger-Klasse am 15. Oktober 1992 in Wilhelmshaven- 1000 x 510 Pixel ) (Unterseeboote U9 und U10 am 3. Juni 1993- 1000 x 533 Pixel ) (U 14 am 25. Oktober 1994 auslaufend Kiel- 1000 x 293 Pixel ) (Das Minensuchboot SEEIGEL ex M 460, hier noch der LSU (B) als M 204 zugehörig, im August 1956- 1000 x 563 Pixel ) (Minenjagdboot LINDAU am 31. Januar 1994- 1000 x 400 Pixel ) (Minensuchboot WEILHEIM vor dem Umbau zum Minenjagdboot- 816 x 414 Pixel ) (Minensucher WETZLAR der Lindau-Klasse Typ 320 später umgebaut zum Minenjäger - 896 x 580 Pixel ) (Beschreibung Minenjagdboot Wetzlar- 954 x 1363 Pixel ) (Minensuchboot WEILHEIM- 726 x 418 Pixel ) (Die WOLFSBURG nach Umbau zum Lenkboot Klasse 351 (SK)- 1000 x 541 Pixel ) (Schnelle Minensuchboote SIRIUS-REGULUS-FISCHE-RIGEL am 17.Januar 1992 als Auflieger in Wilhelmshaven.- 1000 x 398 Pixel ) (An Privat verkauftes Schnelle Minensuchboot CASTOR der SCHütze-Klasse mit dem jetzigen Namen AQUARIUS- 1000 x 337 Pixel ) (Schnelles Minensuchboot HERKULES - Nach Verkauf an Privat mit dem Namen ARS VIVENDI am 26. Mai 1992- 1000 x 311 Pixel ) (Binnenminensuchboot FRAUENLOB am 23. April 1994 einlaufend Kiel- 1000 x 535 Pixel ) (Die HOLNIS, ein Einzelgänger, aufgenommen am 21. Juni 1994 in der Kieler Förde- 1000 x 418 Pixel ) (Minenjagdboot ROTTWEIL der Klasse 332 am 21. Juni 1994 in Kiel- 1000 x 608 Pixel ) (Minensuchboot LABOE der Klasse 343 am 24. Juni 1994 in Kiel- 1000 x 414 Pixel ) (Tender SAAR der Klasse 402 (SK)- 1000 x 444 Pixel ) (Tender MOSEL (II) der Elbe-Klasse am 1. Juli 1994 einlaufend Wilhelmshaven- 1000 x 386 Pixel ) (Tender MAIN (II) der Elbe-Klasse am 29. Juni 1995 einlaufend Wilhelmshaven - 1000 x 525 Pixel ) (Kleiner Versorger SAARBURG im Sommer 1985 - 1000 x 693 Pixel ) (Schulschiff DEUTSCHLAND am 29. März 1990 einlaufend Wilhelmshaven - 1000 x 424 Pixel ) (GORCH FOCK am 5. Juli 1986 auf der Kieler Förde - 1000 x 660 Pixel ) (GORCH FOCK mit dem Gast Roman Herzog am 20. Juni 1995 - 1000 x 543 Pixel ) (Betriebsstofftransporter TEGERNSEE, aufgeslippt in der Neuen Jadewerft in Wilhelmshaven am 22. Oktober 1994- 1000 x 587 Pixel ) (Betriebsstofftransporter SPESSART - 1000 x 463 Pixel ) (Betriebsstofftransporter EIFEL beim Versorgen der Fregatten Karlsruhe und Braunschweig im August 1977  - 1000 x 629 Pixel ) (Ölbekämpfungsschiff EVERSAND im aufgeklappten Zustand - 1000 x 617 Pixel ) (Das Versuchs und Erprobungsboot BANT des Marinearsenals Wilhelmshaven - 1000 x 570 Pixel ) (Das Versuchs und Erprobungsboot KRONSORT, am 19. Juni 1995 - 1000 x 541 Pixel ) (Seeschlepper SPIEKEROOG am 14. Dezember 1994 - 1000 x 566 Pixel ) (Schlepper NEUENDE am 9. Juli 1994 - 1000 x 493 Pixel ) (Schlepper KNECHTSAND (II) am 20. Juni 1995 während der Flottenschau im Nord-Ostsee-Kanal - 1000 x 587 Pixel ) (Schlepper LANGENESS (II) am 15. Dezember 1994 in der Kieler Förde - 1000 x 515 Pixel ) (Minensuchboot EILENBURG der KONDOR II Klasse, 1990 an BM von VM übernommen, am 11.10.1991 an Uruguay verkauft. Am 5.08.2000 nach Kollision gesunken,  bei dem 13 Mariners starben. - 792 x 396 Pixel )


Schiffe und Boote der deutschen Marine : Stand 2004

Kurz - Steckbriefe

(Fregatte Klasse 122) (Fregatte Klasse 123 ) (Fregatte Klasse 124 ) (Schnellboot Klasse 143 ) (Schnellboot Klasse 143 A ) (Uboot Klasse 206 A)(Uboot Klasse 212 A) (Minenjagdboot Klasse 332) (Minenjagdboot Klasse 333) (Hohlstablenkboot Klasse 352) (Segelschulschiff Klasse 368) (Tender Klasse 404 ) (Flottendienstboot Klasse 423 ) (Segelschulschiff Klasse 441 ) (Mehrzwecklandungsboot Klasse 520) (Landungsboot Klasse 521) (Versorger Klasse 701) (Einsatzgruppenversorger Klasse 702) (Betriebsstofftransporter klein Klasse 703) (Betriebsstofftransporter groß Klasse 704 A) (Schwimmkran Klasse 711) (Druckdock Klasse 715) (Bergungsschlepper Klasse 720 ) (Eisbrecher Klasse 721) (Seeschlepper Klasse 722) (Hafenschlepper Klasse 725)(Minentaucherboot Klasse 742 A) (Funkbeschickungsboot Klasse 744 A) (Mehrzweckboot klein Klasse 745) (Mehrzweckboot mittel Klasse 748) (Wehrforschungsschiff Klasse 750) (Nato - Forschungsschiff Klasse 753/04) (Taucherschulboot Klasse 754 ) (Munitionstransporter Klasse 760 ) (Sicherungsboot Klasse 905) (Barkasse Klasse 945)


Schiffe und Boote der deutschen Marine : Stand 2003



Natürlich gibt es auch Marineflieger und ihre Flugzeuge.



Raik Kolmorgen stellte mir freundlicher weise die Flugzeugbilder zur Verfügung.

Die Bilder zeigen von links nach rechts (1.Reihe):
"TORNADO", 40 Jahre JaboG31, der TORNADO wurde mit einem Jubiläumsanstrich versehen.
"EUROFIGHTER" - PROTOTYP, ist vielleicht auch mal ein Flugzeug für die Bundesmarine.
EUROCOPTER "TIGER", dieser Kampfhubschrauber ist ein neuer NATO - Kampfhubschrauber. Er soll bei der Bundeswehr als PAH-2 (Panzerabwehrhubschrauber 2) eingeführt werden. Wann und ob er allerdings kommt, steht noch in den Sternen.
FAIRLY "GANNET" A.S. MK. 4 flog früher für die Bundesmarine.
Die Bilder zeigen von links nach rechts (2.Reihe): STARFIGHTER F-104G (im Vordergrund) TORNADO (im Hintergrund)
Alle anderen Bilder zeigen Tornados der Marine aus verschiedenen Perspektiven. Beachten hierbei sollte man den Sichtschutz der Flugzeuge. Die des MFG 1 haben ausschließlich einen blau-grauen Sichtschutz, wie er für Flüge über der See optimal ist und die Maschinen des MFG 2 (inzwischen aufgelöst) fliegen mit dem grün-grauen NATO-Sichtschutz, wie er für Flüge über dem Festland optimal ist.


Thorsten Ritter sendete mir folgende zwei Bilder des Tornados (Herzlichen Dank) und schrieb mir dazu folgende Zeilen:

Hallo,
die Info zu den Marinetornados müßten mal überarbeitet werden. MFG 1 wurde 1994 im September geschlossen. MFG 2 wird es noch bis Ende 2005 geben.
Der "Sichtschutz der Flugzeuge", also der Tarnanstrich, unten weiß und oben grau, gibt es nicht mehr.Wir haben meißt den optimalen blau-grauen Anstrich. Ab und wann fliegt auch mal eine Maschine die LW-grün hat.
Anbei mal gute Fotos.
Gruß,
Thorsten Ritter, Flbg
P.S.: ....es gibt da ja noch mehr Flugzeugmuster in der Marine


Am 01. Dezember 2003 haben wir, aktive Besatzungen des Marinefliegergeschwader 2, einen Verein gegründet, mit dem wir den Nachlass der Marinejagdbomberbesatzungen erhalten wollen. (Link anklicken)

(Verein Marinefliegergeschwader 2)




Die neue Luftwaffe


Folgende Beiträge sind entnommen aus dem Magazin für Sicherheitspolitik LOYAL Nr.1 Januar 2004 und hier veröffentlicht unter Vorbehalt der freundlichen Genehmigung der LOYAL Redaktion.

Transformation am Himmel: Mit weniger Waffen mehr Kampfkraft


EPOCHALE VERÄNDERUNGEN


Die Luftwaffe wandelt sich. Sie wird auf die Einsatzaufgaben ausgerichtet, wonach Konfliktverhütung und Krisenbewältigung und nicht mehr so sehr die Verteidigung des deutschen Luftraums gefragt sind. Dabei hemmt der Geldmangel.

Von Rüdiger Moniac


Auch die Deutsche Luftwaffe spürt wie die anderen Teilstreitkräfte der Bundeswehr, dass eine „neue Zeit" anbricht. Im scharfkalten Wind der Veränderung, von den Fachleuten Transformation genannt, muss sie, angeführt von einem neuen Inspekteur , der in diesem Januar sein Amt antritt, die großen Herausforderungen der Zukunft bestehen.
Unter dem gewaltigen Druck von Geldmangel, nicht nachlassendem Interesse der Politik an reduzierter Truppenstärke und einem weithin verbreiteten öffentlichen Unverständnis darüber, was in einer Welt, in der der Terrorismus derzeit als größte Gefahr gilt, eigentlich eine Luftwaffe soll und bewirkt, erleben ihre Angehörigen geradezu epochale Veränderungen. Das kaum wirklich auflösbare Dilemma, dem Druck des Geldmangels im Verteidigungshaushalt ausgesetzt zu sein, beschreibt der in der politischen und militärischen Führung der Bundeswehr derzeit gängige Schlüsselsatz recht klar:
"Auftrag, Aufgaben, Ausstattung und die zur Verfügung stehenden Mittel müssen wieder in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden." Noch klarer formuliert bedeutet das, nicht nur die deutsche Luftwaffe muss sich mit den vorhandenen Finanzmitteln auf die ihr gestellten Aufgaben einrichten.
Stark die Zweifel, ob das grundsätzlich gelingen kann. Selbst der Verteidigungsminister weiß das. Deshalb sagt Peter Struck: "Es stimmt, wir haben finanzielle Einbußen hinnehmen müssen - übrigens wegen der Kabinettssolidarität mit meiner Zustimmung. Aber dies ist auch eine Chance, die beabsichtigte Reform der Bundeswehr, deren Grobplanung mir der Generalinspekteur um den Jahreswechsel vorlegen soll, noch zu beschleunigen. Im Jahr 2007 ist eine reale Steigerung des Verteidigungsetats vereinbart." Ein sehr blasser Hoffnungsschimmer für die Streitkräfte, auch für die Luftwaffe, noch zeitlich weit entfernt am politischen Horizont.
So ist unter den genannten politischen Bedingungen heute sicher, dass die Luftwaffe bis zum Jahr 2015 nur noch über 262 Kampfflugzeuge in sieben fliegenden Geschwadern verfügen wird. Heute sind es noch acht Geschwader mit 426 Kampfflugzeugen (18 MiG-29,121 F-4F, 287 Tornado). Bis 2015 sollen es 177 Eurofighter EF-2000 und 85 Tornado sein.
Trotz der zahlenmäßig Fast-Halbierung der Kampfflugzeuge tröstet sich die Luftwaffenführung mit der (derzeit eher noch theoretischen) Erkenntnis, dass durch gewaltige Modernisierungssprünge die Wirksamkeit der Luftkriegsmittel stärker werden kann. Der Grund dafür ist in der Erkenntnis zu suchen, dass mit Hilfe der Digitalisierung von Führung, Kommunikation, Informationsgewinnung und Waffeneinsatz (siehe "Transformation" auf dieser Seite) die in allen Teilstreitkräften, nicht nur der Bundeswehr, sondern auch in den Partner-Streitkräften - vorhandenen Einsatzmittel einander überlappend verfügt und einsetzbar gemacht werden sollen.
Das wird möglich mit Hilfe der modernen Konzeption des "NetworkCentric Warfare" oder, wie es der Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan formuliert, "Network Enabled Capabilities" (siehe "Transformation"). Voraussetzung dafür freilich ist die konsequente "Digitalisierung" der gesamten Ausrüstung der Streitkräfte, auch der Luftwaffe, die nur mit großem finanziellen Aufwand zu erreichen sein wird. Und damit stoßen die Planer wieder auf das beschriebene Dilemma. Aber auch mit manch lieb gewordene Denkweise, nur die eigene Teilstreitkraft zu sehen und sich hinter ihrer Grenze zu verschanzen, wird sich die Zukunft nicht gewinnen lassen. Denn, nur als ein Beispiel von vielen - es kann künftig passieren, dass Heeressoldaten, wenn sie im Einsatz auf Artillerieunterstützung angewiesen sind, diese von unter der nahen Küste kreuzenden Schiffen (der Marine) oder am Himmel patroullierenden Kampfflugzeugen (der Luftwaffe) und deren Präzisionswaffen erhalten.

Transformation im Militär


Was heißt es, das Militär umzubauen? Wie soll eine Institution wie die Bundeswehr (und mit ihr die Luftwaffe), also etwas Bestehendes, in etwas Neues umgewandelt werden? Und wie kann und soll dieses "Neue" aussehen?
Was physikalisch und elektrisch die "Seele" des Computers ausmacht und ihn erst "lebendig" werden lässt, die Digitalisierung nämlich, also die Bits und damit winzigen Stromstöße, welche die Grundlage sind selbst für die komplizierteste Software, all das schafft heute und verlangt auch eine gewaltige Veränderung des Militärs. Die Digitalisierung bildet die Voraussetzung für die Transformation der Bundeswehr, die nach den US-Streitkräften nun auch in Deutschland mit Macht Einzug halten wird.
Der Generalinspekteur, General Wolfgang Schneiderhan, sagt: "Transformation" ist inzwischen zum Synonym geworden für unsere Vision, wie Streitkräfte zur Bewältigung der sicherheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts beitragen können. Transformation ist die Umwandlung von etwas Bestehendem in etwas Neues. Es geht vor allem darum, einen signifikanten qualitativen Sprung in den Fähigkeiten und damit in der Wirksamkeit unserer Streitkräfte zu erreichen. Es geht nicht mehr um die Optimierung der Duellüberlegenheit. Führungs- und Informationsdominanz im Verbund zur Wirkung zu bringen, um sich eben genau aus diesen überholten Abnutzungstaktiken zu verabschieden, das ist die eigentliche Herausforderung. Das verlangt Streitkräfte, und vor allem ihren Gebrauch, mit ganz neuen Augen zu sehen. Es verlangt, den Verbund der Fähigkeiten innerhalb und zwischen den Teilstreitkräften neu zu denken. Es verlangt, Network Enabled Capabilities zu entwickeln (Fähigkeiten, die sich schaffen lassen, weil Systeme vielfältig miteinander elektronisch vernetzt sind.)

Think Tank



Wie die Luftwaffe im Jahr 2010 und danach aussehen wird, ist derzeit in der Planung und wird, soweit das der Geldmangel im Verteidigungshaushalt zulässt, auch realisiert. Was aber ist in 20, 30 oder gar 40 Jahren? Werden dann noch von Menschen im Cockpit gesteuerte Kampfflugzeuge projektiert werden oder nur noch Automaten, sogenannte UAV (Unmanned Aerial Vehicies), mit denen "Luftmacht" in einer dann modernen Form für die Sicherheit unseres Staates oder einer Staatenkoalition genutzt wird? Diese und weitere geradezu revolutionär anmutende Fragen werden im "Think Tank" der Luftwaffe mit dem Brigadegeneral Rüdiger Heeg (Foto) an der Spitze analysiert. Er leitet im Luftwaffenamt in Porz bei Köln eine mehr als 50 Mitarbeiter umfassende Abteilung.

Stieglitz neuer Inspekteur



Der ehemalige Kommodore des künftigen EurofighterJagdgeschwaders 73 in Laage löst im Januar den bisherigen Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Gerhard Back, ab.

Am 12. Januar wird der neue Inspekteur der Luftwaffe mit einem feierlichen Appell auf dem Fliegerhorst in Porz bei Köln in sein Amt eingeführt. Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz wird Nachfolger von Gerhard Back, der als Vier-Sterne-General Befehlshaber im NATO-Kommando Brunssum/Niederlande wird. Stieglitz, der "Neue", ist wie die meisten seiner Vorgänger als Führer von Jet-getriebenen Kampfflugzeugen in der Luftwaffe groß geworden. Geboren am 3. Oktober 1947 in der Lutherstadt Eisleben, kam er nach dem Abitur in Hannover im Oktober 1968 zur Luftwaffe und wurde nach der Ausbildung zum Offizier zum Flugzeugführer geschult. Anfangs flog er die F-104 G "Starfighter", nach einer Umschulung in Kalifornien die F-4F "Phantom". Generalleutnant Stieglitz hat alle typischen Karriereabschnitte in der Luftwaffe erlebt bis zum Geschwaderkommodore. In den Jahren 1981 bis 1983 absolvierte er den 26. Generalstabsdienstlehrgang an der Führungsakademie in Hamburg. Das NATO-Kommando SHAPE (Supreme Headquarters Allied Powers Europe, Oberkommando der alliierten Streitkräfte in Europa) kennt er aus seiner Tätigkeit im Stabsdienst genauso wie die Arbeit im Stab einer deutschen Luftwaffendivision oder die im Verteidigungsministerium.
Hervorzuheben ist, dass Stieglitz 1994/95 als Kommodore für das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" in Laage verantwortlich war, wo die Luftwaffe heute mit dem Eurofighter in eine sehr fortschrittliche Zukunft fliegt.


Eurofighter


In vierter Generation über der Via Regia

Im mecklenburgischen Laage, gelegen an einer mittelalterichen Handelsstraße, beginnt das neue Zeitalter der Luftwaffe.

Das JG 73 in gespannter Erwartung des Eurofighters


Das "MiG-29" wirkt, als sollte sich niemand mehr hierher verlaufen: Eine dröge, langweilige Bar in billigem Ambiente. Auf den Tischen stehen Zuckerstreuer und Milch in Plastegefäßen. So nannte man das früher, als es noch die DDR gab. Kaffee trinkt hier an diesem Nachmittag niemand. Das "MiG-29" hat geschlossen. Die Autos auf dem angrenzenden Parkplatz gehören den Kunden des benachbarten "Penny". Abends, wenn Feierabend ist im Supermarkt, finden sich Jugendliche aus der teilsanierten, einstigen NVA-Satellitensiedlung Kronskamp im "MiG-29" ein. Manchmal kommen auch junge Leute von unten aus der Stadt, um Dart zu spielen oder Geld im Spielautomat zu verprassen. All zu viele sind es nicht. Wer mobil ist in dieser Region, geht meist zum Arbeiten in den Westen. Samstags legt hin und wieder DJ Rico im "MiG-29" zum Tanz auf. Das ist sogar im zwei Kilometer von Kronskamp entfernten Laage auf Plakaten zu lesen. So richtig locken kann das aber niemanden.
Vor allem keinen der 1300 im Fliegerhorst Laage-Kronskamp stationierten Soldaten, geschweige denn die Piloten. Dabei könnten gerade sie den Gästen der Bar aus eigener Erfahrung berichten, wie es wirklich ist, in einer MiG-29 zu sitzen.
Auf der Kronskamp gegenüber liegenden Straßenseite befindet sich die Einfahrt zum Jagdgeschwader 73 "Steinhoff'. Steinhoff war ein Bundeswehr-General, der sich, sehr kurz gefasst - bei der Lösung der Starfighter- Krise verdient machte. Seit 1997 ist mit seinem Namen die Zukunft der Luftwaffe in dieser Gegend verbunden. Hier im Recknitztal nahe der 3600-Einwohner-Stadt Laage, 22 Kilometer vor Rostock an der mittelalterlichen Handelsstraße "Via Regia" , entsteht das Herzstück der "neuen", im Umbau befindlichen Luftwaffe.
Hier werden die Flugzeugführer mit dem modernsten auf dem Markt verfügbaren Kampfflugzeug vertraut gemacht. Für sie beginnt hier die neue Zeit. Der Eurofighter oder EF-2000 löst die veraltete Phantom F-4F und die unterhaltsaufwendige, unwirtschaftliche, aber in den NATO-Luftwaffen als Trainingspartner geachtete und beliebte MiG-29 ab. Das ist weit mehr als ein Generationswechsel: Der Sprung von der zweiten (F-4F und MiG-29) in die vierte Kampfflugzeug-Generation.

Der Fliegerhorst hat sich herausgeputzt für das neue Zeitalter. Die Baukräne, die sein Bild über Jahre prägten, sind demontiert, Gebäude mit hellem Anstrich errichtet, voll verkabelt und versehen mit modernster Technik. Der Kommodore erwartet die neue Zeit, die der Eurofighter bringen soll, in genauso gespannter Erwartung wie die derzeit noch 1700 Soldaten und Zivilbediensteten auf dem Stützpunkt. „Ja, wir freuen uns auf den Eurofighter", sagt Oberst Peter Hauser. "Wir können es kaum erwarten, dass er endlich auf dem Hof steht". Dafür haben Hunderte Bauarbeiter und IT-Fachleute ihre Tatkraft und die Bundesrepublik etwa 202 Millionen Euro in die Infrastruktur des ehemaligen NVA-Flugplatzes investiert. Nicht zu vergessen die Soldaten, die vor allem aus dem im Hunsrück gelegenen Pferdsfeld, dem Standort des im JG 73 aufgegangenen Jagdbombergeschwader 35, Mitte der neunziger Jahre an die Ostsee kamen, Haus und Hof, Freunde und Bekannte verlassend. Vergangen die Tage, in denen sie mit Zorn im Bauch dem Standort im Westdeutschen den Rücken kehrten, um im Osten neu anzufangen. Heute, sagt der Kommodore lächelnd, wollten die Wenigsten wieder fort.
Hat die Zukunft im Jagdgeschwader 73 bereits begonnen? Oder ist die Schwelle zur Zukunft noch zu überschreiten? Für die Techniker des Geschwaders liegt die Antwort auf der Hand. Ihr Lehr- und Führungspersonal hat im Dezember den elfmonatigen Lehrgang für Ausrüstung und Wartung an der Technischen Schule der Luftwaffe in Kaufbeuren abgeschlossen. Damit kann jetzt das Training der Wartungsmannschaften in Eigenregie der Luftwaffe beginnen. Anders die Piloten: Ihre Schritte an die Schwelle zur Zukunft in der neuen Eurofighter-Schulstaffel verzögern sich. Zwar hat die Ausbildung der ersten Fluglehrer beim Hersteller in Manching begonnen, sie stockt aber immer wieder unvorhergesehen. "Es läuft holperig", sagt Gero Finke. Der Major gehört zu den ersten acht handverlesen Piloten, die am Waffensystem ausgebildet werden. Sie sollen ihrerseits am Eurofighter-Trainings Zentrum in Laage die künftigen EF-Einsatzpiloten ausbilden. Skepsis schwingt in Finkes Worten mit, Skepsis, ob der Zeitplan bis zur Aufnahme des Fluglehrbetriebes in diesem Jahr zu halten ist und damit auch, ob die Einsatzbereitschaft der ersten Staffel mit 53 Piloten im Herbst 2005 wie gefordert hergestellt sein kann. Untrennbar damit verbunden ist jedoch die Erfüllung des künftig von der Luftwaffe geforderten Fähigkeitsspektrums. Nicht nur, dass mit der vom Verteidigungsminister verfügten Außerdienststellung zweier Tornado-Geschwaderäquivalente die Luftflotte kleiner wird; auch die Übernahme der Marineflieger- Aufgaben in der Bekämpfung von Seezielen macht die zeitgerechte Einführung des EF-2000 aus Luftwaffensicht unabdingbar.
Die Schwierigkeiten der Industrie mit dem Flugzeug verschaffen den Männern um Finke Zeit, sich intensiv in die Technik- handbücher des neuen Jets zu vertiefen. Zum fliegerischen Training auf der Phantom F-4F, die einige von ihnen bislang flogen, haben sie in Laage ohnedies keine Gelegenheit mehr. Seit 2002 gehören nur noch MiG-29 zum Geschwader, und auch das nicht mehr lange. Die sowjetischen Einsitzer aus NVA-Erbe werden im Juli einer Einigung auf Regierungsebene entsprechend an Polen übergeben. Bis dahin sollen die ersten Eurofighter „auf dem Hof" stehen und der Ausbildungsbetrieb laufen. Ob dieses Vorhaben verwirklicht werden kann, dafür möchte sich in Laage niemand verbürgen. Nachdem die von der Industrie für Oktober 2003 avisierten ersten sieben Doppelsitzer zu Trainingszwecken noch immer auf sich warten lassen, hält man sich mit Prognosen zurück. Kommodore Hauser hofft, dass es spätestens im Frühjahr losgehen kann. Vieles liegt im Ungewissen, sowohl was die Zahl der künftig an der Ostsee stationierten Maschinen angeht (geplant: 33) als auch den Zeitpunkt ihres Eintreffens. Dass die Industrie nach wie vor Schwierigkeiten mit der multinationalen Produktion des den deutschen Steuerzahler 18 Milliarden Euro (für 180 Stück bis zum Jahr 2015) kostenden Jets hat, beunruhigt nur die künftigen Piloten. Kommodore Hauser indes sieht die Anlaufprobleme gelassen. "Das lässt uns Zeit für eine intensive Vorbereitung", sagt er.
Weniger Im Ungewissen liegt die künftige Aufgabe des Eurofighters. Er ist als Verteidigungsflugzeug (Luft-Luft) wie in einer vertraglich noch nicht gesicherten Version als Angriffsflugzeug (in einer Luft-Boden-Variante) konzipiert. Darin drückt sich die neue Zeit einer "Luftwaffe in der Transformation" aus. Nicht nur die Deutsche Luftwaffe, die Luftwaffen aller europäischen NATO-Staaten müssen sich darauf einrichten, fern des eigenen Staatsgebiets zu Einsätzen in der Lage zu sein. Sie sollen "Interventionsfähigkeit" entwickeln. Welche Anforderungen dafür eines Tages an die Deutsche Luftwaffe gestellt werden, ist den Laien heute längst nicht klar. Und selbst den Fachleuten schwant erst allmählich, dass der Eurofighter in der Zukunft ein Flugzeug sein wird, mit dem - im Verein mit anderen NATO -Partnern - weit entfernt vom eigenen Land "Luft- macht" (airpower) demonstriert werden kann. Dies allerdings zu einem hohen Preis.


Die 180 Maschinen werden den Verteidigungsetat in den nächsten zehn Jahren gewaltig belasten. Wird er nicht nachhaltig aufgestockt oder an anderer Stelle gestrafft und gestrichen, bleibt in Anbetracht weiterer bereits vertraglich vereinbarter teurer Beschaffungsvorhaben kaum Platz für zusätzliche vor allem für das Heer im Einsatz dringend benötigte Investitionen.
Um Luftmacht demonstrieren zu können, ist die entsprechende Bewaffnung des Eurofighters nötig: Flugkörper zum Kampf gegen fliegende Angreifer in kurzer ("Iris-T") wie mittlerer ("Meteor") Reichweite. Für den Einsatz gegen Ziele am Boden sollen die lasergelenkte Präzisionsbombe kurzer Reichweite "GBU-24" und die abstandsfähige Luft-Boden-Präzisionswaffe für große Entfernungen "Taurus" verfügbar sein. Ob diese Waffen in geplanter Stückzahl beschafft werden, ist angesichts der Sparzwänge im Verteidigungsetat schwer vorhersehbar. Doch hofft Oberst Hauser, dass das für die Luftwaffe kein Problem wird.
"Warum sollen wir uns Hunderte Raketen in die Depots legen, wenn wir sie bei Bedarf von der Industrie schnell geliefert bekommen können?"


Noch sind die neuesten Präzisionswaffen für die mit Eurofighter ausgerüsteten Geschwader Zukunftsmusik. Und noch starten die alten MiG-29 dröhnend und rußend auf der drei Kilometer langen Rollbahn in Laage-Kronskamp - was nur wenige der Anrainer auf die Barrikaden treibt. Klagen wegen Fluglärms sind selten, berichtet Laages Bürgermeister Uwe Heinze. Vielmehr sei jeder Auftrag, den der Fliegerhorst der Wirtschaft der Stadt verschafft, wichtig. Dabei warfen vor allem die infrastrukturellen Veränderungen auf dem Fliegerhorst in der Vergangenheit einiges ab. Kernstück der Bautätigkeit waren die Ausbildungsgebäude. Darin pauken die angehenden Eurofighter-Piloten künftig Theorie - in Englisch und komplett Computer-gestützt, wie der Jet, den sie später fliegen. Herz des Ausbildungszentrums sind drei hochwertige Flugsimulatoren. Wenn die ersten Maschinen am modernsten Standort der Luftwaffe eingetroffen sind, dürfte die Zahl der Flugbewegungen im Vergleich zu heute hör- und spürbar zunehmen. In Laage gehört der Lärm von Kampfjets derweil zum akzeptierten Alltag - ob von MiG-29 oder Eurofighter verursacht -.
Die Kronskamper Jugend-Bar-Betreiber indes werden überlegen müssen, wie sie sich auf die künftigen Gegebenheiten einstellen. Die "MiG-29" als Namensgeber ihrer Bar jedenfalls hat ausgedient.



Ein Stück Selbstständigkeit



Im Frühjahr wird der erste von vier zum Tankflugzeug umgebauten Airbus A310 in Dienst genommen. Die Luftwaffe verfügt dann erstmals über eigene strategische Luftbetankungskapazitäten.
Dem Einsatz von Kampfflugzeugen außerhalb der Bundesrepublik waren bislang logistische Grenzen gesetzt. Während des Kosovokrieges etwa mussten die Bundeswehr-Tornados amerikanische und britische Tanker nutzen, um in der Luft auf dem Weg vom italienischen Stützpunkt in ehemals jugoslawisches Gebiet die Kerosintanks zu füllen. Das Anmieten alliierter Betankungskapazitäten kostet die Bundesrepublik im Jahr 16 Millionen Dollar. Mit der Inbetriebnahme des ersten von vier Multi Role Transport Tankflugzeugen (MRTT) auf Basis des Airbus A310 in diesem Frühjahr emanzipiert sich die Luftwaffe nach dem europäischen Kampfflugzeug Eurofighter ein weiteres Stück vom amerikanischen Verbündeten. Die Bundeswehr wird in die Lage versetzt, Jets künftig selbst in der Luft zu betanken und damit unter Zuhilfenahme eigener Kapazitäten Einsatzkräfte schnell in eine Krisenregion zu verlegen. Sie verfügt damit erstmals über eigene strategische Luftbetankungskapazitäten - ein weiterer Baustein im Transformationsprozess.
Doch der Roll-out des ersten A310 (MRTT) Mitte Dezember bei den Elbe Flugzeugwerken in Dresden, Teil eines vom Verteidigungsministerium beauftragten Konsortiums, dem außerdem die Firmen Airbus Deutschland, Lufthansa Technik und EADS angehören, bedeutet mehr als das. Der A310 (MRTT) ist das weltweit erste strategische Tankflugzeug mit einer in diesem Segment unerreichten Wirtschaftlichkeit und Flexibilität. Die Luftwaffe erhält mit dem im Zivilflugbetrieb weltweit bewährten Airbus A310 ein zuverlässiges, modernes Flugzeug, das nicht allein zur Luftbetankung sondern für verschiedene Missionen ausgerüstet werden kann. Jeder der vier MRTT-Airbusse, die sich bereits seit Jahren im Dienst der Luftwaffe etwa zum Transport von Soldaten in die Einsatzgebiete befinden, ist im Bedarfsfall binnen 50 Stunden zum Personen- und Materialtransporter sowie fliegenden Lazarett (Med Evac) umrüstbar. Somit stellt die Fähigkeit zur Luftbetankung nur eine Erweiterung des Einsatzspektrums der Luftwaffe-Airbusse dar. Eine Fähigkeit allerdings, die die NATO-Partner erfreut zur Kenntnis nehmen werden. Im europäischen Verbund sind die Tankerkapazitäten äußerst beschränkt - die Luftwaffe wird sich künftig Dank der neuen Fähigkeit vor dem Hintergrund ihrer Einsatzorientierten Ausrichtung stärker ins Bündnis einbringen können. Im Sommer 2005 sollen die vier Maschinen komplett einsatzklar sein.

Nur noch "Patriot"


Zur Flugkörper-Abwehr verbleibt einzig ein System für große Reichweiten in Dienst. "Hawk" und "Roland" werden aussortiert.


Der Schnitt war scharf und in seiner Tiefe nicht vorhersehbar. Verteidigungsminister Peter Struck ließ indes im vergangenen Sommer keinen Zweifel an seinem Entschluss: "Hawk" und "Roland" werden außer Dienst gestellt. Die beiden Flugabwehrsysteme, von der Luftwaffe Jahrzehnte lang zum Schutz des deutschen Luftraums in kurzer und mittlerer Reichweite verwendet, sind vor dem Hintergrund der neuen Bedrohungsanalyse für die Bundesrepublik obsolet geworden. Luftverteidigung erfolgt künftig im europäischen Verbund, Flugabwehr im mittleren und im Nahbereich beginnt nicht erst an den deutschen Grenzen, sondern an den Borderlines Europas, wenn nicht sogar der NATO.
So gesehen, ist die Außerdienststellung aller "Hawk"- und "Roland"-Verbände der Luftwaffe bis spätestens 2006 eine logische Konsequenz der verteidigungspolitischen Richtlinien Strucks und ein Baustein im Transformationsprozess der Bundeswehr. Zur Abwehr von Flugkörpern in größeren Entfernungen und Höhen verbleibt das "Patriot"-System in der Luftwaffe - verbunden mit einigen Umstrukturierungen an und Schließungen von Standorten. Die Beschaffung neuer Flugkörper "PAC III", die "Patriot" zur Abwehr ballistischer Raketen befähigen sollen ("Hit-to-kill"), befindet sich nach wie vor im politischen Entscheidungsprozess. Das gilt ebenso für Nachrüstungen in den Bereichen Radar und Systemsoftware. Die Beschaffung des als Nachfolger von "Hawk" und "Roland" geplanten US-Medium Expendet Air Defense System (Meads) steht nicht zuletzt wegen der immensen Kosten in Frage.


Warten auf die Zukunft


Im strategischen Lufttransport sind mit der betagten aber zuverlässigen Transall die Grenzen erreicht. Die Anforderungen der Armee im Einsatz kann erst der A400M erfüllen. Von Marco Seliger


Manchmal fordern deutsche Piloten den Amerikanern Respekt ab. Als im Sommer vergangenen Jahres eine Bundeswehr-Transall die löchrige Betonpiste des Flugfeldes Kunduz das erste Mal überflog, war den US-Soldaten des nordostafghanischen Wiederaufbauteams klar, dass die "Germans" Ernst machen mit ihrem erweiterten Engagement am Hindukusch. Der Pilot steuerte die Maschine noch ein zweites Mal, Flugplatz und Umgebung inspizierend, über die Piste, ehe er den Transporter mit Angehörigen eines Erkundungsteams und Gerät an Bord sicher landete. Der Willkommensgruß der Amerikaner galt denn auch nicht zuletzt der Flugzeug-Besatzung, die wie so oft in den 35 Jahren, in denen sich die Transall in Diensten der Luftwaffe befindet, bewiesen hat, dass den Deutschen eine halbwegs befestigte Landebahn reicht, um mit ihren Flugtransportern ein Einsatzgebiet zu erreichen.
Inzwischen sind Flüge nach Kunduz gewissermaßen Routine. Zwei bis drei Transall am Tag schaffen derzeit vom Stützpunkt Termez im Süden Usbekistans hauptsächlich Material an den neuen Einsatzort. Erneut erweist sich das für den Betrieb auf mittleren Entfernungen in einem fiktiven mitteleuropäischen Kampfgebiet konzipierte Transportflugzeug fern Deutschlands als weitestgehend zuverlässig. Und wenn es seine an der Grenze des Erträglichen belasteten Besatzungen nicht gerade nach Kunduz steuern, befindet es sich, beladen mit Personal oder Material, auf dem Weg nach Kabul - oder Sarajewo, Skopje, Pristina, Mombasa, Djibouti, Decimomannu, Kreta, Washington, Holoman oder sonstwohin in der Welt. „Wir sind die Luftwaffe im Einsatz", sagt Helmut Frietzsche, Kommodore des Transportgeschwaders 63 in Alt Duvenstedt/Hohn. Womit er recht hat. Kein Einsatz der Bundeswehr wäre denkbar ohne die Transportflieger aus Hohn, Penzing oder Wunstorf. Seit den frühen 90-ern transportiert die Luftwaffe Soldaten und Gerät in die Einsatzgebiete, zunächst nach Asien (Kambodscha) und Afrika (Somalia), später auf den Balkan (Kroatien, Bosnien, Mazedonien, Kosovo), dann nach Afghanistan (Kabul, Kunduz). Auf den eigentlichen Transport blieb es nicht beschränkt. In Termez und in Kabul, tausende Kilometer fern der Heimat, betreibt die Luftwaffe Stützpunkte – wohl niemand hat mit diesem Szenario gerechnet, als 1968 die Transall in die Bundeswehr eingeführt wurde. Heute wird jede der 83 Maschinen gebraucht, ob sie in Termez stationiert ist oder in Wunstorf zur Ausbildung von Piloten genutzt wird.


Dabei wird die Transall aufgrund des immensen Wartungsaufwandes und der hohen Reparaturanfälligkeit den Anforderungen der Bundeswehr im Einsatz nur noch eingeschränkt gerecht. Etwa dann, wenn viel Personal und vor allem Material über große Entfernungen schnell transportiert werden muss. Die geringe Ladekapazität von maximal 16 Tonnen, die niedrige Reisegeschwindigkeit von 450 km/h und das kleine Tankvolumen lassen manche Verlegung zur unendlichen Geschichte werden. Für den Transport von Material etwa im Rahmen der EU-Operation "Artemis" im Sommer 2003 ins ugandische Entebbe brauchten die Trans-all-Mannschaften von Deutschland aus 43 Flugstunden und vier Zwischenstopps.


Die Luftwaffe ist im Bereich des strategischen Lufttransports an ihren Grenzen angelangt. Großgeräte wie Hubschrauber oder Transportpanzer kann mit Transall nicht verlegt werden. Für den Afghanistan-Einsatz müssen russische und ukrainische Großraumtransporter gemietet werden, die das Material für viel Geld von Köln nach Kabul fliegen. Ein teueres Unterfangen, das noch Jahre dauern könnte. Die Einführung des neuen Transportflugzeugs Airbus A400M, ein bedeutender Baustein im Transformationsprozess der Luftwaffe, dürfte nicht vor 2010 beginnen. Und dieser Zeitplan ist äußerst optimistisch angelegt. Bis er greift, wird sich die Luftwaffe mit Interimslösungen wie dem Leasing russischer „Antonow" oder amerikanischer C-17 helfen müssen.


Die Zwischenlösung: Mit gescharterten "Antonow" (im Hintergrund) Material nach Kabul geflogen.


Auch die europäischen Partner verfügen weder einzeln noch in Koalitionsanstrengungen über ausreichende Transportkapazitäten. Und das, obwohl die Anforderungen im strategischen wie im operativ-taktischen Lufttransport wegen der Verpflichtungen in den schnellen Eingreiftruppen von NATO (NRF) und EU künftig erheblich steigen werden. Ein besonderes Defizit besteht beim Transport schwerer Ladung durch Großraumflugzeuge, die auf NATO-Seite nur die Amerikaner und in geringer Anzahl die Briten vorhalten. Im Bündnis ist die Beseitigung dieses Defizits hoch priorisiert, einige europäische Staaten haben begonnen, auf der Grundlage bilateraler Vereinbarungen Lufttransportleistungen auszutauschen, um kurzfristige Kapazitätslücken zu schließen. Doch im heutigen Geflecht multilateraler Aktivitäten wie im Irak fehlt es diesen Vereinbarungen deutlich an der erforderlichen Flexibilität, wie der scheidende Inspekteur Luftwaffe, Generalleutnant Gerhard W. Back, unlängst feststellte.


Um mehr Effizienz im Lufttransport bemüht, beschlossen Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Holland und Spanien im Jahr 2001 die Einrichtung einer europäischen Koordinationszelle für den Lufttransport. Dahinter steht die Vorstellung, die vorhandenen Kapazitäten effizienter multinational zu nutzen. So könnten künftig etwa die mit den Deutschen besonders eng kooperierenden holländischen Streitkräfte noch stärker als bisher die Transportkapazitäten der Luftwaffe in Anspruch nehmen. Vorstellbar ist auch, dass Charterverträge und Leasingvereinbarungen mit zivilen Betreibern von Großraumflugzeugen schon bald multinational abgeschlossen werden. Zumindest solange, bis der A400M in allen am Projekt beteiligten europäischen Staaten in genügender Anzahl verfügbar ist. Für die Luftwaffe ist die volle Einsatzbereitschaft der Transportgeschwader (Hohn, Penzing) mit 60 A400M nicht vor 2016 zu erwarten, vorausgesetzt, die Ausgaben von voraussichtlich 8,3 Milliarden Euro sprengen in den nächsten Jahren nicht den ohnehin mit Beschaffungen schwer belasteten Verteidigungsetat.



Verschiedene Schiffstypen der Deutschen Marine Teil 1: Zerstörer LÜTJENS ; Fregatte KÖLN ; Flottendienstboot THETIS ; U - Boote WILHELM BAUER ; U - 9 ; U - 10 ; Schnellboot OZELOT der Zobel - Klasse ; Minenjagdboot LINDAU ; Binnenminensuchboot FRAUENLOB ; Minensuchboot LABOE der HAMELN-Klasse; Sicherungsboot BAUMHOLDER ;

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