Deutschland trauert mit den USA Teil II

Warscheinlich unwiederruflich verlorene Kulturschätze des afghanischen Volkes


01 Bamian, ganze Buddha-Felswand am frühen Morgen, 28.10.1966


02 Bamian, Großer Buddha, 2810.1966


03 Bamian, Höhle in der Buddha-Felswand mit typischem Laternengewölbe, 28.10.1966


04 Bamian, Mauerreste der Roten Stadt im Tal von Bamian


05 Topdara, buddhistischer Stupa bei Charikar, April 1967


06 Topdara, buddhistischer Stupa, Blick ins Becken von Charikar, April 1967


07 Shewaki, buddhistischer Stupa im Kabulbecken, auf dem Weg zum Lathabandpaß, Mai 1967


08 Bamian, Buddha-Felswand mit Höhlen und Qala im Bamiantal, frühmorgens, 11.10.1967


09 Bamian, der kleine Buddha mit Stützmauer und buddhistischen Mönchs-Höhlen, 11.10.1967


10 Bamian, Fresken an der Innenwand beim Kopf des Großen Buddha, 11.10.1967


11 Bamian, Höhle in der Buddha-Felswand mit typischem Laternendach in einer der Mönchs-Höhlen, 11.10.1967


12 Bamian, herbstlicher Ausblick von den Buddhas ins Tal von Bamian und zum Kohe-eBaba, 11.10.1967


13 Bamian, Buddha-Fresken in einer der Mönchs-Höhlen in der Buddha-Felswand von Bamian, 01.10.1967


14 Bamian, Deckenfresken beim Großen Buddha, von unten gesehen, 11.10.1967


15 Bamian, Ausblick vom Kopf des Großen Buddha ins Tal von Bamian und zum Koh-e-Baba, 11.10.1967


16 Guldara, buddhistischer Stupa bei Kabul, 10.09.1968


17 Guldara, buddhistischer Stupa bei Kabul, 10.09.1968


18 Guldara, buddhistischer Stupa bei Kabul, 10.09.1968


19 Bamian, Kopf des Großen Buddha, Restaurierungsarbeiten, 13.09.1976


20 Bamian, Großer Buddha, Restaurierungsarbeiten, 13.09.1976


21 Bamian, Mauerreste und Türmchen der Gelben Stadt (Shahr-e-Gholgola), 13.09.1976


Der Krieg gegen Afghanistan und das Völkerrecht

Das Gewaltverbot des Art. 2 Ziffer 4 der Charta der Vereinten Nationen geht weit über das Kriegsverbot des Völkerbundes hinaus und verbietet den Staaten in den internationalen Beziehungen jede Anwendung oder Androhung von Gewalt, die gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit irgendeines Staates gerichtet oder sonst mit den Zielen der UNO unvereinbar ist. Das allgemeine Gewaltverbot gilt nicht nur als Vertragsrecht für die Mitglieder der Vereinten Nationen, sondern es ist auch Bestandteil des völkerrechtlichen Gewohnheitsrechts.
Das Gewaltverbot verbietet die Anwendung jeder Art von Waffengewalt von einen Staat gegen das Hoheitsgebiet eines anderen Staates. Da auch das Taliban-Regime als sogenanntes „stabilisiertes de facto-Regime" durch das Gewaltverbot geschützt und verpflichtet ist, haben die Vereinigten Staaten durch die Luftangriffe auf die Einrichtungen der AI Kaida und der Taliban gegen das Gewaltverbot des Art. 2 Ziffer 4 UN-Charta verstoßen. Eine Rechtfertigung der Luftangriffe als Repressalie auf Grund einer vorausgegangenen Völkerrechtsverletzung kommt nicht in Frage, da eine Repressalie nicht gegen das Gewaltverbot verstoßen darf. Als wichtigste Ausnahme vom Gewaltverbot läßt Art. 51 UN-Charta das Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung gegen einen bewaffneten Angriff zu.
Damit sich die Vereinigten Staaten auf das Selbstverteidigungsrecht aus Art. 51 UN-Charta berufen können, müssten die Terroranschläge vom 11. September also ein bewaffneter Angriff gewesen sein. Der Begriff des bewaffneten Angriffs umfasst nur die Gewaltanwendung größeren Stils. Verbotene Gewalt ist nur die von einem Staat zu verantwortende Gewalt, die gegen einen anderen Staat gerichtet ist. Nicht nur die direkte Anwendung bewaffneter Gewalt, sondern auch die indirekte Anwendung bewaffneter Gewalt ist verboten. Mit dem Ausdruck „indirekte Gewalt" wird sowohl die Beteiligung eines Staates an der Gewaltanwendung eines anderen Staates als auch die Beteiligung eines Staates an der Gewaltanwendung militärisch organisierter nichtstaatlicher Verbände bezeichnet. Unter dem Gesichtspunkt des Gewaltverbots wird private Gewalt erst dann relevant, wenn ein Staat aus irgendeinem Grund diese Gewalt zu verantworten hat.
Nicht jede Unterstützung reicht aus, um einen Verstoß gegen das Gewaltverbot zu bejahen. Die Staaten sind aber völkerrechtlich verpflichtet, die Organisierung, Anstiftung oder Unterstützung von Terrorakten in einem anderen Staat oder die Duldung organisierter Aktivitäten, die auf die Begehung solcher Akte gerichtet sind, in seinem Hoheitsgebiet zu unterlassen. Die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon haben mehreren Tausend Menschen das Leben gekostet. Außerdem waren beide Gebäude von herausragender wirtschaftlicher bzw. militärischer Bedeutung für die Vereinigten Staaten. Die Anschläge der Terroristen am 11. September wären, wenn sie von staatlichen Luftwaffeneinheiten durchgeführt worden wären, eine eindeutige Verletzung des Gewaltverbots. Es macht im Ergebnis keinen Unterschied, ob ein Kampfflugzeug diese Einrichtungen angreift oder sich eine entführtes Verkehrsflugzeug als »Bombe« auf das Ziel stürzt.
Bei Zerstörungen von diesem Ausmaß kann man von einer Gewaltanwendung größeren Stils und somit von einem bewaffneten Angriff sprechen. Das Problem liegt hier aber in der Tatsache, dass dem Taliban-Regime keine unmittelbare Kenntnis von den Attentaten am 11. September nachgewiesen werden kann. Der Befehl für diese Angriffe kamen aber von dem in Afghanistan mit offizieller Duldung der Taliban residierenden Terroristenführer Osama Bin Laden. Die Attentäter wurden u.a. auch in den Ausbildungslagern der Terroristen in Afghanistan ausgebildet. Durch die Duldung der Aktivitäten des Terroristenführers Osama Bin Laden wurden die Terroranschläge erst möglich. Ob die Anschläge hätten verhindert werden können, wenn Bin Laden nicht von Afghanistan aus hätte operieren können, ist fraglich. Jedenfalls in der konkreten Form der Vorbereitung und Ausübung wären die Anschläge aber entfallen. Damit können die Terroranschläge dem Taliban-Regime als bewaffneter Angriff zugerechnet werden. Die Selbstverteidigungsmaßnahmen müssen aber auch unmittelbar nach dem bewaffneten Angriff erfolgen.
Das bedeutet aber nicht, dass zeitraubende notwendige militärische Vorbereitungsmaßnahmen für die Verteidigung unterbleiben müssen, weil sonst die für die Ausübung des Selbstverteidigungsrechts geforderte Unmittelbarkeit nicht mehr gegeben ist. Reagiert der angegriffene Staat nicht sofort mit militärischen Mitteln, sondern versucht den Aggressor zum Abbruch der Feindseligkeiten zu bewegen, so unterbricht das nicht das Recht auf Selbstverteidigung.
Die Einhaltung des Erfordernisses der Unmittelbarkeit ist dann problematisch, wenn die Selbstverteidigung gegen eine kumulierte Aggression geführt werden soll. Darunter versteht man eine Reihe von Angriffen, die jeweils für sich betrachtet, abgeschlossen sind oder nicht die Intensität eines bewaffneten Angriffs erreichen. Lässt sich ein Gesamtplan nachweisen, so ist die Selbstverteidigung schon dann zulässig, wenn entsprechende Gewaltakte in Zukunft mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind. Die Verteidigung müsste aber allein auf die Verhinderung dieser bevorstehenden weiteren Angriffe beschränkt sein, dürfte also keinen vergeltenden Charakter haben. So verhält es sich hier. Die Terroranschläge vom 11. September sind zunächst abgeschlossen und können nicht mehr verhindert werden. Durch den Terroristenführer Osama bin Laden wurden aber weitere Anschläge angedroht und in den Lagern werden weiterhin Terroristen ausgebildet. Sollte den Aktivitäten der Terroristen in Afghanistan kein Einhalt geboten werden, dann ist auch in Zukunft mit weiteren Anschlägen zu rechnen. Eine sofortige militärische Reaktion auf die Anschläge war den Vereinigten Staaten logistisch nicht möglich. Auch wurde zunächst dem Taliban – Regime die Möglichkeit gegeben, die Terroristen auszuliefern und die Lager zu schließen. Daher steht das Erfordernis der Unmittelbarkeit der Rechtmäßigkeit der Selbstverteidigung durch die Vereinigten Staaten nicht entgegen.
Außerdem muss der Umfang der Maßnahmen der Selbstverteidigung in einem angemessenen Verhältnis zur Schwere des sie rechtfertigenden Angriffs stehen. Die militärischen Maßnahmen dürfen nur der Selbstverteidigung dienen. Inhaltlich verlangt der Grundsatz, dass die gewählte Selbstverteidigung in Art und Umfang notwendig ist, um den Angriff abzuwehren, es also kein milderes, ebenso effektives Abwehrmittel gibt.
Da auch in Zukunft mit weiteren Terroranschlägen gerechnet werden muss, ist es notwendig die Lager der Terroristen zu zerstören. Das wiederum kann nur gelingen, wenn auch wichtige militärische Einrichtungen der Taliban unschädlich gemacht werden. Daher sind auch diese legitime Angriffsziele.
Da Osama Bin Laden als Kopf der Terrororganisation weitere Anschläge angekündigt hat, ist auch seine Festnahme eine legitime Maßnahme der Selbstverteidigung. Außerdem haben die Vereinigten Staaten dem Taliban-Regime zunächst die Möglichkeit gegeben, die Lager aufzulösen und Osama Bin Laden und die verantwortlichen Terroristen auszuliefern. Die Angriffe erfolgten erst nachdem dies verweigert worden ist. Die amerikanischen Selbstverteidigungsmaßnahmen sind daher verhältnismäßig.
Fraglich ist aber, ob auch Großbritannien sich auf das Selbstverteidigungsrecht berufen kann, ohne selbst angegriffen worden zu sein. Art. 51 UN-Charta anerkennt aber nicht nur die individuelle Selbstverteidigung, sondern auch die kollektive Verteidigung gegen einen bewaffneten Angriff. Danach ist es allen Staaten gestattet, einem angegriffenen Staat mit allen völkerrechtsgemäßen Mitteln beizustehen, wenn der Angegriffene im konkreten Fall um Hilfe gebeten oder sonstwie sein Einverständnis damit erklärt hat. Da die Vereinigten Staaten Großbritannien um Hilfe gebeten haben, handelt es sich bei dem Einsatz britischer Luftstreitkräfte um eine legitime Nothilfe nach Art. 51 UN-Charta. Zu einer Unterstützung der Vereinigten Staaten war Großbritannien im übrigen auch nach Art. 5 des Nordatlantikvertrages verpflichtet. Danach hat jede Vertragspartei bei einem bewaffneten Angriff gegen einen anderen Vertragspartner in Nordamerika und Europa die Pflicht Beistand zu leisten, indem sie die Maßnahmen trifft, die sie für notwendig erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.
Das Recht zur Selbstverteidigung endet, sobald der Sicherheitsrat die notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung des Weltfriedens ergreift. Um ein möglichst frühes Tätigwerden des Sicherheitsrates zu ermöglichen, sieht Art. 51 S. 2 UN-Charta vor, dass Maßnahmen, die in Ausübung des Selbstverteidigungsrechtes getroffen wurden, sofort dem Sicherheitsrat anzuzeigen sind.
Aus diesen Einschränkungen ergibt sich, dass das Selbstverteidigungsrecht nach der Konzeption der Charta lediglich subsidiären, also unterstützenden, Charakter haben soll. In der Praxis hat der Sicherheitsrat Staaten allerdings von dieser aus UN-Charta eigentlich folgenden Einschränkung des Selbstverteidigungsrechts dispensiert. Die Vereinigten Staaten hatten den Sicherheitsrat über die Maßnahmen der Selbstverteidigung unterrichtet, worauf dieser die Operation gebilligt hat.

Es lässt sich daher feststellen, dass diesmal die militärischen Operationen der Vereinigten Staaten in Afghanistan mit dem Völkerrecht vereinbar sind.

Eine Stellungnahme eines Lesers meiner Homepage

Hallo Herr Stokowski,
es ist sehr interessant und "gut gemacht", was Sie auf Ihrer Homepage `rüberbringen. Bei der Fülle der Informationen kann es sein, daß ich "Details" übersehen habe. Ich würde mich freuen, wenn auch erwähnt wird, daß dieser Krieg erst ein Ende finden wird, wenn ein den USA und speziell bestimmten Ölfirmen (z.B. UNOCAL) genehmes Regime in Afg. (und den anderen mittelasiatischen Staaten) "installiert" ist und die von Zbiegniew K. Brzezinski (als bekanntem US-Geostrategen) und Frau Albright bereits 1997 öffentlich bekannten "geostrategischen Interessen" durchgesetzt sind. Die durchgeknallten Typen, die die auch von Ihnen schauerlich schön dargestellten Verbrechen begangen haben, waren sehr "nützliche Jungs" - man kann ja jetzt so schön ausnutzen für die mediengerechte Verarschung der ach so patriotischen Welt und ablenken von den eigentlichen Interessen. Es kommt in ganz sarkastischen Denkweisen sogar der Gedanke auf, daß es bei dem Geheimdienstapparat der USA und der "übrigen Welt" auch vorkommen kann, daß man einfach mal wegschaut... Informationen gab es genug, wie sich ja jetzt so nach und nach herausstellt. Diese und andere Gedanken, auch über die viel differenzierteren Umstände, Interessen und Handlungen kann man in wenigen Worten nicht darstellen. Haben Sie sich schon einmal nach der Rolle von "e.on" und des Herrn Bundeskanzler in diesem Prozeß gestellt. Nicht nur Werbung mit "Schimanski" ist schön, wenn ich aus der Südsee meine "häusliche Energielage" regele. Da wird zur Zeit noch etwas ganz anderes geregelt... Deutschland darf bei der Verteilung der Pfründe und Fleischtöpfe dieser Welt nicht wieder zu spät kommen. Wir sind ja wieder wer! Es ist einfach nur die Bitte, weiter zu schauen, als auf das, was uns CNN als "Zentralorgan der USA-Administration" und die unwissenden Vasallen auch in Deutschland alles so vorbeten. Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. Wahrheiten über Kriege werden erst festgestellt, wenn sie lange vorbei sind.
Mit vielen Grüßen
Frank ....

Die neue Art des Krieges

Jetliner als Bomben. Mit Passagieren und Besatzung an Bord, von Terroristen gekapert. Wir alle haben es entsetzt am 11. September im Femsehen betrachten müssen: Die „Bombe" bohrt sich in einen Turm des World Trade Center in New York. Trümmer werden weggerissen, ein Feuerball bläst durch das Gebäude. Inferno auf mehreren Etagen. Wenig später hat sein heißer Atem Stahl und Beton dermaßen weichgeglüht, dass die Konstruktion die schwere Last der Stockwerke darüber nicht mehr zu tragen vermag. Wir sehen es, und in uns kriechen Ratlosigkeit und Wut gleichermaßen hoch: Der erhabene Turm, von Rauch und Steinbrocken Umschwärmt, sackt Zeitraffer-ähnlich in sich zusammen. Wie der erste auch.


Es ist Krieg. Gegen Amerika. Und wir haben zugeschaut, mit gleichsam gefesselten Händen.

Ist das unsere Zukunft, die Zukunft nicht nur die der Amerikaner? Müssen wir mit derart gewaltigen Attacken kaltblütiger Angreifer, die aus dem Dunkeln kommen, leben lernen? Mit soviel zynischer Mordlust, die weder Rücksicht nimmt auf das Leben anderer, Tausender, nächstens Abertausender, und auch nicht Rücksicht auf das eigene?
Es waren in jüngster Zeit vielfach warnende Stimmen zu hören. Sie sagen, der Krieg des 21. Jahrhunderts werde der des Terrorismus sein. Ein Krieg, genährt aus einer unheilvollen Mischung fanatischer Ideologie einzelner kleiner Gruppen und der duldenden, wenn nicht aktiven Unterstützung bestimmter Staaten, deren vorgebliche Ideale meilenweit entfernt liegen von denen zivilisierter demokratischer Staaten.
Die Terrorgruppe, welche die Anschläge von Manhattan und auf das Pentagon plante und exekutierte, hat gezeigt, mit welch schrecklich präziser Exaktheit sie in der Lage war vorzugehen. Sie hat vier Passagierflugzeuge amerikanischer Fluggesellschaften zur selben Zeit in ihre Gewalt gebracht. Sie hat alle nicht gerade nachlässigen Sicherheitskontrollen an verschiedenen Airports an der amerikanischen Ostküste überwinden können und wahrscheinlich in jedem Flugzeug mehrere ihrer „Kämpfer" einschleusen können. Sie hat es geschafft, diese Terroristen mit irgendwelchen Waffen an Bord zu bringen. Denn es ist unvorstellbar, dass die Besatzungen in den Cockpits der Passagierflugzeuge freiwillig und sehenden Auges sich und ihre Mitflieger in den unausweichlichen Tod gesteuert haben.
Wahrscheinlich wurden sie von den Terroristen nach dem Start ermordet. Und einer von ihnen hat dann, auf dem Sessel des Flugzeugführers sitzend, das schreckliche Werk vollendet. Der Täter musste wissen, wie das geht, ein derartig großes und technisch vollendet ausgestattetes Passagierflugzeug zu steuern. Er musste nicht nur die Lage der Hebel und Knöpfe, die Bedeutung der Instrumente und Computerbildschirme kennen. Er musste auch wissen, wie sie bedient werden, damit das Flugzeug einen bestimmten Kurs steuert, Höhe gewinnt oder verliert und mit der richtigen Geschwindigkeit fliegt. Man hat anzunehmen, dass dieser jeweilige Terrorist am Steuer der Apokalypse-Maschinen von New York und Washington eine regelrechte Ausbildung als Flugzeugführer absolviert hat.
Schlussfolgerung: Hinter diesen Terroranschlägen, die nicht nur Amerika erschütterten, sondern die ganze zivilisierte Welt, verbirgt sich eine bis ins Detail durchorganisierte Gruppe. Sie verfügt über genügend finanzielle Mittel, über genügend fanatisierte Anhänger und genügend sonstige Unterstützung (eines Staates, mehrerer Staaten?), dass sie über Monate, vielleicht Jahre sich auf einen derartig gewaltigen Coup vorbereiten kann. Der Terrorismus dieser neuen, bislang ungeahnten Dimension wird zur neuen Waffe eines nicht vorstellbaren Kriegs. Die neue Art des Kriegs, in dem keine Regeln mehr gelten, vielmehr die Terroristen es sich zum Ziel setzen, gegen alle Regeln der Zivilisation zu agieren, wird der Albtraum der Menschheit werden, wenn sie sich nicht wehrt.

Was ist zu tun?


Zuerst:
Die Fachleute in Regierungen, in beratenden Institutionen, in der Wissenschaft, in Wirtschaft, Gesellschaft, aber auch die Experten in den Streitkräften – alle sind zu einer tiefgreifenden Analyse der neuen Bedrohung der zivilisierten Welt aufgefordert. Sie werden viel Phantasie aufwenden müssen, um vorauszudenken, was in den fanatisierten Gehirnen von weltweit aktionsfähigen Terrorgruppen an teuflischen Angriffsplänen reifen könnte. Es darf für die Phantasie der Analytiker und Strategen keine Grenzen des Denkens geben. Sie werden zu überlegen haben, wie einerseits der Schutz und die Verteidigung gegen die neue Art des Krieges zu organisieren sein könnte, anderseits aber auch, wie den Wurzeln des Ungeistes beizukommen ist, der solchen unmenschlichen Fanatismus zu terroristischen Mitteln ungeahnten Ausmaßes greifen lässt.
Vorausschauende Prävention ist ebenso von Nöten wie devensive Vorsorge. Und das alles in urban geprägten Gesellschaften demokratischer Staaten, deren Markenzeichen Offenheit und Freiheit des Denkens und ungehinderter Bewegung sind. Eine Aufgabe ähnlich der Quadratur des Kreises.
Welche Terrorangriffe sind denkbar? Wie schon erwähnt, muss man vermuten, dass die Möglichkeiten der Angreifer fast grenzenlos sein werden. Wie sich vor dem schwarzen 11. September niemand hat vorstellen können, dass große und vollbesetzte Passagierflugzeuge zu „Bomben" gemacht werden, wird es wohl vieles in diesem Zusammenhang Unvorstellbare auch künftig wieder geben. Erinnert sei an den Giftgas-Anschlag in der U-Bahn von Tokio, den die sogenannte Aun-Sekte vorbereitete und ausführte. Auch dieses Szenario war vorher undenkbar gewesen.
Ist es soweit hergeholt, dass irgendwann auch biologische Waffen (B-Waffen) von Terroristen für ihre wahnsinnigen Ziele genutzt werden? Auch davor warnen manche Experten schon seit Jahren. Anthrax zum Beispiel, das unheimliche Sporengift, von dem winzige Mengen reichen, um, von einem Kleinflugzeug über einer Großstadt versprüht, Millionen Menschen krank machen und innerhalb von Tagen dahinraffen würde.
B-Waffen oder auch C-Waffen (chemische) gelten als die „Atombombe des kleinen Mannes", die, weil relativ leicht und mit technisch nicht sehr aufwendigen Mitteln herstellbar, in der Hand auch von Terrorgruppen zu schrecklichen Vernichtungsinstrumenten würden.
In New York und Washington waren es Passagierflugzeuge. Wann werden es die immer wieder mal schon erwähnten „Kofferbomben" sein, die von Terroristen unbeobachtet an stark frequentierten Plätzen abgestellt werden? Noch ist es nicht passiert, dass Nuklearsprengköpfe in verbrecherische Hände gerieten. Noch nicht.
Haben die Verantwortlichen in allen Regierungen bisher genügend sorgfalt auf die Bewachung und Sicherung solcher Höllenmaschinen verwandt? Angeblich sind die russischen Nuklearlager in einem äußerst unsicheren Zustand, wird immer wieder behauptet. Wer hilft den - in die Armut geratenen - russischen Sicherheitskräften, ihren Bewachungs- und Sicherungsdienst der Aufgabe entsprechend zu erfüllen? Soweit bekannt, sind das bislang nur die USA. Warum engagieren sich die EU-Europäer dabei nicht?
Wer mögliche Szenarien künftiger Terroranschläge weiter denkt, gerät auch irgendwann an die Frage, was wohl wäre, wenn geschickte Experten, von krimineller Energie getrieben, die weltweit vernetzten Computersysteme in Unordnung brächten. Nicht nur brächen die Kapital- und Finanzströme zusammen und geriete die höchst komplizierte Welt von Wirtschaft und Handel aus dem Gleichgewicht, auch der Verkehr in der Luft, am Boden und auf dem Wasser drohte, im Chaos zu versinken.
Es gibt viele Angriffspunkte, die stark vernetzte Welt aus dem normalen Takt zu werfen und damit Unruhe und letztlich Verderben zu schaffen - das Ziel von Terrorismus und der neuen Art des Krieges.

Karsai übernimmt die Macht in Afghanistan


22.12.2001 Die Welt


Der Paschtune wurde als Chef der afghanischen Übergangsregierung vereidigt. Zusammen mit 29 Ministern soll er sechs Monate im Amt bleiben Kabul - Genau 22 Jahre nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan hat der Paschtune Hamid Karsai (44) am Samstag in Kabul die Macht übernommen. „Ich werde hart daran arbeiten, nationale Einheit und Frieden zu bringen", sagte er in seinem Amtseid. Danach umarmte der scheidende Präsident und Chef der Nordallianz, Burhanuddin Rabbani, den für einen sechsmonatigen Übergang ernannten Regierungschef Karsai. Karsai nahm seinen 29 Ministern den Amtseid ab. Die Regierung bleibt ein halbes Jahr im Amt. Das war vor gut zwei Wochen bei der Afghanistan-Konferenz in Bonn vereinbart worden. Die meisten Minister gehören zur Nordallianz. Der einflussreiche Tadschike Mohammed Fahim übernimmt das Verteidigungsressort. Innenminister wird Junis Kanuni, Außenminister Abdullah Abdullah. Auch sie sind Tadschiken und hatten diese Ämter schon unter Rabbani inne. Zwei Ressorts werden von Frauen geleitet. Die wichtigste Aufgabe Karsais wird es sein, Sicherheit zu schaffen und den Wiederaufbau Afghanistans zu beginnen.
In seiner Rede vor der Vereidigung hatte Karsai die Gleichberechtigung der Frauen versprochen, die unter den Taliban brutal unterdrückt worden waren. „Wir respektieren die Frauen, die die Hälfte unseres Volkes ausmachen, und wir geben ihnen ihre Recht", sagte Karsai unter dem Beifall der 2000 Gäste.
Wenn die zahlreichen Mudschahedin-Milizen in Afghanistan die neue Regierung akzeptieren, wird es die erste Machtübergabe ohne Krieg und Gewalt sein, seit Afghanistan 1919 die außenpolitische Unabhängigkeit von Großbritannien errungen hat. dpa

"Ich möchte die Macht an Hamid Karzai übergeben"


22.12.2001 Spiegel Online
In Kabul ist der neue Premier Hamid Karzai vereidigt worden. Rund 2000 künftige Minister, Stammesälteste und internationale Diplomaten kamen unter stärkster Bewachung zu der feierlichen Zeremonie zusammen. Der neue Regierungschef versprach seinem Land den Frieden und betonte besonders die Rechte der Frauen.

Kabul - Kurz vor seiner Vereidigung sagte Karzai: "Ich möchte versprechen, dass ich Ihre und meine Aufgabe erfüllen will, Afghanistan Frieden zu bringen", sagte Karsai.
Gesetz und Ordnung müssten wiederhergestellt werden. "Wir respektieren die Frauen, die die Hälfte unseres Volkes ausmachen, und wir geben ihnen ihre Recht", sagte Karsai unter Beifall der 2000 Gäste.
Karsai trug die für ihn typische Pelzmütze sowie einen traditionellen afghanischen Mantel. Er würdigte die Leistung von Ahmed Schah Massud. Der Tadschike war der militärische Kopf der Taliban-Gegner, bis er am 9. September ermordet wurde. Massuds überlebensgroßes Porträt beherrschte die Bühne im Innenministerium in Kabul, wo die Zeremonie stattfand. Auf einem Stuhl markierten ein Foto und ein Blumengebinde symbolisch seine Anwesenheit.

Karsai würdigte - wie vor ihm schon der scheidende Präsident Burhanuddin Rabbani - die Rolle Deutschlands bei der Konferenz von Bonn. Dort war vor fast drei Wochen die Machtübergabe beschlossen worden.
Der scheidende afghanische Präsident und Chef der Nordallianz wünschte dem neuen Übergangsregierungschef Hamid Karzai Erfolg. Rabbani, dessen Eingreifen die Afghanistan-Konferenz in Bonn vor gut zwei Wochen vorübergehend ins Stocken gebracht hatte, sagte am Samstag bei der Zeremoniel: "Ich möchte die Macht an Hamid Karzai übergeben. Das ist ein historischer Moment. Ich möchte für ihn und seine Mitarbeiter beten."

Rabbani dankte Deutschland und Bundesaußenminister Joschka Fischer für die Afghanistan-Konferenz in Bonn. Dort hatten die Delegierten die Namensliste für die neue Regierung vereinbart. Rabbani hatte von Kabul aus versucht, dies zu verhindern. Beobachter werteten es als gutes Zeichen, dass Rabbani die Konferenz und Karsai nun öffentlich akzeptiert hat.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gratulierte dem neuen afghanischen Ministerpräsidenten Hamid Karsai zur Amtsübernahme sagte Unterstützung beim Aufbau des Landes zu. "Nach all den bitteren Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen hat Ihr Land mit dem Petersberg-Abkommen endlich wieder eine konkrete Friedens- und Entwicklungsperspektive", schrieb Schröder am Samstag in einem Glückwunschbrief.

Jetzt komme es darauf an, "die Vereinbarung zügig umzusetzen, damit alle Frauen und Männer in Afghanistan ein Leben in Freiheit und Würde führen können. Ich bin zuversichtlich, dass Ihnen dies gelingen wird." Der Bundeskanzler unterstrich: "Sie können sich darauf verlassen, dass die Bundesrepublik Deutschland Sie hierbei nach Kräften unterstützen wird, wie es der langen Tradition deutsch- afghanischer Freundschaft entspricht."

Die Zusammensetzung der Interimsregierung war Anfang des Monats auf der Afghanistan-Konferenz in Königswinter vereinbart worden. Zur Amtseinführung von Karzai versammelten sich bereits am Freitag Stammesvertreter aus dem ganzen Land in Kabul.

Erstmals zogen auch britische Marineinfanteristen der internationalen Schutztruppe ISAF auf und beteiligten sich an der Bewachung des Ministeriums-Komplexes.

Soldaten der Nordallianz, die Kabul am 13. November von den radikal-islamischen Taliban erobert hatten, nahmen auf dem Gelände des Innenministeriums kurz vor Beginn der Feierlichkeiten drei mutmaßliche Taliban-Mitglieder fest. Sicherheitskräfte der Nordallianz, die neue, weiße Helme mit der Aufschrift Polizei in Englisch und in Dari trugen, riegelten das Ministerium weitläufig ab. Viele trugen Kalaschnikow-Gewehre. Die Nordallianz, die weite Teile Afghanistans von den Taliban befreit hatte, stellt 18 der insgesamt 30 Ministerposten.

Amerikaner beschießen Konvoi - Über 60 Tote

22.12.2001 FAZ

Kampfflugzeuge der Amerikaner haben am Freitag in Afghanistan einen Fahrzeugkonvoi angegriffen, in dem nach afghanischen Angaben Stammesvertreter zur Amtseinsetzung der Interimsregierung nach Kabul unterwegs waren. Mindestens 65 Menschen seien getötet worden, meldete die afghanische Nachrichtenagentur AIP.

Dagegen deutete der stellvertretende amerikanische Generalstabschef Peter Pace in Washington an, der Angriff habe führenden Funktionären der Taliban und des Terrornetzwerks Al Qaida gegolten. Auch die Sprecherin des amerikanischen Verteidigungsministeriums, Victoria Clarke, sagte: „Es war definitiv ein militärisches Ziel".
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bestätigte seinerseits, es habe sich um einen „langen Konvoi" gehandelt, und es seien „viele Menschen getötet und zahlreiche Fahrzeuge beschädigt oder zerstört" worden.

Beschuss aufgrund von geheimdienstlichen Informationen

Der Zwischenfall ereignete sich in der Provinz Paktia. „Ich möchte nicht auf die spezifischen Hinweise eingehen, die uns dazu veranlasst haben, diesen Konvoi anzugreifen", sagte Pace. „Aber die Geheimdienstinformationen, die wir zu diesem Zeitpunkt hatten, wiesen darauf hin, dass es sich um die Führung handelte, und wir haben die Führung angegriffen, wie wir es auch beim nächsten Mal wieder tun werden."

Aus afghanischen Regierungskreisen in Kabul verlautete, bei den Opfern habe es sich um geladene Gäste gehandelt, die zur Amtseinführung der Interimsregierung in die Hauptstadt unterwegs waren. Der Konvoi sei auf einer Nebenstraße unterwegs gewesen, weil Taliban-Anhänger sie an der Weiterreise nach Kabul hindern wollten.

Einsatz in überwiegend freundlichem Umfeld

22.12.2001 Berlin Online

Zweieinhalb Wochen nach dem Ende der Petersberg-Konferenz zieht in Afghanistan allmählich so etwas wie Normalität ein. Mit der Einführung der neuen Regierung an diesem Wochenende nimmt nach über zwei Jahrzehnten Krieg und Bürgerkrieg eine neue Zivilgesellschaft Gestalt an und sie wird, für afghanische Verhältnisse, demokratische Züge tragen.
Die Zeremonie der Amtsübernahme durch die Übergangsregierung von Ministerpräsident Hamid Karsai wird schlicht gehalten mit Koranlesung und Nationalhymne. Großer Pomp ist in dem verwüsteten Land nicht angebracht. Dabei sein wird UN-Unterhändler Lakhdar Brahimi, der wesentlich zum Gelingen der Petersberg-Konferenz beigetragen hat. Auch einige ausländische Diplomaten und aus dem Exil heimgekehrte Politiker werden an der schlichten Feier teilnehmen.

Das erste Kontingent der internationalen Schutztruppe, 80 britische Soldaten, ist seit Freitag in der Hauptstadt Kabul und wird für die Sicherheit der eintreffenden Gäste sorgen. Kompaniechef Matt Jones betonte, die leicht bewaffneten Soldaten trügen keine Helme, um ihren friedlichen Auftrag zu unterstreichen.

Pünktlich zum Arbeitsbeginn ist in Kabul auch die Büroeinrichtung für die neue Verwaltung eingetroffen: Schwedische Möbel, Computer, Stromgeneratoren und Boxen mit Bleistiften für die 30 Ministerialbüros. Zwei Techniker sollen die Büros einrichten und das Verwaltungspersonal im Umgang mit den Geräten schulen.

Über die Aufgaben der internationalen Schutztruppe stritt die neue Regierung auch am Freitag wieder. Einige Minister wollen die Rolle der Truppe auf die Beratung der neuen Regierung in Fragen der Sicherheit beschränken, berichtete der britische Sender BBC. Der Westen hingegen plant, dass die Soldaten in der Hauptstadt Kabul patrouillieren, um die Sicherheit von Regierung und Bevölkerung zu garantieren. Auch das Recht der Schutztruppe, Waffengewalt anzuwenden, um sich selbst zu schützen und Ordnung zu erzwingen, war in der Übergangsregierung umstritten. Die Milizen der Nordallianz würden als Demonstration der Macht lieber selbst und allein patrouillieren. Die Bevölkerung hofft, dass die internationale Truppe nicht nur einen Bürgerkrieg verhindert, sondern auch die Kriminalität eindämmt.

Premier Hamid Karsai trifft also neben zahlreichen günstigen auch auf unwägbare Voraussetzungen und die in der Bevölkerung herrschende Sorge wegen der zunehmenden Unsicherheit im Land ist durchaus nicht unbegründet. Karsai müsste schnell handeln, wird es aber nach Ansicht von Beobachtern kaum können. Bei jedem Schritt wird er die eigentlich Mächtigen im Land, die Anführer der tadschikischen, schiitischen, usbekischen und paschtunischen Milizen, überzeugen müssen. Denn sonst könnte die gerade erst geschmiedete Koalition aller Volksgruppen bald auseinander brechen, ein neuer Bürgerkrieg wie 1992 bis 1996 wäre denkbar.

Die Menschen werden Karsai daran messen, ob er Sicherheit bringen und den Wiederaufbau einleiten kann. Beides hängt eng zusammen. Aber die Schutztruppe wird nur für Kabul zuständig sein. Im Rest des Landes machen Banden die Straßen unsicher, die dringend nötige Hilfe zu den mehr als sieben Millionen hungernden Menschen zu bringen, ist kompliziert. Und die Erwartungen sind hoch wie der Bedarf: Straßen und Brücken müssen repariert werden. Die Bewässerungskanäle, von denen die Landwirtschaft abhängt, müssen dringend in Stand gesetzt werden. Krankenhäuser brauchen Medikamente, und jemand muss den Ärzten wenigstens minimale Gehälter zahlen. Das Schulsystem muss wieder aufgebaut werden, und zumindest in den Städten erwarten die Eltern, dass auch ihre Töchter wieder zur Schule gehen können. (AP, dpa, AFP)

Viele sind wirklich verrückt geworden

22.12.2001 Berlin Online

Ein Gespräch mit einer Aktivistin der afghanischen Frauen-Selbsthilfeorganisation Rawa

Während die Uno aktuell eine Schutztruppe für Afghanistan zusammenstellt, gehen die Betroffenen eher von einer Kontinuität des Leidens aus. Auch die Afghanin Safora Walid hat bereits über Jahre humanitäre Hilfe für ihre Landsleute geleistet. Walid gehört der afghanischen Frauenorganisation Rawa an, die im Jahr 1977 gegründet wurde.
Diese hilft Flüchtlingen in Pakistan mit Schulen, Waisenhäusern, Werkstätten, einem Krankenhaus und ist auch in Afghanistan aktiv. Bekannt wurde die Organisation auch durch ihre heimlichen Filmaufnahmen des Taliban-Regimes.

Frau Walid, wie sind Sie Mitglied bei Rawa geworden?

Ich habe 1984 anonym verteilte Flugblätter von Rawa in unserem Klassenzimmer gefunden, das war während des kommunistischen Regimes. Es herrschte damals eine Art Ausnahmezustand, der auch auf mich großen Einfluss hatte. Ich fand diese Flugblätter sehr gut und so habe ich mich entschieden, Kontakt zu Rawa aufzunehmen. Es gab an unserer Schule einen Kreis von Mädchen, die für Rawa tätig waren. Sie waren sehr gut darin, spontane Demonstrationen zu organisieren.

Sie waren damals gerade 15 Jahre alt, was sagte Ihre Familie dazu?

Rawa-Mitglieder reden niemals mit ihrer Familie darüber, dass sie zu Rawa gehören. Ich habe das auch nicht getan, aber ich habe Flugblätter mit nach Hause genommen und sie meiner Familie gezeigt, und die Reaktionen waren positiv. Das hat mich in meiner Überzeugung bestärkt. Richtiges Rawa-Mitglied bin ich aber erst 1985, nach unserer Flucht nach Pakistan, geworden.

Worin bestand Ihre Arbeit für Rawa?

Ich habe mit zwei weiteren Frauen Werkstätten geleitet, mit denen wir versuchen, Witwen eine eigene ökonomische Grundlage zu verschaffen.

Sind Sie nach Ihrer Flucht noch einmal in Afghanistan gewesen?

Ich war mehrmals in Afghanistan, zuletzt für eine längere Zeit, von 1998 bis 2001, in einer der Provinzen. Dabei ging es um die Leitung und Koordination verschiedener Schulen.

Wie waren diese - von den Taliban ja verbotenen - Schulen organisiert?

Wir haben insgesamt zwölf Klassen in zwölf verschiedenen Häusern geführt. Es war schwierig, weil die meisten Menschen große Angst hatten. Die Frauen von Rawa sind von Haus zu Haus gegangen und haben mit den Menschen geredet und sie von der Sache zu überzeugen versucht. So haben sich dann einige bereit gefunden, ihre Kinder zu schicken oder sogar selbst mitzumachen. Der Unterricht ging morgens von acht bis elf Uhr, jeweils eine Lehrerin ist in ein Haus gegangen und hat dort gelehrt, Biologie beispielsweise. Aber es ging nicht, dass an einem Tag fünf Lehrerinnen in ein Haus gegangen wären. Das wäre aufgefallen. Also ist am nächsten Tag eine andere Frau mit einem anderen Fach hingegangen.

Waren das reine Mädchenschulen oder waren die Klassen gemischt?

Die unteren Klassen, von der ersten bis zur dritten, waren gemischt. Die höheren Klassen nicht mehr, da haben wir nur noch Mädchen unterrichtet. Alles andere wäre zu gefährlich gewesen. Wären wir erwischt worden, wären alle gesteinigt worden. Diese Strafe drohte den Lehrerinnen sowieso.

Sind Lehrerinnen von den Taliban entdeckt worden?

Nein. Wir waren sehr vorsichtig.

Es heißt, die Taliban hätten die Menschen gezwungen, zu den öffentlichen Hinrichtungen in die Sportstadien zu kommen. Die meisten sollen verzweifelt gewesen sein, manche aber auch gejubelt haben.

Diese öffentlichen Bestrafungen hat es in Kabul und allen anderen größeren Städten gegeben. Eine Woche vorher wurde bekannt gegeben, dass jene Frau oder jener Mann im Stadion bestraft werden wird, dass die Hände abgeschnitten werden etwa, und dass alle zu kommen haben. Es wurden sogar Menschen von der Straße aufgegriffen und hingebracht, damit sie sich das anschauen. Einmal war ich selbst im Stadion als eine Frau gesteinigt wurde. Die Kabuler haben alles andere als gejubelt, die meisten Frauen haben geweint, sie haben Gott angerufen, ihn angefleht und sich zu ihm bekehrt, auch viele Männer und Jungen haben geweint. Gejubelt haben nur die Taliban. Sie haben sich unter die Leute gemischt und sie hatten Peitschen dabei. Keiner konnte etwas sagen, man wurde sofort geprügelt.

In den westlichen Medien wird der Sieg über die Taliban als Befreiung gefeiert. Sehen das die Menschen in Afghanistan auch so?

Natürlich hoffen die Menschen jetzt auf Freiheit und Demokratie, aber sie sind sehr skeptisch. Die Frauen tragen weiterhin die Burka, weil sie Angst haben. Sie sind mit Machthabern konfrontiert, die früher für Vergewaltigungen, Verschleppungen von Frauen und Mord und Totschlag verantwortlich waren und die ihnen jetzt wieder bewaffnet gegenüberstehen. Eine gewalttätige Gruppe, die Taliban, ist durch eine andere, die Nordallianz, ausgewechselt worden.

Ist es unter den neuen Mächtigen zu Vergewaltigungen gekommen?

Von Vergewaltigungen haben wir nichts gehört, aber Frauen werden häufig verprügelt, vor allem, wenn Waren verteilt werden. Es ist zu vielen Übergriffen gekommen, zu Plünderungen von Wohnungen und Geschäften. Die Sicherheit und Stabilität von der geredet wird, gibt es nicht.

Wie haben die Afghanen die dauernden Kriege überstanden?

Diese 23 Jahre Krieg haben jeden Bereich des Lebens zerstört, in kultureller, in politischer und auch in menschlicher Hinsicht. Die Frauen mussten zusehen, wie ihre Männer vor ihren Augen erschossen wurden, sie mussten zusehen, wie ihren Söhnen Hände und Füße abgehackt und sie schließlich auch getötet wurden. Die meisten Frauen dieses Landes sind nicht mehr normal, sie sind psychisch völlig ausgelaugt. Jede kommende Regierung wird bei null anfangen. Es wird dauern, bis die Frauen wieder am normalen Leben teilnehmen und ihre Berufe ausüben können. Sie brauchen psychische Betreuung. Es gibt Frauen, die die Kraft hatten, sich einen Weg zu bahnen und das alles zu ertragen, meistens, in dem sie anderen geholfen haben. Viele Frauen sind aber wirklich verrückt geworden, sie haben aufgehört zu sprechen und sind nicht mehr im Stande ihr Leben zu organisieren. Auch bei Rawa gibt es Frauen, die arbeiten und politisch aktiv sind, die aber trotzdem krank sind, die das psychisch einfach nicht mehr lösen können.

Woher nehmen Sie selbst die Kraft?

Wenn ich in die Provinzen gegangen bin, um dort zu arbeiten, habe ich Dinge gesehen, die ich kaum ertragen konnte. Was mich aus den entsetzlichen Zuständen immer wieder herausgeholt hat, war das Wissen, dass Widerstand das Einzige ist, was es gegen all das gibt. Dass die einzige Hoffnung darin liegt, dass man dem allen seine ganze Kraft entgegenstellt. Das hat mich getröstet. Ich habe die Gründerin von Rawa, Meena, persönlich gekannt. Ich weiß, wie sie sich verhalten hat, wie sie war, ich war beeindruckt von ihrer Art zu leben und davon, wie sie sich für die Frauen eingesetzt hat. Meena hat ihr Leben geopfert und dann frage ich mich: Soll ich da etwa aufgeben?

Die Fragen stellte Michaela Schlagenwerth.

Übergangsregierung bringt neue Hoffnung für Afghanistan

24.12.2001 Berlin Online

Nach dem ersten friedlichen Machtwechsel in Afghanistan seit Jahrzehnten hat die Übergangsregierung am Sonntag ihre Amtsgeschäfte aufgenommen.

Einen Tag nach der Vereidigung kam das Kabinett unter Leitung des neuen Regierungschefs Hamid Karsai zu seiner ersten Sitzung zusammen. Hauptthemen waren die Sicherheitslage und die Flüchtlingsfrage. Mit einer symbolischen Umarmung hatte am Sonnabend der scheidende Präsident Burhanuddin Rabbani die Macht an Karsai übergeben. Politiker aus aller Welt begrüßten den Wechsel und äußerten Hoffnung auf einen Neuanfang in dem Land nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs.

"Ich verspreche Ihnen, dass ich meinen Auftrag, Frieden nach Afghanistan zu bringen, erfüllen werde", sagte Karsai in seiner Antrittsrede. "Wir sollten uns die Hände reichen, um Brüder und Freunde zu sein. Vergessen Sie die schmerzliche Vergangenheit." Karsai kündigte an, die Kriegsherren in Afghanistan zu entwaffnen und zum Rechtsstaat zurückkehren. Der US-Armee gestand er zu, sie könne bis zur Vertreibung aller "Terroristen" in Afghanistan bleiben.

Die 30-köpfige Interimsregierung soll zunächst ein halbes Jahr lang die Geschicke des Landes lenken. Sie steht unter dem Schutz der internationalen Friedenstruppe Isaf. In Berlin stimmte der Bundestag am Sonnabend fast zur gleichen Zeit der Beteiligung von bis zu 1 200 Bundeswehrsoldaten an der Schutztruppe zu. Nach Weihnachten sollen Details des Einsatzes auf einer Konferenz der beteiligten Länder festgelegt werden.

Überschattet wurde die Amtseinführung von dem US-Luftangriff auf einen Fahrzeugkonvoi, bei dem am Freitag in Ostafghanistan laut Medienberichten 65 Menschen getötet wurden. Widersprüchliche Angaben gab es über die Identität der Opfer. Die USA seien sich sicher, dass es sich um einen Militärkonvoi mit Anführern der Taliban gehandelt habe, sagte US-Major Brad Lowell. Von afghanischer Seite hieß es dagegen, bei den Toten handele es sich um Stammesführer, die unterwegs zur Vereidigung Karsais gewesen seien.

Koalition mit eigener Mehrheit

Der Bundestag beschloss den Einsatz am Sonnabend in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit. Die ersten deutschen Soldaten sollen am 29. Dezember nach Kabul fliegen. Es handele sich dabei um ein kleines Erkundungskommando, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Es werde "kein einfacher Dienst, aber ein verantwortbarer", sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder in der Debatte. Außenminister Joschka Fischer räumte erhebliche Risiken für die Schutztruppe ein. Der Einsatz ist zunächst auf sechs Monate begrenzt. Für den Antrag der Bundesregierung votierten 538 Abgeordnete, 35 waren dagegen, acht enthielten sich. Die Koalition brachte eine eigene Mehrheit zu Stande. Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) kritisierte die mangelhafte Ausstattung der Bundeswehr. Spätestens mit dem Einsatz sei die Grenze zur Überforderung der Soldaten erreicht, wenn nicht überschritten. Dies liege vor allem an der Unterfinanzierung der Truppe.

Der Afghanistan-Beschluss war die fünfte Entscheidung des Bundestages in diesem Jahr über die Entsendung deutscher Soldaten ins Ausland. Insgesamt sind derzeit 7500 Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz. (AP, Reuters, dpa)

Der Mann des Ausgleichs


Hamid Karsai verkörpert die Hoffnungen Afghanistans

24.12.2001 Süddeutsche Zeitung

Von Peter Münch

Es mag die Welt und speziell die Amerikaner für ihn einnehmen, dass er auf CNN so gut auf Englisch zu parlieren versteht. In Kabul bei seiner Amtseinführung jedoch hat Hamid Karsai dadurch Punkte gesammelt, dass er in seine Rede auch ein Gedicht in Dari einfließen ließ. Karsai gehört zum afghanischen Mehrheitsvolk der Paschtunen, und Dari ist die Sprache der Nordallianz. Der neue Regierungschef also hat mit Worten – was bleibt ihm auch anderes übrig – Brücken gebaut zu den alten Gegnern. Und auf diese in Afghanistan nicht weit verbreitete Fähigkeit hofft auch die Welt beim schwierigen Übergang des Landes vom Krieg zum Frieden.

Als Integrationsfigur von Ex-König Zahir Schahs Gnaden hat der 44- jährige Stammesführer aus dem Süden in den letzten Wochen bereits Bemerkenswertes geleistet. Von Herkunft und Temperament her passt er gut aufs diplomatische Parkett. Schon sein Vater diente im alten Afghanistan dem König als Vizepräsident des Parlaments sowie als Bürgermeister von Kandahar. Dies verschaffte dem Sohn Privilegien wie ein Politikstudium in Indien und längere Aufenthalte in den USA. Dort betreibt seine Familie, zu der noch sieben Brüder und eine Schwester zählen, eine Restaurantkette. Er selbst amtierte in Bürgerkriegszeiten unter dem nun von ihm abgelösten Präsidenten Burhanuddin Rabbani kurz als stellvertretender Außenminister.

Mit den ebenfalls paschtunischen Taliban verbindet ihn eine anfängliche Sympathie und ein später auch persönlicher Hass. Ein tödliches Attentat auf seinen Vater im pakistanischen Exil wird den Korankämpfern zugeschrieben. Auch dies wird Karsai nach dem 11. September dazu getrieben haben, den Wiederstand gegen die Taliban im Süden Afghanistans zu orchestrieren. Aufgrund seiner hochmögenden Herkunft und ausgestattet von den USA mit dicken Bündeln von Dollarscheinen gelang es ihm, örtliche Clanchefs aus dem Umkreis Mullah Omars zu lösen und auch die Machtstreitigkeiten in Kandahar nach dem Ende der Taliban zu schlichten.

Die Suche nach dem Ausgleich widerstrebender Interessen wird auch seine zunächst sechsmonatige Amtszeit bis zur Einberufung der Loja Dschirga prägen. In seinem 29 Mitstreiter zählenden Kabinett aber dürften manche sitzen, die weniger am Frieden interessiert sind als er.

200 Soldaten bereiten sich für Kabul vor

24.12.2001 Spiegel Online

Die meisten Bundeswehrsoldaten, die an der Friedenstruppe in Afghanistan teilnehmen, können Weihnachten und Neujahr wohl noch mit ihren Familien feiern. Ein erstes Vorauskommando von etwa 200 Mann soll sich Anfang des Jahres auf den Weg nach Kabul machen.

Berlin - Nach dem Bundestagsbeschluss über den Einsatz von bis zu 1200 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan laufen die Vorbereitungen für die internationale Schutztruppe auf Hochtouren. Zusammensetzung und Einsatzzeitplan sollen am kommenden Donnerstag und Freitag in Großbritannien auf einer Kommandeurs Konferenz der beteiligten Länder festgelegt werden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Sonntag in Berlin. Großbritannien leitet den zunächst auf sechs Monate befristeten Einsatz in den ersten drei Monaten.
Erst nach der Kommandeurs-Konferenz soll ein multinationales Erkundungskommando - voraussichtlich am Samstag nach Kabul fliegen. Dazu gehören wahrscheinlich drei bis vier Führungskräfte der Bundeswehr, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Anfang Januar sollen deutsche Vorauskräfte in einer Größenordnung von etwa 200 Mann in die afghanische Hauptstadt fliegen.

Der Vizevorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Kossendey (CDU), sagte, nach den ihm bekannten Planungen werde ein Vorauskommando von gut 200 deutschen und niederländischen Soldaten nach Neujahr in Marsch gesetzt. Bis Ende Januar werde das Hauptkontingent von bis zu 1200 deutsche Soldaten folgen.
Wahrscheinlich sei, dass die Fallschirmjägerkompanie 313 im niedersächsischen Varel mit rund 200 Soldaten am Uno-Einsatz beteiligt werde. Laut Verteidigungsministerium soll Brigadegeneral Carl-Hubertus von Butler das deutsche Kontingent in Kabul befehligen.

Auf die Reise nach Afghanistan geht zwischen Weihnachten und Neujahr außer den "Quartier-Offizieren" auch "schweres Gerät" der Fallschirmjäger. Dazu gehören der Kleinpanzer "Wiesel" und der gegen Minen geschützte Soldaten-Transporter "Dingo". Jeweils sechs von ihnen sollen in Afghanistan eingesetzt werden.

Für alle Soldaten, denen ein Abmarsch-Befehl nach Kabul ins Haus steht, wurde nach verlässlichen Informationen eine 48-Stunden-Bereitschaft angeordnet. Die betroffenen Soldaten müssen jederzeit erreichbar sein und haben im Fall einer Alarmierung nur wenige Stunden Zeit für die Anreise zu ihrer Kaserne.

Am Samstag hatte der Bundestag in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit dem Einsatz von bis zu 1200 Soldaten im Rahmen einer Schutztruppe unter Uno-Mandat zugestimmt. Für den Antrag der Bundesregierung votierten 538 Abgeordnete, 35 stimmten dagegen. 8 Parlamentarier enthielten sich. Die rot-grüne Regierung bekam eine eigene Mehrheit zu Stande.

Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sagte im Bundestag, die wichtigste Aufgabe der Schutztruppe sei, den Prozess der Vertrauensbildung zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsparteien abzusichern. In Kabul hatte am Samstag der Paschtune Hamid Karzai die Regierungsgeschäfte übernommen.

SPD-Fraktionschef Peter Struck sprach von einem der schwierigsten Einsätze der Bundeswehr. Umfassende Sicherheit in Afghanistan ist nach den Worten von Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) weder von der Bundeswehr noch von der internationalen Staatengemeinschaft zu gewährleisten. Scharping lehnte es erneut ab, dass Deutschland Großbritannien als so genannte Lead-Nation ablöst. Die Bundesrepublik verfüge derzeit weder über die dafür erforderliche Struktur noch über die Mittel.

Das Verteidigungsministerium wies am Sonntag Berichte über wachsende Spannungen mit Großbritannien über die Einsatzplanung der Schutztruppe (ISAF) als "Weihnachtsmarkt der Gerüchte" zurück. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte über Unzufriedenheit unter deutschen Offizieren berichtet. Diese hätten kritisiert, dass die britische Militärführung eine rein nationale Vorbereitung des Einsatzes betreibe und in den operativen Schlüsselpositionen des Stabes nur britische Offiziere seien. Dies sei keine Besonderheit, da Großbritannien die Führungsnation der ISAF sei, sagte der Sprecher.

Der CDU-Außen- und Sicherheitspolitiker Volker Rühe kritisierte Scharpings Ablehnung. Es wäre "eine absurde Situation, wenn deutsche Soldaten am Hindukusch unter türkischem Führungskommando" eingesetzt würden, sagte er. Die Türkei soll sich bereits um die Nachfolge der Briten als Lead-Nation beworben haben.

Schröder sagte, es gehöre "zu den bitteren Wahrheiten", dass der Frieden in Afghanistan nur durch Krieg näher gerückt sei. Fischer deutete an, dass in Afghanistan eine Mandatsverlängerung notwendig werden könnte.

Singen für den Frieden


Kabul: Ein Ärzteteam erlebt ein verwüstetes Land

24.12.2001 Süddeutsche Zeitung

Von Kai Schubert

An Kerzen für einen Adventskranz hat keiner gedacht, auch nicht an Lebkuchen oder Zimtsterne. Und dennoch wächst in uns mit jedem Tag diese erwartungsvolle Stimmung, diese kleine, feierliche Aufregung, die jedes Kind kennt, wenn das große Fest vor der Tür steht. Weihnachten in Afghanistan – wer wäre da nicht gespannt?

Seit drei Wochen sind wir hier – zwei deutsche Ärzte aus München und Gelsenkirchen und ein Techniker aus Dorfen im Dienst der von Rupert Neudeck gegründeten Hilfsorganisation „Cap Anamur", ausgezogen in ein wildes und verwüstetes Land, um Ambulanzen und Krankenhäuser aufzubauen. Wir teilen unser einstöckiges, rotbraunes Lehmhaus in Dasht-e-Qual'eh mit einheimischen Mitarbeitern, die uns Einblick gewähren in die Geschichte und Kultur dieses Landes. Die Neugier wohnt auf beiden Seiten – und Weihnachten ist den afghanischen Moslems so fremd wie uns Bajram, das dreitägige Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan, das soeben zu Ende gegangen ist. Ein Fest, an dem wir ganz selbstverständlich teilhaben durften.

Genauso selbstverständlich werden wir Weihnachten mit unseren afghanischen Freunden feiern – einfach und bescheiden, ohne grellen Glanz und Weihnachtsgans. Am heiligen Abend werden wir, wenn der letzte Patient unsere Ambulanz verlassen hat, gemeinsam essen. Ossain, dem das Haus gehört, in dem wir wohnen, wird Reis für uns kochen.

Einen Weihnachtsbaum können wir für Ossain und seine Söhne Abdul Nasir und Abdul Bashir, für die Ärztin Neira, ihren Mann Beshmullah, für unsere Übersetzer Tac und Karim und auch für uns selbst nicht schmücken – denn es gibt hier keinen Baum, den wir schmücken könnten. Doch es gibt Weihnachtslieder, die an jedem Ort der Welt gleich klingen – auch in Afghanistan. Zwischen den medizinischen Fachbüchern steht eine Bibel, darin die Weihnachtsgeschichte, auf deren sinngemäße Übersetzung ins Farsi sich Tac schon heute freut.

Vielleicht werden wir eine gemeinsame Sprache finden, um zu beten – zum Beispiel um das, was dieses faszinierende Land in den Frieden führen kann. „Zwei Dinge sind dazu notwendig", hat uns Ali Ahmed erklärt, ein alter Mann mit weißem Haar und Bart. „Das Land braucht Schulen. Nur ein ungebildetes Volk diskutiert seine Probleme mit der Kalaschnikow. Außerdem muss der Hunger besiegt werden." Ein Bauer, der Saatgut für Winterweizen auf sein Feld ausbringt, findet einfachere Worte: „Afghanistan braucht keine Revolution, Afghanistan braucht Regen!" In den vergangenen Jahren ist sein Getreide vor der Ernte auf dem Feld vertrocknet.

Manchmal keimen in dieser kargen Wüstenlandschaft wahrhaft biblische Gefühle in uns auf. Dunkelhäutige Männer mit Turbanen, die beladene Kamele durch den roten Staub führen, andere, die bepackte Esel und Maultiere vor sich her treiben – Bilder die uns immer wieder an die drei Weisen aus dem Morgenland erinnern. „Und siehe da, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er oben über der Stelle stand, wo das Kind war. " (Mt 2,9) Kostbare Geschenke, wie sie die drei Weisen bei sich trugen, werden wir nicht erhalten. Dennoch wünschen wir uns etwas: Möge ein Stern aufgehen und diejenigen leiten, die bereit und in der Lage sind, nach 23 Jahren Krieg den Frieden zurück nach Afghanistan zu tragen.

Fussball ist auch in Kabul viel mehr als nur ein Spiel

24.12.2001 Basler Zeitung

Von Florian Hassel, Kabul

Unter der Herrschaft der radikalislamischen Taliban war Fussball eine äusserst freudlose Angelegenheit. Dass dennoch gespielt wurde, verdanken die Kabuler einem der höchsten Richter Afghanistans, der sich für seine Leidenschaft stark machte. Ein bisschen wurde Fussball auch als Zeichen des Widerstands gegen die Taliban-Herrschaft verstanden.

Der Koch und Zuschauer Hamid freut sich, dass er wieder klatschen darf. Der Mittelstürmer Massud ist froh, dass ihn seine Mannschaftskameraden nach einem Tor wieder umarmen dürfen. Und der Richter Salmai Painda freut sich, dass das Recht ins Fussballstadion,von Kabul zurückgekehrt ist. «Endlich können wir wieder nach den Regeln der Fifa, des internationalen Fussballverbandes, spielen - und nicht nach denen der Taliban», sagt Painda, der Vorsitzende des Schiedsgerichts, bevor er an diesem sonnigen Winternachmittag die Genehmigung zum Anpfiff gibt. Weil «wir Afghanen auch beim Sport eine Menge nachholen müssen», hat Said Mahmud Zia Dashdi, der neue Chef des Afghanischen Olympischen Komitees, als erste Amtshandlung ein mehrwöchiges Fussballturnier organisiert. Jeden Tag treffen die besten Vereine Kabuls aufeinander. Der Spielbeginn ist flexibel und trotzdem zuverlässig: immer kurz nach dem Mittagsgebet.

Das Jubeln verlernt

Heute kämpfen Paimon Kabul und die zweite Auswahl von Maiwan, des besten Klubs des Landes, um die Punkte. Kurz vor dem Pausenpfiff setzt sich Paimon-Mittelstürmer Massud auf dem ausgedorrten, einem Feldacker ähnelnden Spielfeld durch und feuert von der linken Strafraumecke einen Schuss wie eine Granate zum 2:0 in den oberen rechten Torwinkel. Doch die Zuschauer bleiben trotz des spektakulären Treffers äusserlich ungerührt: Nur wenige Hände rühren sich. Kein Jubel, keine Rufe, kein Aufspringen. «Die Zuschauer können nicht einfach auf Enthusiasmus umschalten, nachdem sie ihn sich jahrelang verkneifen mussten», erklärt Salmai Painda vom Schiedsgericht.
Fussball unter den Taliban, das war erst eine verbotene, dann eine freudlose Angelegenheit. Weil die Koranschüler Sport generell für Zeitverschwendung oder - wegen des unvermeidlichen Zeigens mehr oder weniger verführerischer Körperteile - gar für pure Sünde hielten, verboten sie eine ganze Reihe von Sportarten, allen voran Schwimmen.
«Boxen war ebenfalls untersagt, weil sich Musline nach Meinung der Taliban nicht gegenseitig das Gesicht zerschlagen dürfen», erklärt Dashdi vom Olympischen Komitee.
Warum auch Schach verboten war, weiss weder Dashdi noch einer seiner Mitarbeiter. Fussball, auch in Afghanistan die populärste Sportart, stand zunächst ebenfalls auf der Schwarzen Liste, bevor die Taliban in einem seltenen Zugeständnis an die öffentliche Stimmung nachgaben und Spieler wie Zuschauer wieder ins Stadion liessen.
«Es war eine merkwürdige Art von Fussball», sagt Salmai Painda, ein Mittfünfziger mit feinen Gesichtszügen und wohlgestutztem grauen Bart, der das Schiedsgericht auch in den Jahren der Taliban-Ära leitete. «Selbst bei 35 Grad im Schatten mussten Spieler und Schiedsrichter in langen Hemden und Hosen antreten.» Manchmal wurde das Spiel zum Gebet unterbrochen. Im ganzen Stadion verteilte, mit Knüppeln und Handschellen ausgerüstete Taliban-Wächter achteten darauf, dass die Zuschauer ihr Team nicht anfeuerten und nicht applaudierten. «Der einzige Ruf, mit dem unsere Fans uns antreiben durften», erinnert sich Mittelstürmer Massud, «war Allahu akbar - Gott ist gross.» Die Taliban selbst bewahrten oft alles andere als Stillschweigen. «Oft spielten sie während des Spiels über die Stadionlautsprecher religiöse Instruktionen ab», beschreibt Painda. «Natürlich hat niemand zugehört - es war ein absolut surreales Spektakel.»

Hinrichtungen im Stadion

Oft bekamen die Zuschauer statt Fussball Darstellungen anderer Art geboten. «Die Taliban fuhren mit mehreren Jeeps auf den Rasen. Dann wurde verurteilten Dieben unter Betäubung die Hand amputiert, und Mörder wurden öffentlich erschossen», berichtet Painda. «Da die Taliban das Stadiontor geschlossen hatten, konnte niemand hinaus. Die einzige Möglichkeit zum Protest war, sich umzudrehen, wenn die Taliban mit den Bestrafungen begannen.» Painda empörten die Amputationen und Hinrichtungen gleich aus mehrfachem Grund: «Die Taliban machten so klar, dass selbst diejenigen, die mit ihnen nichts zu tun haben wollten, ihnen nicht entkommen konnten. Ausserdem drehte sich mir als Jurist der Magen um bei diesem mittelalterlichen Spektakel.»
Denn Spieler, Trainer und Funktionäre nennen Painda nicht deshalb ehrfurchtsvoll «Richter», weil er dem Sportgericht vorsitzt. Eigentlich ist Painda Richter am Obersten Gericht Afghanistans. Die barbarischen Bestrafungen im Fussballstadion zeigten Painda, dass «die Taliban eines nie verstanden haben: Ein Richter darf nicht nur den Buchstaben, sondern muss auch den Sinn eines Gesetzes im Kopf haben, wenn er Gerechtigkeit schaffen will. Gnade war den Taliban ein Fremdwort.»
Dass Painda jahrelang am Spielfeldrand statt im Gerichtssaal entschied, war nicht seine freie Entscheidung. «Als die Taliban kamen, haben sie nicht nur mich, sondern auch die meisten anderen Richter mit klassischer juristischer Ausbildung entlassen», erzählt er, der in der Zeit Charles de Gaulles mehrere Jahre Jura an der Universität Dijon studierte und der sein Französisch auch Jahrzehnte später nicht vergessen hat. «Die Taliban setzten Richter ein, die ausschliesslich islamisches Recht gelernt hatten. Manchmal hatten sie auch überhaupt keine Rechtskenntnisse, sondern nur einige Zeit in einer Koranschule hinter sich gebracht.»

Der Sieg gegen Kandahar

Da die Franzosen ein Gesuch des entlassenen Richters auf Arbeit und Asyl für sich und seine Familie ablehnten, blieb Painda in Kabul - und entsann sich seiner alten Liebe, des Fussballs. «Als Jurastudent habe ich selbst in einer beachtlichen Mannschaft gespielt», erinnert sich Painda. Alte Sportsfreunde nahmen sein Angebot an, ihm bei der Aufrechterhaltung des Spielbetriebes beizustehen, und ernannten den Richter zum obersten Schiedsrichter. Seitdem beginnt kein Spiel, bevor der in die traditionelle braune Decke afghanischer Männer gehüllte Painda nicht das Stadion betreten und die Spieler zu Fairness verpflichtet hat. Besonderes Vergnügen bereitete dem sonst Unparteiischen ein halbes Jahr vor dem Sturz des Taliban-Regimes ein Spiel gegen eine Mannschaft aus der Taliban-Hochburg Kandahar. «Allen war klar, dass dies nicht ein Fussballspiel war», sagt Painda. «Unsere Jungs aus Kabul haben sich zerrissen - und 2:1 gewonnen. Es war unser Sieg über die Taliban.»
Jetzt hoffen Painda und Said Dashdi, der Vorsitzende des Olympischen Komitees, «dass es nicht nur mit dem Fussball, sondern auch mit unserem Land wieder aufwärts geht». Schon im nächsten Frühjahr will Dashdi wieder eine afghanische Meisterschaft ausrichten und endlich wieder gegen Vereine aus anderen Ländern spielen. Ob Richter Painda dann noch genug Zeit für das Schiedsgericht findet, ist freilich ungewiss. Seit einigen Tagen meldet sich Painda jeden Morgen wieder zum Dienst am Obersten Gericht zurück. «Wenn unsere provisorische Regierung erst eingearbeitet ist, kehrt hoffentlich die Gerechtigkeit zurück. Und ich darf wieder Richter sein.»

Unter www.rawa.org kann man mehr über Rawa, Spendenmöglichkeiten und Patenschaften für Waisenkinder erfahren.

(LINK zu: Meistgesuchte Terroristen vom FBI in den USA)

Die Flugzeugentführer : Gesichter des Todes

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 11 Boeing 767 7:45 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 8:45 a.m. Einschlag im Nordturm des World Trade Centers
Name: Satam M.A. Al Suqami-
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Geboren am 28 Juni 1976
Letzte bekannte Adresse: Vereinigte Arabische Emirate

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 11 Boeing 767 7:45 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 8:45 a.m. Einschlag im Nordturm des World Trade Centers
Name: Waleed M. Alshehri -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
benutze Geburtsdaten: 13. September 1974, 1. Januar 1976, 3. März 1976, 8. Juli 1977, 20. Dezember 1978, 11. Mai 1979
Letzte vermutete Adresse: Hollywood, Florida; Orlando, Florida; Daytona Beach, Florida
wahrscheinlich Pilot

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 11 Boeing 767 7:45 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 8:45 a.m. Einschlag im Nordturm des World Trade Centers
Name: Wail M. Alshehri -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Geburtsdatum: 1. September 1968
Letzte vermutete Adresse: Hollywood, Florida; Newton, Massachusetts
wahrscheinlich Pilot

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 11 Boeing 767 7:45 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 8:45 a.m. Einschlag im Nordturm des World Trade Centers
Mohamed Atta -
Möglicherweise Ägyptischer Staatsbürger
benutztes Geburtsdatum: 1. September 1968
Letzte vermutete Adresse: Hollywood, Florida; Coral Springs, Florida; Hamburg
wahrscheinlich Pilot
Alias: Mehan Atta; Mohammad El Amir; Muhammad Atta; Mohamed El Sayed; Mohamed Elsayed; Muhammad Muhammad Al Amir Awag Al Sayyid Atta; Muhammad Muhammad Al-Amir Awad Al Sayad

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 11 Boeing 767 7:45 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 8:45 a.m. Einschlag im Nordturm des World Trade Centers
Name: Abdulaziz Alomari -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
benutzte Geburtsdaten: 24. Dezember 1972, 28. Mai 1979
Letzte vermutete Adresse: Hollywood, Florida;
wahrscheinlich Pilot

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 77 Boeing 757 8:10 a.m. Gestartet in Dulles mit Ziel Los Angeles 9:39 a.m. Einschlag in Pentagon
Name: Khalid Almihdhar -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Letzte vermutete Adresse: San Diego, Kalifornien, New York
Alias: Sannan Al-Makki; Khalid Bin Muhammad; 'Addallah Al-Mihdhar; Khalid Mohammad Al-Saqaf

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 77 Boeing 757 8:10 a.m. Gestartet in Dulles mit Ziel Los Angeles 9:39 a.m. Einschlag in Pentagon
Name: Majed Moqed -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Alias: Majed M.GH Moqed; Majed Moqed, Majed Mashaan Moqed

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 77 Boeing 757 8:10 a.m. Gestartet in Dulles mit Ziel Los Angeles 9:39 a.m. Einschlag in Pentagon
Name: Nawaf Alhazmi -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Mögliche letzte Aufenthaltsorte: Fort Lee, New Jersey; Wayne, New Jersey; San Diego, Kalifornien
Alias: Nawaf Al-Hazmi; Nawaf Al Hazmi; Nawaf M.S. Al Hazmi

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 77 Boeing 757 8:10 a.m. Gestartet in Dulles mit Ziel Los Angeles 9:39 a.m. Einschlag in Pentagon
Name: Salem Alhazmi -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Mögliche letzte Aufenthaltsorte: Fort Lee, New Jersey; Wayne, New Jersey

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)American Airlines Flug 77 Boeing 757 8:10 a.m. Gestartet in Dulles mit Ziel Los Angeles 9:39 a.m. Einschlag in Pentagon
Name: Hani Hanjour -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Mögliche letzte Aufenthaltsorte: Phoenix, Arizona, San Diego, Kalifornien

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 93 Boeing 757 8:42 a.m. Gestartet in Newark mit Ziel San Francisco 10:03 a.m. Einschlag in Stony Creek Township
Name: Saeed Alghamdi
Möglicher letzter Aufenthaltsort: Delray Beach, Florida
Alias: Abdul Rahman Saed Alghamdi; Ali S Alghamdi; Al- Gamdi; Saad M.S. Al Ghamdi; Sadda Al Ghamdi; Saheed Al-Ghamdi; Seed Al Ghamdi

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 93 Boeing 757 8:42 a.m. Gestartet in Newark mit Ziel San Francisco 10:03 a.m. Einschlag in Stony Creek Township
Name: Ahmed Ibrahim A. Al Haznawi -
Möglicherweise Saudi-Arabischer Staatsbürger
Geboren am 11. Oktober 1980
Möglicher letzter Aufenthaltsort: Delray Beach, Florida
Alias: Ahmed Alhaznawi

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 93 Boeing 757 8:42 a.m. Gestartet in Newark mit Ziel San Francisco 10:03 a.m. Einschlag in Stony Creek Township
Name: Ahmed Alnami
Möglicher letzter Aufenthaltsort: Delray Beach, Florida
Alias: Ali Ahmed Alnami; Ahmed A. Al-Nami; Ahmed Al- Nawi

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 93 Boeing 757 8:42 a.m. Gestartet in Newark mit Ziel San Francisco 10:03 a.m. Einschlag in Stony Creek Township
Name: Ziad Samir Jarrah
vermutlich Pilot
Alias: Zaid Jarrahi; Zaid Samr Jarrah; Ziad S. Jarrah; Ziad Jarrah Jarrat, Ziad Samir Jarrahi

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 175 Boeing 767 7:58 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 9:05 a.m. Einschlag im Südturm des World Trade Center
Name: Marwan Al-Shehhi
Geboren 9. Mai 1978
Möglicher letzter Aufenthaltsort: Hollywood, Florida
vermutlich Pilot
Alias: Marwan Yusif Muhammad Rashid Al-Shehi; Marwan Yusif Muhammad Rashid Lakrab Al-Shihhi; Abu Abdullah

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 175 Boeing 767 7:58 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 9:05 a.m. Einschlag im Südturm des World Trade Center
Name: Fayez Rashid Ahmed Hassan Al Qadi Banihammad
Möglicher letzter Aufenthaltsort: Delray Beach, Florida
Alias: Fayez Ahmad; Banihammad Fayez Abu Dhabi Banihammad; Fayez Rashid Ahmed; Banihammad Fayez; Rasid Ahmed Hassen Alqadi; Abu Dhabi Banihammad Ahmed Fayez; Faez Ahmed

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 175 Boeing 767 7:58 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 9:05 a.m. Einschlag im Südturm des World Trade Center
Name: Ahmed Alghamdi
Alias: Ahmed Salah Alghamdi

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 175 Boeing 767 7:58 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 9:05 a.m. Einschlag im Südturm des World Trade Center
Name: Hamza Alghamdi
vermuteter letzter Aufenthaltsort: Delray Beach, Florida
Alias: Hamza Al-Ghamdi; Hamza Ghamdi; Hamzah Alghamdi; Hamza Alghamdi Saleh

(Gesichter des Todes 300 X 400 Pixel)United Airlines Flug 175 Boeing 767 7:58 a.m. Gestartet in Boston mit Ziel Los Angeles 9:05 a.m. Einschlag im Südturm des World Trade Center
Name: Mohand Alshehri
vermuteter letzter Aufenthaltsort: Delray Beach, Florida
Alias: Mohammed Alshehhi; Mohamd Alshehri; Mohald Alshehri

WORLD TRADE CENTER TEIL III

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