Deutschland trauert mit den USA


zur Erinnerung des Anschlages auf das WORLD-TRADE-Center am 11.September 2001

Furchtbarer Terroranschlag auf das WORLD-TRADE CENTER in New York

Terroristen haben am 11.September 2001, vier voll besetzte Flugzeuge gekappert und damit einen kriegerischen Angriff auf Einrichtungen der USA geflogen. (Pentagon und beide Türme des WORLD TRADE CENTER waren betroffen)

Die Skyline von Lower Manhattan wurde von den beiden jeweils 420 m hohen Türmen des World Trade Centers bestimmt, bis am 11. September 2001 um 8:45 und 9:03 Uhr morgens zwei entführte Linienmaschinen aus Richtung Boston von Terroristen eines Selbstmordkommandos in die beiden Türme gelenkt wurden und diese zum Einsturz brachten.Dabei kamen nach Schätzungen mehrere 1000 Menschen ums leben. Letzte Zahl: 2992 tote, darin enthalten 157 Todesopfer der Flugzeuge) Fast zeitgleich wurde das Pentagon, das amerikanische Verteidigungsministerium, in Washington von einem ebenfalls entführten Flugzeug getroffen. Dabei kamen nach ersten Schätzungen bis zu 300 Menschen ums Leben.
Die Geschichte des Gebäudes: Als es 1974 eingeweiht wurde, hatte die Stadt New York ein weiteres Wahrzeichen hinzugewonnen. Mehr als 50000 Angestellte von rund 450 Firmen gingen im World Trade Center ihrer Arbeit nach.
Das Architekturbüro Minoru Yamasaki & Ass. war nur durch statische Neuerungen in der Lage, die 109 Stockwerke hohen Türme zu bauen. Das enorme Gewicht der Gebäude wurde von einem inneren Drahtkäfig getragen, wodurch allerdings nur kleine Fenster eingebaut werden konnten. Insgesamt nahm der Komplex eine Fläche von 64570 m2 ein, wovon der Innenhof bereits ein Drittel beanspruchte. Zum World Trade Center gehörten neben den Zwillingstürmen noch vier weitere Gebäude, u. a. das US Customs House und das Vista Hotel. Unter den Gebäuden befand sich ein unterirdischer Gang, der von Geschäften und Restaurants gesäumt war. Von hier gelangte man zu allen Teilen des World Trade Centers.
Rund 90.000 Besucher fuhren täglich mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform oder zur Dachpromenade des World Trade Centers No. 2, um den unvergleichlichen Blick auf New York zu genießen. Dafür benötigte der Aufzug lediglich 58 Sekunden!

Die folgenden Bilder sind "ohne Worte":

DIESE TAT WAR WEDER ALLAH`S - NOCH DES TEUFELS WILLE.


DIESE TAT WAR VOM MENSCHEN PRODUZIERT,


DEM MENSCHEN ,


DER FREI IN SEINEN ENTSCHEIDUNGEN IST ,


ETWAS ZU TUEN ODER ES ZU UNTERLASSEN.


ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG ,


FÜR SO EIN VERBRECHEN.



Die Opferliste enthält ca 3070 Todesopfer. Aber das Ausmaß dieser Katastrophe wird einem viel deutlicher vors eigene Auge geführt, wenn man hinter jedem Namen eine Kerze vorfindet, so wie hier. Bitte klicken Sie den nachfolgenden LINK unter der Kerze zur Erinnerung einmal an.


Opferliste des 11. Septembers 2001

Spendenvereinigungen

Filmtip

Ground Zero - DIE ERSTEN 24 STUNDEN -

ist eine außergewöhnliche Reportage über den Ablauf der Ereignisse am World Trade Center in New York am 11. September 2001. Ein Tag, der die Welt veränderte.

Ground Zero - Das Jahr danach -

Diese beeindruckende PBS - Dokumentation zeigt in außergewöhnlichen und bewegenden Bildern die Zeit nach dem feigen Terroranschlag auf das World Trade Center vom 11. September 2001 - das unfassbare Entsetzen und die Verzweiflung an einem Ort von Tod und Verwüstung. Der Film rekonstruiert anhand von Computeranimationen die katasttrophalen Folgen der Flugzeugeinschläge und zeigt u.a. die wichtigen Rettungsmaßnahmen zum Erhalt der Schutzwände, die eine Überflutung Lower Manhattens durch den Hudson River verhindern.

11. September 2001 - die letzten Stunden im World Trade Center

Ende Juni 2001 begannen die Brüder Jules und Gedeon Naudet in einem Feuerwehrhaus in New York zu filmen. Sie wollten den Alltag eines jungen Feuerwehrmannes zeigen, der, frisch von der Akademie kommend, seinen Job antrat. Das erschütterndste Ereignis, das während der folgenden Monate eintrat, war der Tod eines jungen Kollegen. Niemand konnte ahnen, dass es bald unvorstellbar viel schlimmer kommen würde.
Am Morgen des 11. Septembers 2001 bricht Jules mit einigen Feuerwehrleuten zu einer Routinefahrt auf. Da hört er plötzlich den Lärm eines Flugzeugs dicht über der Stadt, reißt die Kamera hoch und filmt als Einziger den Moment, als das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers rast. Vor Schreck lässt er fast die Kamera fallen. Aber das ist erst der Anfang des Horrors, der in den folgenden eineinhalb Stunden über die Feuerwehrmänner und ganz New York hereinbrechen wird.
Jules fährt mit den Feuerwehrleuten zum WTC, wo die Chefs in der Lobby des brennenden Turms ihr Hauptquartier einrichten. Ständig neu eintreffende Feuerwehrmänner werden nach oben geschickt. Da kein Fahrstuhl mehr funktioniert, bedeutet das, dass sie mit über 60 Pfund Gewicht auf dem Rücken mehr als 80 Stockwerke hinauflaufen müssen.
Die Dokumentation erhält ihre emotionale Spannung vor allem durch die verschiedenen Blickwinkel, aus denen der Zuschauer das Geschehen erlebt. Einerseits Jules im Inneren des WTCs, andererseits Gedeon von außen, dazwischen Interviews mit überlebenden Feuerwehrmännern. Zum Ende hin wird es allerdings etwas zu pathetisch. So sieht man Passanten und Feuerwehrleute, dick mit Staub bedeckt, aus den Trümmern wanken, begleitet von getragener Musik.
Das vorliegende Video bildet ein einmaliges, authentisches Dokument der Ereignisse des 11. Septembers. Jules war der einzige Kameramann, der noch innerhalb des World Trade Centers filmen konnte, bevor die Gebäude einstürzten. Der ganze Film mit seinen über zwei Stunden Dauer plus einer weiteren Stunde Interviews mit überlebenden Feuerwehrmännern ist allerdings etwas lang geraten. Wohltuend sind die ausnahmslos nachdenklichen Worte der Überlebenden, die sich keineswegs als Helden fühlen. Sie haben Glück gehabt, das wissen sie. Nach dem Verlust so vieler Kollegen ist ihr Job jedoch nicht mehr derselbe wie zuvor.(Die unteren drei Bildchen anklicken und lesen) Die Filme können in jedem DVD Geschäft oder im Internet bestellt werden. z.B. AMAZON.de



Opferliste des 11. Septembers 2001

Spendenvereinigungen

Osama bin Laden, der Top-Terrorist wird von den Amerikanern als Hauptschuldigen betrachtet, für den kriegerischen Anschlag auf das WORLD TRADE CENTER. Osama bin Laden genießt Gastrecht in Afghanistan. Die Taliban verweigern die Auslieferung dieses Terroristen an die USA. Die WELT steht gegen die TALIBAN. Hoffentlich macht Amerika das wieder gut, was es dem afghanischen Volk schuldet.

(Den letzten Satz soll jeder für sich Interpretieren. Ich weiss schon längst nicht, auf welche Weise das geschehen muss. Ich weiss nur, das was geschehen muss.)

Die Deutschen trauern auch um das Afghanische Volk

Nun ist wieder Krieg in Afghanistan. Die Weigerung der Taliban, den Terroristen Osama bin Laden und seine Gefolgsleute an die USA bedingungslos auszuliefern, veranlasste die Amerikaner, Bomben auf Kabul und andere Städte in Afghanistan zu werfen. Amerika verfolgt damit meiner Meinung nach zwei Ziele. Den Terroristen das Handwerk zu legen, die verantwortlich sind, für den grausamen Terroranschlag auf das World Trade Center in New York; und zweitens das Taliban-Regime zu stürzen. Hoffentlich geht die Rechnung der Amerikaner und seiner Verbündeten auf. Und hoffentlich wird anschliessend eine Regierung gebildet, die aus einem Mehrparteiensysthem besteht, getrennt von der Religion. Da wird von den Vereinten Nationen noch eine Menge Arbeit zu leisten sein. Ich hoffe, das nach dem Krieg, der meiner Meinung nach unvermeidlich ist, ein besseres Afghanistan entstehen wird. Beim Wiederaufbau von Afghanistan ist die ganze Welt gefordert.Den Afghanen muss eine Infrastruktur geschaffen werden, ohne Mohnanbau, in der keiner mehr zu hungern braucht und ein dauerhafter Frieden gewährleistet wird.

GOTT UND ALLAH HABEN AFGHANISTAN SCHON LÄNGST VERLASSEN

"Im Namen Allahs"

Die jungen Männer mit ihren buschigen schwarzen Bärten patrouillieren in japanischen Geländewagen oder Pick-ups mit weißer Flagge, der Standarte der Taliban, durch die Straßen. Mit der Kalaschnikow im Anschlag sind die Turbanträger allzeit bereit, jeglichen Verstoß gegen Gebote des Korans, so wie sie die auslegen, drakonisch zu ahnden.
Häscher des ,,Amtes für die Überwachung der islamischen Moral und die Bekämpfung der Sünde" zerren schwerkranke und sogar gebärende Frauen aus jenen Krankenhäusern, in denen männliche Mediziner behandeln. Sie schneiden Mädchen mit lackierten Nägeln die Finger ab. Sie steinigen Ehefrauen, die der Untreue bezichtigt wurden, peitschen Kinder aus, die mit unerlaubtem Spielzeug ertappt werden, prügeln Männer, die allesamt der Bartpflicht unterliegen, zur Moschee, hängen als Gegner Verdächtigte öffentlich an Kranwagen auf.
Die Meinung Ungläubiger, vor allem von ,,Farangi", Ausländern, interessiert die Zeloten keinen Deut. Die ,,Taliban", wie sie sich selbst nennen, trotz der Bedeutung des Wortes (Schüler oder Student) größtenteils Analphabeten, haben Afghanistan ein fundamentalistisches Religionsregime aufgezwungen.

Das System ist allenfalls mit Pol Pots mörderischem Steinzeitkommunismus im Kambodscha der siebziger Jahre vergleichbar.

Die Taliban beherrschen etwa zwei Drittel des von zwei Jahrzehnten Krieg und Bürgerkrieg verwüsteten Landes.
Die knapp 20 Millionen Afghanen haben unter unsäglichen Opfern ein Jahrzehnt sowjetischer Besatzung und Jahre eines mörderischen Bruderkrieges zwischen den Befreiern - verfeindeten Mudschahidin-Banden - hinter sich gebracht. Gelandet sind sie nun in einem sogenannten Gottesstaat, der für die meisten seiner Bürger die Hölle ist. Die Taliban haben fast alle Schulen und die Universität der Hauptstadt Kabul geschlossen, Film und Fernsehen, Musik und Bilder verboten. Aber auch Fußballspielen, das Halten von Tauben, Drachenfliegen, jedwedes Spielzeug, das Mensch oder Tier zeigt, sind gebannt - einschließlich Schach, weil das ein ,,Glücksspiel" sei. Frauen wurden jedes Menschenrechtes beraubt - sie dürfen weder zur Schule noch zur Arbeit und nur völlig verhüllt unter einem Burka genannten Umhang, zusammen mit dem Ehemann oder einem männlichen Blutsverwandten, das Haus verlassen.
Von der Straße aus einsehbare Fenster müssen geschwärzt sein, um fremde Blicke ins Haus, wo Frauen sich bewegen, zu verhindern. Unter ihrem zeltförmigen Umhang dürfen Frauen weder Schuhe mit hohen Absätzen tragen noch weiße Socken - weil die sexuell aufreizend wirken könnten. Denn im Paschtunwali dem Rechtskodex der Paschtunen mit den zentralen Begriffen "Ehre" und "Schande", ist die Frau dem Mann sehr viel strenger untergeordnet, als es das islamische Gesetz vorsieht. Frauen dürfen kein Land erben, Scheidung ist Tabu, schon der Verdacht der Unkeuschheit reicht aus für ein Todesurteil.

Die Taliban, die reaktionärsten aller islamischen Fundamentalisten, sind ein Produkt dumpfer Dorftraditionen aus den Schluchten des Hindukusch und von den USA geförderter Geheimdienst-Ränke.


Als Schöpfer der Gotteskrieger gilt der pakistanische Geheimdienstoffizier Sultan Amir, der seine Ausbildung von Green Berets im US-Fort Bragg erhielt, bevor er afghanische Mudschahidin für den Einsatz gegen die Russen im Nachbarland drillte. Er rekrutierte seine jungen Kämpfer vor allem aus Koranschulen in den Flüchtlingslagern der Afghanen in Pakistan. Als die Russen sich zurückzogen, bediente sich Pakistan der Taliban, um Handelswege zu den asiatischen Nachfolgerepubliken der Sowjetunion in Zentralasien zu sichern. Dabei fand sich eine unheilige Allianz zusammen: saudische Islam-Puristen, die an einem Muslimstaat ihrer Prägung an der Grenze zum feindlichen Iran interessiert waren und dafür Millionen locker machten, amerikanische Öl-Lobbyisten wie die kalifornische Unocal Company, die eine Pipeline von der pakistanischen Küste zu den Öl- und Gasfeldern Zentralasiens planen, islamische Terroristenorganisationen und internationale Drogenkartelle, die Opium aus Taliban-Territorium beziehen.

Porträt: Mullah Omar, Führer der Taliban

Der Amirul Muminin (Oberster Führer der Gläubigen) Mullah Mohammed Omar lebt völlig zurückgezogen in der Stadt Kandahar im Süden Afghanistans.
Dort ist das geistige Zentrum seiner herrschenden Taliban, die das Land am Hindukusch von Kabul aus verwalten. Doch es gilt letztlich nur ein Wort - das von Mullah Omar, der den Afghanen ein Leben nach fundamentalen islamischen Grundsätzen wie im Mittelalter verordnet hat.
Der Außenwelt ist der Mann, der Osama Bin Laden schützt und deshalb die Supermacht USA fürchten muß, weitgehend ein Rätsel geblieben. Omar, der um 1960 in der afghanischen Provinz Urusgan geboren wurde, empfängt keine Ausländer. Ein offizielles Foto oder gar Porträts von ihm sind nicht vorhanden. Seit er 1994 in Afghanistan erstmals von sich Reden machte, gab er nur einige wenige Interviews.
Im "Heiligen Krieg" gegen die sowjetischen Besatzer verlor er ein Auge und wurde schwer an einem Bein verletzt. Am 24. August 1999 überlebte er ein Attentat. Eine seiner vier Frauen soll aber getötet worden sein, als eine Autobombe vor seinem Haus explodierte.
Aus seinen frühen Lebensjahren ist nur bekannt, dass er in einer der strengen fundamentalistischen Koran-Schulen an der pakistanisch-afghanischen Grenze studierte. Als die Sowjetarmee 1989 abziehen musste, und sich die verschiedenen Gruppen von Mudschahedin (Gotteskrieger) untereinander bekämpften, zog sich Omar zurück und lehrte an einer Koran-Schule. Im Juli 1994 dann gaben marodierende und vergewaltigende Mudschahedin im Bezirk Kandahar dem Mullah den Anstoß, sich in die Machtkämpfe einzumischen. Er rief seine Schüler dazu auf, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Die Bewegung der Taliban-Milizen war geboren. Mullah Mohammad Omar führte sie zum Sieg und übernahm 1996 die Herrschaft.
Die Bevölkerung begrüßte zunächst Reformen wie etwa die Abschaffung der Tradition, dass Witwen den Bruder des Mannes heiraten müssen. Dies war das Schicksal seiner Mutter gewesen, als Omar vier Jahre alt war und der Vater starb. Die immer strengere Herrschaft nach den Regeln des islamischen Rechts hat inzwischen jedoch Millionen Afghanen ins Ausland fliehen lassen.

Die britische Regierung veröffentlichte wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September ein Dokument über die terroristischen Aktivitäten von Osama bin Laden und seine Organisation AI Quaida. Die darin zusammengefassten Erkenntnisse stammen vor allem aus geheimdienstlichen Quellen, heißt es in den Vorbemerkungen zu dem Text.

Einführung

Die von der Regierung gefundenen klaren Erkenntnisse sind:
Osama bin Laden und AI Quaida, das terroristische Netzwerk, das er anführt, planten und führten die Anschläge vom 11. September 801 aus, die zahlreiche Todesopfer hatten;
Osama bin Laden und AI Quaida haben den Willen und die Fähigkeiten, um weitere Anschläge auszuführen;
das Vereinigte Königreich und seine Bürger sind potentielle Ziele; und
Osama bin Laden und AI Quaida waren zu diesen Anschlägen allein wegen ihrer engen Beziehungen zum Taliban-Regime in der Lage, das ihnen straflos erlaubte, ihre terroristischen Aktivitäten zu verfolgen...

Zusammenfassung

Die einschlägigen Fakten zeigen:


Hintergrund

AI Quaida ist eine terroristische Organisation, die Teil eines globalen Netzwerks ist, das mehr als zehn Jahre existiert. Es ist gegründet und die ganze Zeit von Osama bin Laden geführt worden.
Osama bin Laden und AI Quaida haben sich vorgenommen, einen Dschihad (»Heiligen Krieg«) gegen die USA und ihre Verbündeten zu führen. Eins ihrer formulierten Ziele ist die Ermordung von amerikanischen Bürgern und Anschläge auf die Verbündeten der USA.
Osama bin Laden und AI Quaida haben ihre Basis seit 1996 in Afghanistan. Darüber hinaus verfügen sie über ein Netzwerk von Operationsmöglichkeiten, das sich über die ganze Welt spannt. Das Netzwerk umfasst Trainingscamps, Warenhäuser, Kommunikationseinrichtungen und kommerzielle Stützpunkte, von denen bedeutende Geldsummen zur Unterstützung ihrer Aktivitäten aufgebracht werden können. Diese Aktivitäten schließen ein, den illegalen Handel mit Drogen aus Afghanistan gleichfalls dafür zu nutzen.
Osama bin Ladens AI Quaida und das Taliban-Regime unterhalten enge Beziehungen auf der Grundlage gegenseitiger Abhängigkeit. Osama bin Laden und AI Quaida stellen dem Taliban-Regime Material zur Verfügung und unterstützen es finanziell sowie militärisch. Gemeinsam unterhalten sie den Drogenhandel. Das Taliban-Regime erlaubt bin Laden, seine Trainingscamps zur Ausbildung von Terroristen zu unterhalten, garantiert ihm Schutz gegen Angriffe von außen und sichert seine Drogenlager. Osama bin Laden könnte seine terroristischen Aktivitäten ohne das Bündnis mit dem Taliban-Regime und dessen Unterstützung nicht ausführen. Die Stärke von Taliban würde ohne den finanziellen und militärischen Beistand Osama bin Ladens entscheidend geschwächt sein.
Osama bin Laden und AI Quaida haben die Fähigkeiten, größere terroristische Anschläge auszuführen.
Osama bin Laden hat für die Anschläge auf US-Soldaten in Somalia im Oktober 1993 die Verantwortung übernommen, bei denen 18 von Ihnen getötet worden waren. Auch für die Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im August 1998, wobei 224 getötet und fast 5000 verletzt worden waren. Gleichzeitig existieren Verbindungen zum Anschlag auf das US-Kriegsschiff »Cole« am 12. Oktober 800, bei dem 17 Besatzungsmitglieder und 40 weitere Menschen getötet worden waren. Sie haben sich bemüht, nukleares und chemisches Material in ihren Besitz zu bekommen, um es als Terrorwaffen einzusetzen.

In Verbindung mit den Terroranschlägen vom 11. September

Nach dem 11. September haben wir erkennen müssen, dass Osama bin Laden nicht lange davor die Absicht verkündet hatte, einen größeren Anschlag auf Amerika auszuführen. Die Detailplanungen für die Terrorattacken des 11. September waren von einem der engsten Mitstreiter Osama bin Ladens betrieben worden. Es gibt Beweise dafür, dass mindestens drei der 19 Flugzeugentführer des 11. September 801 Verbindungen zu Al Quaida hatten. Die Anschläge des 11. September waren ähnlich sowohl in ihrer Zielsetzung und beabsichtigten Wirkung mit früheren von Osama bin Laden und AI Quaida inszenierten. Auch die Merkmale waren dieselben.


Unter anderem:


Selbstmord-Angreifer

Koordinierte Angriffe am selben Tag

Das Ziel, möglichst viele amerikanische Todesopfer zu erreichen

Uneingeschränkte Inkaufnahme auch anderer Opfer, selbst muslimischer

Sorgfältige Planung von langer Hand

Vorher keine Warnungen

AI Quaida verfügt über die Fähigkeit und den Willen, weitere Anschläge auf die USA und ihre Verbündeten, Großbritannien eingeschlossen, auszuführen.

AI Quaida gibt vor Terroranschlägen keine Warnung.

Der saudische Millionär Osama bin Laden soll hinter den fürchterlichen Anschlägen von New York und Washington vom 11. September stehen. Dafür haben die USA ihren Verbündeten in der Nato Beweise vor gelegt, so dass der Nato Rat am 3. Oktober den Bündnisfall auslöste. Seit diesem Tag steht erstmals in ihrer Geschichte die Nato hinter einem von außen angegriffenen Staat, den Vereinigten Staaten von Amerika. Jedes Bündnismitglied ist bereit und willens, den USA im Kampf gegen den ausgemachten Terrorführer bin Laden alle Unterstützung zu gewähren, um die Washington Nachsucht.
Osama bin Laden wird als der Drahtzieher der Terroranschläge bezeichnet. Seitdem er aber im Fadenkreuz der Geheimdienste ist, hat er die direkte Führung von Terrorkommandos aufgegeben. Die Terroristen werden in seinen Lagern ausgebildet und dann in alle Teile der Welt entlassen. Dort haben sie den Auftrag, dezentral Kommandos zu bilden, die sich ihre Ziele selbsttätig suchen und die Aktionen dezentral durchführen. So wird jeder direkte Hinweis auf bin Laden vermieden.
Zur Begründung solcher Anschläge sagte bin Laden in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« im Mai 1998: »Es ist schwer, mein Handeln zu begreifen, wenn man nicht den Islam versteht. Gott befiehlt uns den Heiligen Kampf, den Dschihad, um sein Wort über die Worte der Ungläubigen zu stellen. Wir glauben, dass dies ein Dienst an Gott ist.« Osama bin Laden ist heute 45 Jahre alt, saudischer Herkunft und Multimillionär. Er lebt in einem Versteck in der zerklüfteten Bergregion Afghanistans südwestlich der Stadt Kandahar und unter dem Schutz der dort herrschenden radikalislamischen Taliban-Milizen. Osama bin Laden ist eines von 53 Kindern des saudischen Baumagnaten Mohammad Awad bin Laden. Seine Mutter, eine Palästinenserin, eine von zehn Frauen seines Vaters, brachte Osama 1955 in Jeddah zur Welt. Der bin Laden-Clan verdiente mit Regierungsaufträgen ein Riesenvermögen. Geschätzte fünf Milliarden US-Dollar sollen auf den Konten liegen. Osama selbst soll Zugriff auf 300 Millionen Dollar haben. Wichtige Bauaufträge waren die höchsten Heiligtümer des Islam, die beiden Moscheen in Mekka und Medina. In jungen Jahren tummelte sich der heute tief gläubige Osama bin Laden an den Plätzen der arabischen High Society in Beirut. Nightclubs und Bars waren bevorzugte Aufenthaltsplätze des angehenden Millionärs. Der Bürgerkrieg im Libanon stoppte 1975 abrupt das süße Leben. Bin Laden studierte dann an der renommierten Universität von Riad und schloss mit einem Diplom als Bauingenieur ab. Außerdem erwarb er Kenntnisse in der Wirtschaftslehre und im Management. Bereits in jener Zeit sah er sich als erfolgreicher Geschäftsmann. Aber sein eigentlicher Karriereaufstieg begann nicht im Business-Sektor, sein Produkt ist der Krieg.
Der Einmarsch der sowjetischen Truppen in Afghanistan 1979 wurde für ihn zu einem Schlüsselerlebnis. Osama bin Laden sprach erstmals vom Heiligen Krieg gegen die »Ungläubigen«. Das sind für ihn die Soldaten der einstigen Sowjet-Armee. Zusammen mit Hunderten ihm treu ergebenen Gefolgsleuten zog er in den Freiheitskampf der afghanischen Mujaheddin. Von Beginn an pumpte er große Mengen Geld und Material in das Land am Hindukusch. Seine Baumaschinen durchpflügten das Land. Bin Laden verbesserte die Infrastruktur, baute Straßen, Tunnels, Unterkünfte und Munitionsdepots für die afghanische Guerilla.
Vor allem legte er ein ehrgeiziges Rekrutierungsprogramm in der gesamten arabischen Welt auf. Tausende junger Muslime strömten zu den Fahnen eines Heiligen Krieges gegen die Sowjets. Bin Laden bezahlte ihre Anreise und richtete Trainingslager ein. Experten für den Guerillakampf wurden in der ganzen Welt angeheuert, unter ihnen Spezialisten für Sabotage und verdeckte Operationen. Bereits nach einem Jahr unterhielt bin Laden in seinen Privatcamps mehr als tausend Freiwillige.
Damals trafen sich amerikanische Interessen mit denen des saudischen Millionärs. Ziel der USA war es, die damals mit ihr um die Vorherrschaft konkurrierende Großmacht UdSSR aus Afghanistan zu vertreiben und die Sowjetarmee in deren afghanisches »Vietnam« zu jagen. Der US-Geheimdienst CIA sponserte damals die Mujaheddin mit einer jährlichen Finanzspritze von 500 Millionen Dollar. Weiteres Geld floss aus Saudi-Arabien. CIA und pakistanischer Geheimdienst drillten die Freiheitskämpfer im Guerillakrieg. Bin Ladens Gruppe war damals eine von sieben Hauptgruppen unter den verschiedenen Mujaheddin-Fraktionen.
Strittig bleibt bis heute, ob der Saudi mit der CIA paktierte. Beide Seiten dementieren das.
Fest steht jedoch:
die afghanische Guerilla erhielt üppiges Militär-Know-how und modernes US-Kriegsgerät, darunter die schultergestützte Boden-Luftrakete »Stinger«, die mit einem hitzesuchenden Gefechtskopf ausgestaftet ist. Der Einsatz dieser effektiven Waffe gegen sowjetische Helikopter führte die Wende des Krieges herbei. Das Kriegsglück schlug sich auf die Seite der Mujaheddin.
Nach dem Sieg über die Sowjet-Armee kehrten die meisten Afghanistan-Kämpfer wieder in ihre arabischen Heimatländer zurück, wo sie sich extremistischen Bewegungen anschlossen, um ihr Know-how nun in den Dienst eines »Heiligen Krieges« gegen die prowestlichen Regierungen in den jeweiligen Ländern zu stellen.
Seit der Rückkehr der sogenannten »Afghanen« verschärfte sich beispielsweise der Terror am Nil und in Algerien.
Aber nicht alle ehemaligen Mujaheddin zog es in ihre muslimische Heimat zurück. Tausende verharrten zunächst im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet als gut und professionell ausgebildete Kader, hochmotiviert, mit dem Glanz des Sieges in einem »Heiligen Kriegs« über die ungläubigen Sowjets umgeben und islamisch fundamentalistisch inspiriert. Diese »Afghanen« bildeten einen gefährlichen terroristischen Bodensatz, ein jederzeit abrufbares Potential des Terrors. Sie wurden zu einem Rekrutierungsreservoir für islamistische Terrorgruppen weltweit - eine Söldnertruppe im Namen Allahs.
Aus diesen Kadern rekrutierte Osama bin Laden die Kommandos für seinen späteren Terror gegen die USA und die westliche Welt. Die ehemaligen »Afghanen« bildeten das Rückgrat der Terrortruppen des Saudi. Noch ein weiterer glücklicher Umstand kam der islamistischen Energie bin Ladens nach Kriegsende zugute. Er beerbte zum einen andere afghanische »War Lords«, zum anderen erbte er ein riesiges Waffenarsenal vorwiegend aus US-Beständen. Fachleute vermuten, dass der Top-Terrorist dabei auch etwa zwanzig Stinger-Raketen übernommen hatte. Dies ist gravierend, weil für den hitzesuchenden Gefechtskopf dieser Rakete zum Beispiel Verkehrsflugzeuge im Landeanflug ein leichtes Ziel sind.
Mittlerweile waren die Mujaheddin, erst recht jene unter bin Ladens Kommando, für die USA, einst Verbündete und Sponsoren, längst zum Erzfeind geworden. Schon unmittelbar vor dem Abzug der Sowjetarmee aus Afghanistan hatte Osama bin Laden 1988 eine eigene private Terrorarmee aufgebaut - die »al-Qaidah« (Militärbasis). Die Mitglieder dieses Netzwerks sind ihrem Führer blind ergeben und - so bin Laden in mehreren Interviews - können jederzeit in Saudi-Arabien, in Ägypten, im Jemen, in Äthiopien, Somalia, in Pakistan und Afghanistan wie an anderen Orten operativ eingesetzt werden. Ziel der »al-Qaidah« ist der Sturz jener arabischen Regierungen, die mit dem Westen paktieren und nach bin Ladens Ansicht als korrupt und von westlichen Einflüssen durchsetzt gelten.
Stattdessen strebt der Glaubenskämpfer Regierungsformen an, die auf der »Scharia«, dem islamischen Gesetz, basieren. Inzwischen ist die »al-Qaidah«-0rganisation multinational aufgebläht. Sie ist weltweit präsent. Die führenden Köpfe anderer islamistischer Terrorgruppen, wie der ägyptischen Gamaa-al-lslamiya beispielsweise oder Jihadal-lslami, Islamischer Heiliger Krieg, zählen dazu. »AI-Qaidah« sucht die globale Radikalisierung bestehender islamischer Gruppen und strebt dort, wo diese noch nicht bestehen, die Schaffung solcher Kommandos an. Mittlerweile werden und wurden muslimische Kämpfer unter anderem in Bosnien, Somalia, Jemen und zuletzt auch im Kosovo von bin Ladens Privatarmee unterstützt. Mitglieder islamistischer Gruppierungen von den Philippinen, aus Algerien und Eritrea durchlaufen in den Lagern bin Ladens Trainingskurse. Nach dem Abzug der letzten Sowjetarmee aus Afghanistan 1989 kehrte Osama bin Laden zunächst in sein Heimatland Saudi-Arabien zurück. Seine Hetze gegen das saudische Königshaus und dessen Politik gegenüber den USA führten 1994 zur Ausweisung und Aberkennung der Staatsbürgerschaft. Doch der Abtrünnige fand schnell neue Freunde. Mit seiner Familie, vielen Anhängern und noch mehr Geld etablierte er sich in Khartum, der Hauptstadt des Sudan.
Zügig baute der clevere Geschäftsmann dort ein neues Wirtschaftsimperium auf. Er förderte auch hier die Infrastruktur des Landes, besaß eine Baufirma, eine Bank und ein Import-Export-Konsortium. Gemeinsam mit der Nationalen Islamischen Front unter Führung des starken Mannes Hassan Turabi baute bin Ladens Firma den neuen Flughafen in Port Sudan sowie die 80 Kilometer lange Autobahn von Khartum zum neuen Airport. Bedeutendste Investition im Sudan waren jedoch drei Ausbildungslager im Norden des Landes, in denen Islamisten aus Ägypten, Algerien, Tunesien und palästinensische Fedayin gedrillt wurden. Aus Pakistan holte bin Laden allein 480 afghanische Veteranen in den Sudan, als diesen in dem asiatischen Land die Ausweisung drohte.
Auf Druck der USA und als Geste gegenüber Washington riet die sudanesische Regierung bin Laden, das Land zu verlassen. Im Mai 1996 kehrte er nach Afghanistan zurück. Hinter sich ließ er ein Netzwerk von »Afghanen« sowie mehrere profitable Firmen, die noch heute logistische Hilfe für die Terrororganisation ihres Sponsors leisten. Das brisanteste Relikt aus der bin-Laden-Ära im Sudan schien zunächst die pharmazeutische Fabrik »al Shifa« in Khartum. Bin Laden gilt als Hauptinvestor. Irakische Techniker sollen beim Aufbau der Fabrik geholfen haben. Die CIA und der israelische Mossad behaupteten, die Firma habe wichtige chemische Vorstufen bzw. Ausgangssubstanzen entwickelt für die Produktion des Nervengases VX. Das Gas ist eine ideale Waffe für Terrorangriffe, relativ leicht zu transportieren und mittels herkömmlicher, konventioneller Detektoren extrem schwierig zu orten.
Hier allerdings irrten Mossad und CIA: Der Betreiber der Firma konnte zweifelsfrei nachweisen, dass er nie Giftgas produziert hatte. Nicht zuletzt diese Erkenntnisse führen nach den Anschlägen in Kenia und Tansania 1998 auf die dortigen US-Vertretungen dazu, dass die USA neben dem Luftschlag gegen bin Ladens Basen in Afghanistan fast zeitgleich die »al-Shifa«-Fabrik in Khartum durch amerikanische Cruise Missiles zerstörten. Bin Laden selbst verriet seine Absicht, in den Besitz chemischer Waffen zu kommen, in einem Interview mit dem US-Magazin »Time«:
»Es ist eine religiöse Pflicht für Muslime, solche Waffen zur Verteidigung zu beschaffen. Wenn ich solche Waffen bestelle, erfülle ich eine heilige Pflicht. Es wäre für jeden Muslim eine Sünde, nicht auch jene Waffen zu haben, denn dadurch werden die Ungläubigen von einem Angriff auf Muslime abgehalten«.
Nach Afghanistan zurückgekehrt, begann Osama bin Laden seinen islamistischen Terrorfeldzug gegen den Westen, vor allem gegen die westliche Führungsmacht USA. Eingegraben in ein schwer bewachtes Bunker- und Höhlensystem, unter dem Schutz der Taliban-Milizen, setzte er sein extensives internationales Terrornetz wirksam in Szene.
Moderne Kommunikationssysteme, Fax, Satellitentelefone und Internet verbanden ihn mit seinen Kadern und Zellen überall in der arabischen Welt, in Europa, in den USA und in Kanada. Im August 1996 rief er die Muslime offen zum Krieg gegen die Vereinigten Staaten auf. Im November desselben Jahres pries er die Anschläge gegen US-Militärbasen in den saudiarabischen Städten Riad und Dharan in den Jahren 1995 und 1996 mit insgesamt 24 Toten und kündigte weitere Anschläge an. Beide Attentate trugen die Handschrift der »al-Qaidah«. 1998 sagte bin Laden dazu im »Spiegel-Interview: »Wir haben unsere Fatwas ausgesprochen und das Volk aufgerufen, den Feind aus dem Heiligen Land zu vertreiben - einige haben uns erhört. Wir Beten zu Gott dass er sie zu Märtyrern erhebt. Sie haben etwas von der Schande weggewaschen, die die saudische Regierung über uns gebracht hat, indem sie mit den Amerikanern im Land Allahs kollaboriert.«
Im Februar 1998 verkündete bin Laden die Gründung einer Dachorganisation der »Internationalen Islamischen Front für den Kampf gegen Juden und Ungläubige«. Dem charismatischen Führer gelang es, in dieser Front unterschiedliche islamistische Gruppen zu vereinen. Dazu gehören unter anderem die beiden ägyptischen fundamentalistischen Organisationen Gamaa al-lslamiya und Jihad al-lslami, die indische Harakat al-Ansar und die philippinische Abu Sayyaf-Formation. In der Grundsatzerklärung der neuen Terrorfront artikulierte Osama bin Laden seine Absicht, Amerikaner und ihre Verbündeten überall auf der Welt anzugreifen und zu töten.
In einem Interview mit der US-Fernsehgesellschaft ABC machte er deutlich, dass er keinen Unterschied zwischen militärischem oder zivilem Personal macht: »Jede Aktion erfordert eine ähnliche Reaktion. Wir müssen solche Bestrafungen vornehmen, um Eure Übel von Moslems, muslimischen Kindern und Frauen fernzuhalten. Die amerikanische Geschichte unterscheidet nicht zwischen Zivilisten und Militärs und auch nicht zwischen Frauen und Kindern. Sie sind diejenigen, die die Bomben gegen Nagasaki eingesetzt haben. Können diese Bomben zwischen Kindern und Soldaten unterscheiden? Amerika hat keine Religion, die es davor bewahrt, alle Menschen zu töten.«
Die Methoden haben sich mittlerweile verändert. Das Netz der arabischen Mujaheddin funktioniert nun in den Kleingruppen, die eingangs erwähnt wurden. Verbindend ist, dass sie in Afghanistan ausgebildet, Brüder im islamischen Geiste und Gegner der, wie sie es sehen, korrupten westlichen Welt sind. Sie bilden nach der Ausbildung in den Lagern bin Ladens Zellen in allen Teilen der Welt.
Nach den Anschlägen auf die US-Einrichtungen in Nairobi und Daressalam 1998 geriet bin Laden unter die Beobachtung der Geheimdienste. Das hatte zweierlei zur Folge: Zum einen wurden die Kommandos dezentralisiert, zum anderen wurde die Kommunikation, die bisher über Satellitentelefone erfolgte, auf ein Mindestmaß reduziert. In aller Regel schickt und empfängt bin Laden heute - wie im Mittelalter - Boten und Emissäre. So wird er weniger entdeckt und seine Verstrickung in Anschläge wird weniger leicht nachweisbar. Denn den Besucherverkehr in den Bergen Afghanistans kann man wesentlich schwerer überwachen als Satellitentelefone.
Die Kommandos umfassen vier, sechs oder acht Menschen. Sie planen eigenständig, können sich aber zu größeren Aktionen zusammenschließen.
Das wäre am 11. September geschehen, wenn diese Anschläge wirklich auf bin Laden zurückgehen, wie die USA in Unterlagen belegen wollen, die sie der Nato vorlegten. Dass es solche Kommandos auch in Europa gibt, wurde am 25. Dezember 800 deutlich, als in Frankfurt vier Algerier festgenommen wurden, die das Bundeskriminalamt gemeinsam mit der GSG 9 ergriffen hat. Dort wurden Sprengstoff, Waffen und ein Video vom Straßburger Münster gefunden. Es wurden dort Verbindungen zu einer weiteren Zelle in Mailand und – durch einen ebenfalls aufgegriffenen Kurier - nach London festgestellt. Wo sich noch schlummernde Kommandos aufhalten, ist naturgemäß unklar.
Die Liste der Anschläge, in die bin Laden verstrickt sein soll, ist recht beachtlich. Neben den schon erwähnten Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998, bei denen 224 Menschen starben, soll er als Finanzier und Drahtzieher schon bei dem Anschlag auf das Worid Trade Center in New York 1993 und bei einem Angriff auf US-Truppen in Mogadischu ebenfalls 1993, bei dem 18 Soldaten starben, beteiligt gewesen sein.
Weiter wird ihm eine Beteiligung am Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Mubarak 1995, an Anschlägen auf US-Truppen 1995 und 1996 in Saudi-Arabien, bei denen 24 US-Soldaten starben, und bei dem Massaker auf Touristen im ägyptischen Luxor 1997, das 58 Menschenleben forderte, vorgeworfen.

Die Liste des Präsidenten


US-Präsident George W. Bush hat erste Maßnahmen ergriffen, um dem internationalen Terrorismus den Geldhahn zuzudrehen. Im folgenden eine Liste der insgesamt 26 Einzelpersonen und Organisationen, deren Vermögen per Dekret bereits am 24. September und damit knapp zwei Wochen nach den Anschlägen von New York und Washington eingefroren wurde:

El Kaida/lslamische Armee

Abu-Sayyaf-Gruppe

Bewaffnete Islamische Gruppe

Harakat ul-Mujahidin

El Dschihad (Ägyptischer Islamischer Dschihad)

Islamische Bewegung von Usbekistan

Asbat el Ansar

Gruppierung der Salafisten (GSPC)

Libysche Islamische Kampfgruppe

El Itihaad el Islamija (AIAI)

Islamische Armee Adens

Osama bin Laden

Muhammad Atif (alias Subhi Abu Sitta, Abu Hafs AI Masri)

Saif el Adl

Schaich Saiid (alias Mustafa Muhammad Ahmad)

Abu Hafs der Mauretanier (alias Mahfouz Ould al-Walid, Khalid AI-Shanqiti)

Ibn el Schaich el Libi

Abu Subajdah (alias Sain el Abidin Muhammad Husajn, Tarik)

Abd el Hadi el Iraki (alias Abu Abdallah)

Ajman el Sawahri

Thirwat Salah Schihata

Tarik Anwar El Sajjid Ahmad (alias Fathi, Amr el Fatih)

Muhammad Salah (alias Nasr Fahmi Nasr Hasanajn)

Machtab EI-Chidamat/EI Kifah

Hilfsorganisation Wafa

AI Rashid Trust

Mamoun Darkazanli ImportExport Co.

Taliban verbieten Internet in Afghanistan

Die radikalislamischen Taliban haben den Gebrauch des Internets in Afghanistan verboten.
"Wir sind nicht gegen das Internet, aber es wird benutzt, um Obszönitäten, Unmoral und Propaganda gegen den Islam zu verbreiten", sagte der Außenminister des Talibanregimes, Wakil Ahmed Mutawakil, der in Pakistan ansässigen afghanischen Nachrichtenagentur AIP. Es war zunächst unklar, ob auch ausländische Hilfsorganisationen und die Vereinten Nationen von dem Verbot betroffen sind.
Auch die Talibanbehörden dürfen das Internet nicht mehr benutzen. Es gibt allerdings in Afghanistan bislang kaum Computer oder Zugänge zum Internet. Telefonverbindungen sind nur über Satellit oder durch wenige pakistanische Leitungen möglich.
Beobachter werteten das Verbot als weiteren Schritt radikaler Taliban, Afghanistan völlig zu isolieren. Mutawakil gilt zwar als Anhänger einer liberaleren Politik, hatte zuletzt aber auch die Zerstörung der Buddhastatuen von Bamiyan und die noch nicht wahrgemachte Drohung, dass die Hinduminderheit gelbe Kennzeichen tragen müsse, verteidigt.


Filmtip : BOWLING FOR COLUMBINE

In seiner einzigartigen Dokumentation BOWLING FOR COLUMBINE geht Michael Moore auf eine wahnwitzige Reise in das Herz Amerikas: Mit lakonischem Zynismus und beißendem Witz präsentiert er eine Nation zwischen Waffenwahn und Paranoia, ein Volk mit dem Colt im Anschlag für die permanente Selbstverteidigung. Er läßt die Opfer und die Vertreter der Waffenlobby zu Wort kommen, befragt Marilyn Manson, aber auch den berüchtigten Waffenaktivisten Charlton Heston, immer auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage:


"SIND WIR VERRÜCKT NACH WAFFEN - ODER SIND WIR NUR VERRÜCKT?


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(Filmcover-Bowling for Columbine ) (Filmcover-Bowling for Columbine )


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